The National Times - US-Opferfamilien erzielen nach Grundschul-Massaker Vergleich mit Waffenhersteller

US-Opferfamilien erzielen nach Grundschul-Massaker Vergleich mit Waffenhersteller


US-Opferfamilien erzielen nach Grundschul-Massaker Vergleich mit Waffenhersteller
US-Opferfamilien erzielen nach Grundschul-Massaker Vergleich mit Waffenhersteller

Knapp zehn Jahre nach dem Massaker an der Sandy-Hook-Grundschule im US-Bundesstaat Connecticut hat der Waffenhersteller Remington einem Vergleich mit Opferfamilien zugestimmt. Die Kläger erhalten eine Entschädigung von 73 Millionen Dollar (65 Millionen Euro), wie ein Opferanwalt am Dienstag sagte. Bei der Attacke mit 26 Toten hatte der Angreifer ein von Remington hergestelltes Sturmgewehr verwendet. Medienberichten zufolge ist es das erste Mal, dass ein Hersteller für ein Schusswaffenmassaker zur Verantwortung gezogen wird.

Textgröße ändern:

Der 20-jährige Täter Adam Lanza hatte bei seinem Angriff auf die Sandy-Hook-Grundschule in der Stadt Newtown am 14. Dezember 2012 mit einem halbautomatischen Gewehr vom Typ Bushmaster 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen. Anschließend nahm er sich das Leben. Es war eines der schlimmsten Schulmassaker in der US-Geschichte.

Opferfamilien zogen in der Folge gegen Remington vor Gericht. Sie argumentierten, dass das Unternehmen wissentlich eine Waffe militärischen Typs verkauft habe, die für den zivilen Gebrauch "in eklatanter Weise ungeeignet" sei.

Das halbautomatische Gewehr, das dem bekannten Modell AR-15 ähnelt, sei in unmoralischer Weise vermarktet worden, indem gegenüber einer Kundschaft aus Privatleuten seine Eignung für Kriegssituationen herausgestellt worden sei. Die Kläger hoben auch hervor, dass die AR-15 und ähnliche Sturmgewehre die meistgebrauchten Waffen bei Schusswaffenangriffen in den USA mit einer größeren Zahl von Toten seien.

Ein Gericht hatte die Klage zunächst abgewiesen. Sie wurde dann aber im März 2019 vom Obersten Gerichtshof von Connecticut zugelassen. Der US-Kongress hatte zwar 2005 ein Gesetz verabschiedet, das Waffenhersteller vor Klagen schützt, wenn ihre Waffen bei Verbrechen eingesetzt werden. Das Gericht erklärte aber, Remington könne wegen eines Verstoßes gegen Gesetze gegen unfaire Handelspraktiken verklagt werden.

Lanza hatte das Gewehr zwei Jahre vor dem Massaker von seiner Mutter geschenkt bekommen, die ein großer Waffenfan war. Lanza, der unter psychischen Problem litt, tötete mit dem Gewehr seine Mutter, bevor er die Schule angriff.

C.Bell--TNT

Empfohlen

USA und Iran weiten Angriffe deutlich aus - Zwei Tote laut iranischen Staatsmedien

Die USA und der Iran haben ihre militärische Konfrontation am Dienstag deutlich verschärft. US-Streitkräfte griffen nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran an, Teheran meldete daraufhin Raketen- und Drohnenschläge auf US-Stützpunkte in der Region. US-Präsident Donald Trump drohte mit noch "viel härteren" Angriffen. Bei einem US-Angriff auf ein Wohnhaus während einer Hochzeitsfeier wurden nach iranischen Behördenangaben zwei Menschen getötet.

Anschlagsversuch in Leipzig: AfD-Spitzenkandidat Siegmund fordert Diplomatie statt Sanktionen

Der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, hat nach dem mutmaßlich russischen Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig Anfang August Diplomatie statt neuer Sanktionen gegen Russland gefordert. "Diplomatie. Miteinander reden", sagte Siegmund dem Portal "The Pioneer" am Rande einer Wahlkampfveranstaltung am Dienstag auf die Frage, welche Maßnahmen die Bundesregierung nun gegen Russland ergreifen solle. Es müsse gefragt werden, was der bisherige Kurs des Westens gegenüber Moskau in den vergangenen Jahren gebracht habe.

Anschlagsversuch in Leipzig: Paris unterstützt neue europäische Sanktionen gegen Russland

Nach dem mutmaßlich russischen Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig Anfang August hat der französische Präsident Emmanuel Macron sich für ein verschärftes Vorgehen gegen Moskau ausgesprochen. Frankreich "unterstützt die Verabschiedung neuer europäischer Sanktionen gegen Russland", erklärte Macron am Dienstagabend im Onlinedienst X. Er sei "voll und ganz solidarisch mit Deutschland", fügte der französische Staatschef hinzu.

Sachsens Innenminister nennt Anschlagsversuch in Leipzig "Staatsterrorismus"

Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) hat mit Blick auf den Anschlagsversuch auf den Leipziger Flughafen von "Staatsterrorismus" gesprochen und vor einer "neuen terroristischen Bedrohung" gewarnt. "Die deutschen Sicherheitsbehörden haben angesichts der Häufigkeit und Intensität von Angriffen wie am Leipziger Flughafen eine neue Gefährdungslage zu bewältigen, weil diese Anschläge eine gänzlich neue terroristische Bedrohung darstellen, die man klar als Staatsterrorismus benennen und bekämpfen muss", sagte Schuster den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben).

Textgröße ändern: