The National Times - Britische Innenministerin räumt weiteres Fehlverhalten ein

Britische Innenministerin räumt weiteres Fehlverhalten ein


Britische Innenministerin räumt weiteres Fehlverhalten ein
Britische Innenministerin räumt weiteres Fehlverhalten ein / Foto: © AFP/Archiv

Die britische Innenministerin Suella Braverman hat weiteres Fehlverhalten im Umgang mit Regierungsunterlagen eingeräumt. Rund anderthalb Wochen, nachdem Braverman wegen der Nutzung ihrer privaten E-Mailadresse zum Verschicken eines offiziellen Dokuments zurückgetreten war, gab die inzwischen erneut ernannte Ministerin zu, insgesamt sechsmal Regierungsunterlagen an ihren privaten Mailaccount verschickt zu haben. Keines der Dokumente sei jedoch als vertraulich eingestuft gewesen, betonte sie in einem Schreiben an den Innenausschuss des Parlaments.

Textgröße ändern:

Der neue britische Premierministerin Rishi Sunak hatte Braverman bei seinem Amtsantritt vergangene Woche erneut zur Innenministerin berufen. Die Opposition hatte den Schritt scharf kritisiert.

In ihrem Schreiben an den Innenausschuss erklärte Braverman, sie habe bei mehreren Gelegenheiten ihr Diensthandy für Videokonferenzen genutzt und daher ihr Privathandy genutzt, um gleichzeitig auf Unterlagen zugreifen zu können. Keines der betroffenen Dokumente habe Fragen der nationalen Sicherheit, Geheimdienstfragen oder Themen der Cybersicherheit betroffen.

Oppositionsvertreter hatten Braverman bereits nach dem ersten von ihr eingeräumten Vorfall vorgeworfen, sie stelle ein Sicherheitsrisiko dar. Am Montag kritisierte die Abgeordnete Wendy Chamberlain von den Liberaldemokraten, die Ministerin habe Regelverstöße "im industriellen Maßstab" begangen und müsse daher sofort zurücktreten. Ein Regierungssprecher betonte derweil, Premier Sunak habe weiterhin volles Vertrauen zu Braverman. Am Nachmittag sollte die Ministerin erstmals in der Fragestunde des Parlaments Rede und Antwort stehen.

E.Cox--TNT

Empfohlen

Mehr als hunderttausend Studierende warten auf Wohnheimplätze in Deutschland

Mehr als hunderttausend Studierende warten derzeit in Deutschland auf Wohnheimplätze. Wie das Deutsche Studierendenwerk (DSW) am Freitag in Berlin mitteilte, waren Mitte September allein in München und Aachen noch jeweils mehr als zehntausend Wartende zu verzeichnen. Grund für die extrem langen Wartelisten für die Wohnheimplätze der Studierendenwerke sei der hohe Kostendruck bei den Mieten, erklärte der DSW-Vorstandsvorsitzende Matthias Anbuhl.

Zentralratspräsident Schuster für Prüfung der Beobachtung der Berliner Linken

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, hat sich für die Prüfung der Beobachtung der Berliner Linken durch den Verfassungsschutz ausgesprochen. Er halte dies "generell für richtig und wichtig, wenn in Parteien extremistische Einstellungen geäußert werden und dies zum Teil auch unwidersprochen geschieht", sagte Schuster in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Er äußerte dabei Zweifel, dass die Berliner Linke ein verlässlicher Partner im Kampf gegen Antisemitismus sein könne.

Kreml: EU-Sanktionen gegen Journalistin Fedorova sind "rechtswidrig"

Die russische Regierung hat die EU-Sanktionen gegen die ehemalige Chefredakteurin des russischen Staatssenders RT Frankreich, Xenia Fedorova, als "rechtswidrig" kritisiert. Bei der Entscheidung, Fedorova auf die EU-Sanktionsliste zu setzen, handele es sich um "die Verfolgung einer Medienvertreterin", erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag. "Medien werden ganz offen unter Druck gesetzt", fügte er hinzu.

Niedersachsen: AfD wählt Fraktionschef Wichmann zu Spitzenkandidat für Landtagswahl

Ein Jahr vor der Landtagswahl in Niedersachsen hat die AfD ihren Landtagsfraktionschef Klaus Wichmann zum Spitzenkandidaten gekürt. Der 62-Jährige wurde am Freitag auf einem Parteitag in Dötlingen mit knapp 94 Prozent auf Platz eins der Landesliste gewählt, wie die Partei mitteilte. Der studierte Jurist führt die AfD-Fraktion seit Februar 2024.

Textgröße ändern: