The National Times - Rekordzahl von acht Frauen ins Parlament von Bahrain gewählt

Rekordzahl von acht Frauen ins Parlament von Bahrain gewählt


Rekordzahl von acht Frauen ins Parlament von Bahrain gewählt
Rekordzahl von acht Frauen ins Parlament von Bahrain gewählt / Foto: © AFP

Im neuen Parlament des Königreichs Bahrain sind so viele Frauen wie noch nie vertreten. Acht der 40 Sitze entfallen auf weibliche Abgeordnete, wie aus den am Sonntag von der staatlichen Nachrichtenagentur Bahrain News Agency veröffentlichen Ergebnissen hervorgeht. Bislang saßen sechs Frauen im Unterhaus. Auch viele erstmals im Parlament vertretene Politiker konnten sich bei der Wahl durchsetzen, die allerdings ohne die Opposition stattfand.

Textgröße ändern:

Die beiden wichtigsten Oppositionsgruppen waren im Vorfeld von der Teilnahme ausgeschlossen worden. Die Einschränkungen hatten zu Boykottaufrufen und Protestaktionen geführt. Unter anderem kam es zu Hacker-Angriffen auf die Internetseiten des Parlaments und der staatlichen Nachrichtenagentur sowie auf die offizielle Wahlseite.

Insgesamt hatten sich mehr als 330 Kandidaten, darunter 73 Frauen, um den Einzug ins Parlament beworben. In der ersten Wahlrunde am 12. November setzten sich sechs Kandidaten durch, in der zweiten Runde am Samstag weitere 34.

Bahrain wird seit 1999 von König Hamid bin Isa al-Chalifa regiert. Das Unterhaus berät über Gesetzentwürfe des Königs, kann sie aber lediglich abnicken. Die Macht, sie zu blockieren, hat lediglich das Oberhaus, dessen Mitglieder vom König ernannt werden.

Proteste der Opposition während des Arabischen Frühlings waren im März 2011 mit Hilfe saudiarabischer Truppen niedergeschlagen worden. Seitdem wurden dutzende Oppositionelle inhaftiert, hunderte verloren ihre Staatsbürgerschaft.

C.Bell--TNT

Empfohlen

Iran bekräftigt Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen

Die iranische Regierung hat ihren bereits zuvor unterbreiteten Vorschlag an die USA zur Öffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen bekräftigt. "Die Frist von sieben Tagen beginnt, sobald die Vereinigten Staaten diesen Plan akzeptieren", sagte Außenminister Abbas Araghtschi am Freitag vor Journalisten bei der UNO in New York. Die Entscheidung liege nun in Washington.

Trump postete höchstwahrscheinlich KI-retuschiertes Bild von Xis Staatsbesuch

Ein von US-Präsident Donald Trump veröffentlichtes Foto vom Staatsbesuch seines chinesischen Kollegen Xi Jinping ist nach Ansicht von Fachleuten höchstwahrscheinlich mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz retuschiert worden, um einen unvorteilhaften Gesichtsausdruck zu verändern. Der Datenforensiker Matthew Stamm von der Drexel University sagte der Nachrichtenagentur AFP, das von Trump veröffentlichte Foto, auf dem der Präsident neben Xi während des Überflugs eines Jets salutiert, weise "mit hoher Sicherheit" Spuren auf, "die von generativer KI hinterlassen wurden."

Cambridge-Analytica-Skandal: Facebook-Mutter Meta unterliegt vor US-Gericht

Gut acht Jahre nach dem Cambridge-Analytica-Skandal um den Missbrauch von Facebook-Nutzerdaten hat der Mutterkonzern Meta einen Prozess in den USA verloren. Ein Geschworenengericht in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico entschied am Freitag nach Angaben von US-Medien, Meta habe Nutzer über den Schutz ihrer Daten getäuscht. Dem Konzern droht nun eine Geldbuße in Milliardenhöhe.

Putin: Russland bereitet sich nicht auf "irgendeine Art von Kampf mit Europa" vor

Russlands Präsident Wladimir Putin hat beteuert, dass sich sein Land "nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa" vorbereite. "Viele in Europa sagen, dass sie eine Aggression vonseiten der Russischen Föderation erwarten und dass sie sich deshalb selbst auf Kämpfe, auf einen Krieg mit Russland, vorbereiten müssen", sagte Putin am Freitag vor Journalisten in St. Petersburg. Er wolle jedoch nochmals unterstreichen, dass Russland keine Vorbereitungen für eine solche Aggression treffe.

Textgröße ändern: