The National Times - USA fordern nach nordkoreanischen Raketenstarts Einhaltung von Sanktionen

USA fordern nach nordkoreanischen Raketenstarts Einhaltung von Sanktionen


USA fordern nach nordkoreanischen Raketenstarts Einhaltung von Sanktionen
USA fordern nach nordkoreanischen Raketenstarts Einhaltung von Sanktionen / Foto: © AFP

Nach drei weiteren von Südkorea gemeldeten nordkoreanischen Raketenstarts am Donnerstag haben die USA die Weltgemeinschaft zur Durchsetzung von Sanktionen gegen die Regierung in Pjöngjang aufgefordert. Es sei wichtig, dass "alle Staaten die auf Nordkorea bezogenen Sanktionen des UN-Sicherheitsrats umsetzen", die derartige "destabilisierenden Raketentests" unterbinden sollten, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price. China und Russland hatten zuletzt im Mai weitergehende Sanktionen gegen Nordkorea im Sicherheitsrat verhindert.

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Nordkorea hatte nach Angaben der südkoreanischen Armee am Donnerstag eine ballistische Interkontinentalrakete und zwei Kurzstreckenraketen abgeschossen. Der Abschuss der Interkontinentalrakete schlug nach Angaben des südkoreanischen Militärs allerdings "vermutlich fehl".

Lokalmedien zufolge ertönten auf der südkoreanischen Insel Ulleungdo am Donnerstag wie bereits am Vortag Luftschutzsirenen. Auch im Norden Japans wurde dem japanischen Verteidigungsministerium zufolge die Bevölkerung gewarnt. Anders als zunächst von der Regierung in Tokio vermeldet, überflog nach ihren Angaben keine nordkoreanische Rakete japanisches Staatsgebiet Verteidigungsminister Yasukazu Hamada erklärte, die Rakete habe keine japanischen Inseln überquert und sei stattdessen "über dem Japanischen Meer verschwunden".

Südkoreas Armee vermutete nach eigenen Angaben, dass die erste Rakete gegen 7.40 Uhr Ortszeit (23.40 Uhr MEZ) aus dem Bezirk Sunan der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang abgefeuert wurde. Die zwei später abgefeuerten Geschosse seien mutmaßlich gegen 8.39 Uhr Ortszeit aus der Stadt Kaechon gestartet. Die südkoreanische Armee verbleibe "in voller Bereitschaft", arbeite "eng mit den USA zusammen" und verstärke "Überwachung und Wachsamkeit".

US-Außenministeriumssprecher Price erklärte, die Raketenstarts seien eine "eindeutige Verletzung" der Resolutionen des UN-Sicherheitsrats, die den Abschuss von Interkontinentalraketen verbieten. Sie zeigten, dass Nordkorea eine Bedrohung für "seine Nachbarn, die Region, den internationalen Frieden und die Sicherheit sowie die globalen Regeln für Rüstungskontrolle" sei.

Nordkorea hatte bereits am Mittwoch 23 Raketen abgefeuert und so die Spannungen mit Südkorea erheblich verschärft. Nach Angaben der südkoreanischen Armee hatte eine der Raketen die De-Facto-Seegrenze zwischen Nord- und Südkorea überquert. Laut Generalstab kam sie den südkoreanischen Hoheitsgewässern "so nahe wie nie zuvor" eine Rakete seit Ende des Koreakriegs im Jahr 1953 und schlug nur 57 Kilometer östlich des südkoreanischen Festlands ins Meer ein.

Die Raketenabschüsse durch Nordkorea erfolgen, während die USA und Südkorea ihre bisher größten gemeinsamen Luftübungen unter dem Namen "Vigilant Storm" abhalten. An dem Manöver sind hunderte Kampfflugzeuge beider Länder beteiligt.

Washington und Seoul warnen seit Monaten davor, dass Nordkorea in naher Zukunft einen Atomwaffentest ausführen könnte. Es wäre der erste solche Test seit 2017. Insgesamt hat Nordkorea seit 2006 sechs Atomwaffentests ausgeführt.

D.S.Robertson--TNT

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