The National Times - CDU-Außenpolitiker Hardt mahnt zu "Zurückhaltung" in Debatte um WM in Katar

CDU-Außenpolitiker Hardt mahnt zu "Zurückhaltung" in Debatte um WM in Katar


CDU-Außenpolitiker Hardt mahnt zu "Zurückhaltung" in Debatte um WM in Katar
CDU-Außenpolitiker Hardt mahnt zu "Zurückhaltung" in Debatte um WM in Katar / Foto: © AFP

Der CDU-Außenpolitikexperte Jürgen Hardt hat in der Debatte über die Menschenrechtslage in Katar vor der Fußball-Weltmeisterschaft "zu Zurückhaltung" gemahnt. Mittel- und langfristig sei in der Region nach seiner Überzeugung "Bewegung möglich", sagte Hardt am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Deutschlands Einfluss darauf werde jedoch durch eine "große Konfrontation" rund um die WM eher abnehmen. "Das wird eher dafür sorgen, dass wir uns weiter entfremden."

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Deutschland tue gut daran "zu respektieren, dass Kataris sehr stolz auf diese Spiele sind", sagte Hardt. Das gelte nicht nur für die regierenden Scheichs, sondern auch die Bevölkerung. Auch diese werde es "nicht verstehen, wenn wir die Fußball-Weltmeisterschaft ausschließlich unter dieser Brille betrachten", fügte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag hinzu.

Letztlich gehe es darum, dass Deutschland seinen Einfluss längerfristiger nutze, um die Lage der Menschen zu verbessern, betonte Hardt. Der Weg dazu sei eine intensivere Zusammenarbeit mit Katar. Es sei zwar richtig, dass Thema Menschenrechte im Umfeld des Turniers zu diskutieren. Aber wenn allein diese Debatte bei der WM "im Mittelpunkt" stehe, dann würden die Menschen enttäuscht. Es gehe darum, sie "emotional auf unsere Seite" zu ziehen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hält sich derzeit zu einer Reise in Katar auf, bei der Menschenrechtsfragen im Mittelpunkt stehen sollen. Sie wird von einer Delegation des Deutschen Fußballbundes (DFB) begleitet. Faeser hatte mit Kritik an dem WM-Ausrichter zuvor empörte Reaktionen des Emirats und anderer Golf-Monarchien hervorgerufen. Katar bestellte nach Angaben des Außenministeriums in Doha unter anderem den deutschen Botschafter ein.

Die auch für Sport zuständige Bundesinnenministerin hatte dem ARD-Magazin "Monitor" mit Blick auf das WM-Gastgeberland und die Menschenrechtslage gesagt, es wäre besser, "dass das nicht in solche Staaten vergeben wird". Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Luise Amtsberg (Grüne), hatte am Sonntag erklärt, auf ihre ursprünglich geplante Mitreise zu verzichten.

S.M.Riley--TNT

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