The National Times - Gislason lobt zweite Garde - und warnt vor Algerien

Gislason lobt zweite Garde - und warnt vor Algerien


Gislason lobt zweite Garde - und warnt vor Algerien
Gislason lobt zweite Garde - und warnt vor Algerien / Foto: © SID

Alfred Gislason deutete auf sein T-Shirt, der hochemotionale Sieg gegen Serbien ging auch an dem schlachtenerprobten Bundestrainer nicht spurlos vorbei. "Ich bin komplett nassgeschwitzt", sagte Gislason nach dem 34:33-Erfolg der deutschen Handballer im Schlüsselspiel, richtete dann aber umgehend den Blick auf das Vorrundenfinale gegen den krassen Außenseiter Algerien. "Auch das Spiel müssen wir erst einmal gewinnen", mahnte der Isländer.

Textgröße ändern:

Das Ticket für die WM-Hauptrunde hat die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) zwar bereits in der Tasche. Gislason will die Partie gegen die noch sieglosen Afrikaner am Dienstag (18.00 Uhr/ZDF) aber keinesfalls als Selbstläufer abtun. "Sie spielen etwas wild, aber sind technisch stark. Auch Serbien hatte mit ihnen eine Halbzeit lang Probleme", warnte der 63-Jährige.

Gislason weiß selbstredend, dass alles andere als ein Erfolg gegen den Handball-Zwerg und der damit verbundene Sieg der Vorrundengruppe E einer Sensation gleichkäme. Angesichts der klaren Kräfteverhältnisse dürfte der DHB-Coach das dritte WM-Spiel daher nutzen, um Kräfte zu sparen - bereits gegen Serbien half der "zweite Anzug" stark aus.

Gislason lobte etwa Christoph Steinert für seine Leistung "in Angriff und Abwehr", auch Jannik Kohlbacher habe "sehr gut gespielt" - und Youngster Julian Köster habe in der Offensive "eine sehr wichtige Phase gehabt". Die Spieler der zweiten Reihe - etwa der am Sonntag überragende Torhüter Joel Birlehm, eigentlich als Ersatzmann für Andreas Wolff vorgesehen, - drängen rechtzeitig ins Rampenlicht.

"Es ist wichtig, dass jeder Spieler sieht: Es ist zwar eine Weltmeisterschaft, aber ich bin gut genug, dem Spiel meinen Stempel aufzudrücken", sagte Kapitän Johannes Golla und bekräftigte: "Es ist klar, dass du nicht mit sechs, sieben Leuten so ein Turnier durchrocken kannst. Wir brauchen alle."

A.M.Owen--TNT

Empfohlen

Viele Chancen, keine Tore - Klopp zittert ums Viertelfinale

Einpeitscher Jürgen Klopp und seine dominanten Ballzauberer sind im Hexenkessel von Saloniki an sich selbst gescheitert. Starke Überlegenheit, einige Chancen, aber keine Tore - die deutsche Nationalmannschaft kam trotz eines guten Spiels mit zahlreichen Abschlüssen nicht über ein 0:0 gegen lange mauernde Griechen hinaus und muss nach verpasster Revanche um das Nations-League-Viertelfinale zittern.

Klopp nimmt drei Wechsel vor

Jürgen Klopp nimmt nach seinem ersten Sieg als Bundestrainer drei Veränderungen vor. Lennart Karl, David Raum und Jonathan Burkardt ersetzen gegenüber dem souveränen Erfolg gegen Serbien (2:0) beim Nations-League-Spiel in Griechenland (20.45 Uhr/RTL) Serge Gnabry, Maximilian Mittelstädt und Nick Woltemade.

DFB-Frauen: Kapitänin Gwinn fällt für Länderspiele aus

Kapitänin Giulia Gwinn fällt für die anstehenden Länderspiele der deutschen Fußballerinnen aus. Nach ihrer verletzungsbedingten Auswechslung im Topspiel des FC Bayern bei Eintracht Frankfurt hat die 27-Jährige für die Härtetests gegen Australien und Japan abgesagt, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Sonntagabend mitteilte. Eine Diagnose steht auch laut Verein noch aus.

Golla reagiert auf Wechsel-Diskussion: "Nicht 'nur' Heimweh"

Nach den Diskussionen über eine schnelle Rückkehr zur SG Flensburg-Handewitt hat sich DHB-Kapitän Johannes Golla erstmals öffentlich zu seinem Wechselwunsch zu Wort gemeldet. "Menschen, die mich gut kennen, haben längst gesehen, dass es mittlerweile nicht mehr 'nur' Heimweh ist, sondern meine mentale Gesundheit ernsthaft gefährdet ist", schrieb der 28-Jährige bei Instagram. Er sei sich "im Klaren darüber, dass die Entscheidung für den Vertrag in Melsungen verfrüht war."

Textgröße ändern: