The National Times - Frankreich im Halbfinale gegen Marokko

Frankreich im Halbfinale gegen Marokko


Frankreich im Halbfinale gegen Marokko
Frankreich im Halbfinale gegen Marokko / Foto: © SID

Harry Kane war Englands Schicksal: Auch dank eines verschossenen Foulelfmeters des Kapitäns der Three Lions sind die Titelträume des Weltmeisters Frankreich intakt, die erste erfolgreiche WM-Titelverteidigung seit 60 Jahren ist in Reichweite. Allerdings: In der Vorschlussrunde am Mittwoch (20.00 Uhr MEZ) wartet die WM-Sensation Marokko.

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Ein Kopfballtor von Olivier Giroud (78.) besiegelte ein fast schmeichelhaftes 2:1 (1:0) der Franzosen im Viertelfinale gegen den Weltmeister von 1966. Kane hätte eine Verlängerung erzwingen können, er donnerte aber in der 84. einen Strafstoß gegen seinen Klubkollegen Hugo Lloris von Tottenham Hotspur über die Querlatte.

Mit einem verdeckten Distanzschuss hatte Aurelien Tchouameni Frankreich in der 17. Minute in Führung gebracht. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte Kane, der in der 54. Minute vom Punkt noch erfolgreich war. Es war der 53. Treffer des Mittelstürmers im Nationaltrikot, er egalisierte damit die Bestmarke seines Landsmanns Wayne Rooney.

Dass den Franzosen der Sieg gelang, war ihrer größeren Effektivität vor 68.895 Zuschauern zu verdanken. In den meisten Statistiken führte England, aber wieder einmal muss das Mutterland des Fußballs vorzeitig die Heimreise antreten.

Dem beim Anstoß benutzten Ball ging schon nach einer halben Minute die Luft aus, doch mit einem Ersatzspielgerät entwickelte sich schnell eine flotte Partie. Sowohl der englische Teammanager Gareth Southgate als auch Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hatten ihre Startformationen gegenüber dem Achtelfinale nicht verändert.

Zum ersten Torabschluss kam Frankreich, doch der Kopfball von Routinier Giroud war zu unplatziert (11.). Sechs Minuten später machte es Tchouameni mit einem Flachschuss aus fast 26 Metern besser, Jordan Pickford sah den verdeckten Schuss erst spät. Hinweise auf ein vermeintliches Foul des Münchners Dayot Upamecano an Bukayo Saka seitens der Engländer fruchteten bei Schiedsrichter Wilton Sampaio (Brasilien) nicht.

Acht Minuten später war der Unparteiische erneut auf der Seite des Bayern-Stars und wertete eine Aktion des 23-Jährigen gegen Kane an der Strafraumgrenze erneut nicht als Foul. Zweimal Glück für den Weltmeister, dessen Torhüter Lloris zum 143. Mal zwischen den Pfosten stand und damit zum alleinigen Rekord-Nationalspieler avancierte.

Der Keeper war mehrfach gefordert, denn England fing sich nach dem überraschenden Rückstand schnell und machte mit dominantem Spiel viel Druck, Kapitän Kane war sehr präsent. Der Dortmunder Jude Bellingham allerdings war in dieser Phase noch kein großer Faktor. Auch Frankreichs Superstar Kylian Mbappe fand zunächst nicht so recht in die Partie.

Der zweite Durchgang sah Lloris schnell im Mittelpunkt, doch der Rekordkeeper parierte einen Schuss von Bellingham bravourös (47.). Fast zwangsläufig wurde Frankreich nach dem Ausgleich wieder aktiver. Nach einer guten Stunde erlahmte das Spieltempo etwas, beide Mannschaften gönnten sich eine kleine Verschnaufpause. Der bis dahin glücklose Harry Maguire scheiterte mit einem sehenswerten Kopfball (70.) knapp.

Der Weltverband FIFA erinnerte bei der Partie der beiden Fußball-Großmächte an den verstorbenen US-Journalisten Grant Wahl. Auf der Pressetribüne lagen an einem Arbeitsplatz Blumen neben einem Bild des 48-Jährigen, der am Freitag während des Viertelfinalspiels zwischen Argentinien und den Niederlanden einem Herzinfarkt erlegen war.

V.Allen--TNT

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