The National Times - Putin fordert wegen angeblicher "schmutziger Bombe" IAEA-Mission in Ukraine

Putin fordert wegen angeblicher "schmutziger Bombe" IAEA-Mission in Ukraine


Putin fordert wegen angeblicher "schmutziger Bombe" IAEA-Mission in  Ukraine
Putin fordert wegen angeblicher "schmutziger Bombe" IAEA-Mission in Ukraine / Foto: © SPUTNIK/AFP

Der russische Präsident Wladimir Putin hat wegen angeblicher Vorbereitungen der Ukraine auf den Einsatz einer "schmutzigen Bombe" eine schnellstmögliche Mission der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in dem Nachbarland gefordert. Die IAEA solle "so schnell und so umfassend wie möglich" in die Ukraine kommen, denn Moskau wisse, "dass die Behörden in Kiew alles tun, um die Spuren dieser Vorbereitungen zu verwischen", sagte Putin am Donnerstag.

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"Sie arbeiten daran", sagte Putin unter Bezug auf die "schmutzige Bombe" in einer Rede beim Internationalen Waldai-Diskussionsforum in Moskau. "Wir wissen sogar, wo das ungefähr (in der Ukraine) gemacht wird", fügte er hinzu.

Moskau erhebt seit Tagen die Anschuldigung, die Ukraine arbeite an einer sogenannten schmutzigen Bombe. Die Ukraine sei "in der abschließenden Phase" der Herstellung, erklärte am Montag Generalleutnant Igor Kirillow, der in der russischen Armee für radioaktive, biologische und chemische Substanzen zuständig ist. Die Ukraine und ihre westlichen Unterstützer weisen die Anschuldigung vehement zurück.

Bei einer "schmutzigen Bombe" handelt es sich um einen konventionellen Sprengkörper, der bei seiner Explosion radioaktives Material in der Umgebung verteilt. Im Unterschied zu Atombomben gibt es bei solchen Sprengkörpern keine nukleare Explosion.

Putin relativierte in seiner Rede auch seine früheren Äußerungen zu den russischen Atomwaffen. Er habe damit lediglich auf die Drohungen seiner Gegner reagiert, sagte er. "Wir haben nie über die Möglichkeit des Einsatzes von Atomwaffen gesprochen. Wir haben lediglich Andeutungen als Antwort auf die Erklärungen anderer Länder gemacht", versicherte der russische Präsident.

In seiner Rede bezeichnete Putin das kommende Jahrzehnt als das "gefährlichste" seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. "Vor uns liegt wahrscheinlich das gefährlichste, unvorhersehbarste und gleichzeitig wichtigste Jahrzehnt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs", sagte Putin. Die Ukraine-Offensive sei nur ein Teil der "tektonischen Verschiebungen der gesamten Weltordnung", sagte der Kreml-Chef.

Dem Westen warf Putin erneut vor, die Welt dominieren zu wollen. Die "historische Periode der ungeteilten Dominanz des Westens im Weltgeschehen" neige sich aber dem Ende zu. Die "unipolare Welt" gehöre der Vergangenheit an. "Wir befinden uns an einer historischen Grenze", sagte Putin.

Russland wolle lediglich "sein Existenzrecht verteidigen", betonte der Kreml-Chef. Den Westen beschuldigte er, Russland "von der politischen Landkarte tilgen" zu wollen.

A.Parker--TNT

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