The National Times - Südkorea meldet Mobilisierung von 180 Kriegsflugzeugen in Nordkorea

Südkorea meldet Mobilisierung von 180 Kriegsflugzeugen in Nordkorea


Südkorea meldet Mobilisierung von 180 Kriegsflugzeugen in Nordkorea
Südkorea meldet Mobilisierung von 180 Kriegsflugzeugen in Nordkorea / Foto: © South Korean Defence Ministry/AFP

Südkorea hat am Freitag mit erhöhter Alarmbereitschaft auf die Mobilisierung von Kampfjets in Nordkorea reagiert. "Unser Militär hat etwa 180 nordkoreanische Kriegsflugzeuge erfasst", erklärten Seouls Generalstabschefs. Südkorea habe daraufhin "80 Kampfjets in Bereitschaft versetzt", darunter auch Tarnkappen-Kampfflugzeuge. Auch Flugzeuge, die in die gemeinsamen Militärübungen mit den USA eingebunden sind, blieben demnach "in Bereitschaft".

Textgröße ändern:

Den Angaben des Generalstabs zufolge erfolgte die Mobilisierung der nordkoreanischen Kampfjets im Luftraum der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang.

Nordkorea hatte die Spannungen in der Region in den vergangenen Tagen mit mehreren Raketenstarts angeheizt. In der Nacht zum Freitag schoss Pjöngjang zudem Artillerie-Sperrfeuer auf die "maritime Pufferzone" im Seegebiet zwischen den beiden Ländern ab. Dem südkoreanischen Militär zufolge feuerte Nordkorea 80 Artilleriegeschosse ab, die in der Pufferzone landeten.

Die Regierung in Seoul verurteilte die "andauernden Drohungen", die auf der "rücksichtslosen Atomwaffen- und Raketenentwicklung" Nordkoreas beruhten.

Die USA und Südkorea halten derzeit ein gemeinsames Militärmanöver unter den Namen "Vigilant Storm" ab. Als Reaktion auf das Abfeuern einer Interkontinentalrakete durch Nordkorea am Donnerstag wurde das Manöver bis Samstag verlängert. Die USA forderten zudem die internationale Gemeinschaft zur lückenlosen Umsetzung der Sanktionen gegen Pjöngjang auf.

Washington und Seoul warnen seit Monaten davor, dass Nordkorea in naher Zukunft einen Atomwaffentest ausführen könnte. Es wäre der erste solche Test seit 2017. Insgesamt hat Nordkorea seit 2006 sechs Atomwaffentests ausgeführt.

L.Johnson--TNT

Empfohlen

Russland: Politikwissenschaftler Kynew wegen Drogenvorwürfen festgenommen

In Russland ist nach Angaben staatlicher Medien ein bekannter Politikwissenschaftler und Kommentator unter dem Vorwurf des Drogenhandels festgenommen worden. Den Berichten vom Freitag zufolge hatte ein Gericht die Festnahme von Alexander Kynew wegen Anschuldigungen des illegalen Handels und der Verbreitung von Drogen angeordnet, was in Russland mit Haftstrafen zwischen zehn und 20 Jahren belegt werden kann.

Münchner Migrationskonferenz: Pläne für Frontex-Ausbau zu "Rückführungsagentur"

Bei der am Samstag in München stattfindenden Migrationskonferenz sollen auch Gespräche über eine Erweiterung des Mandats der Grenzschutzagentur Frontex für Rückführungen geführt werden. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) plane, Frontex "zu einer Grenzschutz- und echten Rückführungsagentur" zu machen, sagte eine Sprecherin seines Ministeriums am Freitag auf AFP-Anfrage. Zuerst hatte der "Münchner Merkur" über die Pläne berichtet.

Pistorius würdigt in Ungarn "Neustart" in den bilateralen Beziehungen

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat bei einem Besuch in Ungarn den "Neustart" in den Beziehungen zwischen Berlin und Budapest gewürdigt. "Die Zusammenarbeit wird täglich enger", sagte Pistorius am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem ungarischen Kollegen Romulusz Ruszin-Szendi in Budapest. "Berlin und Budapest wachsen politisch wieder enger zusammen."

Scharfe Kritik an Stopp von Stolpersteinen in sächsischem Heidenau

Der Stopp von Stolpersteinen im sächsischen Heidenau stößt auf Kritik und entsetzte Reaktionen. Israels Botschafter Ron Prosor erklärte am Freitag: "Ich bin beschämt". Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) sprach von einem "Skandal".

Textgröße ändern: