The National Times - Rydzek-Kritik an Termin der Fußball-WM: "Keine Minute live"

Rydzek-Kritik an Termin der Fußball-WM: "Keine Minute live"


Rydzek-Kritik an Termin der Fußball-WM: "Keine Minute live"
Rydzek-Kritik an Termin der Fußball-WM: "Keine Minute live" / Foto: © SID

Kombinierer Johannes Rydzek hat den Termin der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar kritisiert und die daraus entstandenen Folgen für den Wintersport dargelegt. "Am ersten Weltcup-Wochenende waren wir keine Minute live bei den öffentlich-rechtlichen Sendern zu sehen, das tut uns richtig weh", sagte der zweimalige Olympiasieger der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten.

Textgröße ändern:

Die Nordischen Kombinierer waren am vergangenen Wochenende in Ruka/Finnland in ihre Saison gestartet. Im Gegensatz zu "normalen" Zeiten stehen Rydzek und Co. noch bis zum 18. Dezember in Konkurrenz zum Fußball, der erst dann seinen Weltmeister kürt.

"Es ist schon schade, so verdrängt und ignoriert zu werden. Ich weiß nicht, was es für Verträge gibt, die es trotz des öffentlich-rechtlichen Auftrags erlauben, dass eine Sportart derart über andere gestellt wird", sagte Rydzek: "Eine Fußball-WM im Winter ist für uns Wintersportler echt bitter. Ich hoffe deshalb, dass diese Terminverschiebung einmalig bleiben wird."

Der sechsmalige Weltmeister hätte dazu begrüßt, wenn die Fußballer in Katar klarere politische Zeichen gesetzt hätten: "Sie stecken in einer ähnlichen Zwickmühle wie wir im Februar bei den Olympischen Spielen in Peking", so Rydzek: "Angesichts der Menschenrechtslage, der fehlenden Demokratie, Pressefreiheit und Nachhaltigkeit hätten diese Großveranstaltungen niemals nach China und Katar vergeben werden dürfen." Es gebe "sicher keinen Athleten, der hinter diesen Entscheidungen steht".

Auch merke man, "dass im deutschen Team viele Spieler des FC Bayern sind, die selbstverständlich von der Partnerschaft ihres Klubs mit Katar profitieren. Die Wortwahl könnte sicherlich etwas offensiver sein." Dazu fehle ihm "bislang auch ein klares, eindeutiges Zeichen. Die Mannschaft hat zwar mit ihrer Geste vor dem Japan-Spiel angedeutet, dass sie sich den Mund nicht verbieten lässt, aber genau das ist ja letztendlich passiert."

P.Murphy--TNT

Empfohlen

MotoGP: Márquez feiert fünften Doppelsieg der Saison

Weltmeister Marc Márquez hat durch seinen fünften Doppelsieg in der laufenden MotoGP-Saison Tuchfühlung zu WM-Spitzenreiter Jorge Martín aufgenommen. Einen Tag nach dem Triumph im Sprint gewann der Spanier den Großen Preis von Japan auf der Ducati vor seinem Landsmann Martín und dem Italiener Marco Bezzecchi (Italien/beide Aprilia).

WTA-Turnier in Peking: Auch Sabalenka scheitert früh

Chance vertan: Aryna Sabalenka hat das Aus von Jelena Rybakina nicht für sich nutzen können und ist beim WTA-Turnier in Peking ebenfalls früh ausgeschieden. Die an Nummer zwei gesetzte Belarussin unterlag in der dritten Runde überraschend der Weltranglisten-34. Nikola Bartunkova aus Tschechien nach 1:35 Stunden mit 4:6, 3:6.

Nächster Sieg: Draisaitl bleibt Albtraum für die Kraken

Kein anderer ärgert die Seattle Kraken öfter als Leon Draisaitl, und auch diesmal lieferte der deutsche Eishockeystar ab. Beim 3:1-Sieg seiner Edmonton Oilers sorgte der Stürmer spät mit dem Treffer zum 2:1 für die Vorentscheidung (58.), Connor McDavid machte im NHL-Duell mit einem "Empty-Netter" den Deckel drauf (59.).

USA besiegen Mexiko: Sullivan jüngster Torschütze

Cavan Sullivan hat beim 3:0 (1:0) der USA gegen Erzrivale Mexiko Geschichte geschrieben. Der 17-Jährige erzielte im Testspiel in Glendale/Arizona das zwischenzeitliche 2:0 und wurde damit zum jüngsten Torschützen in der Geschichte der US-Nationalmannschaft. Sullivan, der im kommenden Jahr zu Manchester City wechseln soll, traf in der 62. Minute.

Textgröße ändern: