The National Times - Biden erklärt sich mit Teilnehmern von Massenprotesten im Iran solidarisch

Biden erklärt sich mit Teilnehmern von Massenprotesten im Iran solidarisch


Biden erklärt sich mit Teilnehmern von Massenprotesten im Iran solidarisch
Biden erklärt sich mit Teilnehmern von Massenprotesten im Iran solidarisch / Foto: © AFP

US-Präsident Joe Biden hat den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Massenproteste im Iran seine Solidarität versichert. "Ich möchte, dass Ihr wisst, dass wir auf der Seite der Bürger, der mutigen Frauen des Iran stehen", sagte Biden am Freitag in einer Hochschule im kalifornischen Irvine vor einer Gruppe von Demonstranten, die sich für Freiheitsrechte im Iran aussprachen. In der Islamischen Republik sei eine Bewegung erwacht, die nach seiner Einschätzung "lange, lange nicht ruhig gestellt werden wird".

Textgröße ändern:

"Frauen in aller Welt werden auf verschiedene Weise verfolgt, aber sie sollten in Gottes Namen tragen dürfen, was sie tragen wollen", sagte Biden mit Blick auf die strikte Schleier-Pflicht für Frauen im Iran. Die Führung in Teheran müsse "die Gewalt gegen ihre eigenen Bürgerinnen und Bürger beenden, die einfach ihre grundlegenden Rechte ausüben". In der nahe Los Angeles gelegenen Stadt Irvine lebt eine große iranischstämmige Gemeinde.

Die Proteste im Iran waren durch den Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini ausgelöst worden. Die 22-Jährige war am 16. September in Teheran gestorben, nachdem sie dort drei Tage zuvor von der Sittenpolizei wegen des Vorwurfs festgenommen wurde, ihr Kopftuch nicht den Vorschriften entsprechend getragen zu haben.

Nach Angaben der in Oslo ansässigen Organisation Iran Human Rights wurden bereits mehr als hundert Menschen bei den Demonstrationen getötet. Laut Amnesty International zählen auch mindestens 23 Minderjährige zu den Todesopfern.

US-Außenminister Antony Blinken empfing am Freitag Vertreterinnen der iranischen Diaspora. US-Vizepräsidentin Kamala Harris sprach mit der Schauspielerin und Aktivistin Nazanin Boniadi. Dabei lobte Harris "den Mut dieser Frauen" im Iran als Inspiration.

Für Samstag riefen iranische Aktivisten im Internet zu weiteren landesweiten Protesten gegen die Führung in Teheran auf. Die Proteste sollten unter dem Motto "Der Anfang des Endes" stehen. Die Aktivisten rieten dazu, an Orten zu demonstrieren, an denen keine Sicherheitskräfte anwesend sind. Dabei sollten die Protestierenden mit Blick auf den geistlichen Führer Ayatollah Ali Chamenei "Tod dem Diktator" rufen.

C.Bell--TNT

Empfohlen

Peseschkian sieht Entscheidung über Ende des Iran-Kriegs bei den USA

Irans Präsident Massud Peseschkian sieht die Entscheidung über ein Ende des Iran-Kriegs bei den USA. "Wir wollen nicht weitermachen", sagte Peseschkian dem US-Sender Fox News in einem am Donnerstag ausgestrahlten Interview. "Amerika muss entscheiden, ob es dies beenden will oder nicht", sagte er laut der Übersetzung des Senders. Dem Iran sei der Krieg "aufgezwungen" worden. Verantwortlich dafür seien "von Israel ausgehende Provokationen".

Xi von Trump zu Staatsbankett im Weißen Haus empfangen

US-Präsident Donald Trump hat Chinas Staatschef Xi Jinping und dessen Frau Peng Liyuan zu einem Staatsbankett im Weißen Haus empfangen. Unter den geladenen Gästen am Donnerstagabend waren auch die Spitzen der US-Tech-Elite, darunter Tesla-Chef Elon Musk, Nvidia-Chef Jensen Huang und OpenAI-Chef Sam Altman. Die Gästeliste unterstrich die Bedeutung von Konfliktthemen wie Künstliche Intelligenz (KI) und Handel bei Xis Besuch.

Pistorius trifft neuen ungarischen Verteidigungsminister in Budapest

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) reist am Freitag zu politischen Gesprächen nach Ungarn. Im Mittelpunkt des Besuchs in Budapest steht der Austausch mit seinem neuen ungarischen Amtskollegen Romulusz Ruszin-Szendi über die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich. Für 12.15 Uhr ist zunächst eine Kranzniederlegung am Denkmal des Unbekannten Soldaten auf dem Heldenplatz geplant, gegen 13.00 Uhr beginnen die Beratungen. Um 14.00 Uhr wollen beide Minister vor die Presse treten.

Wadephul trifft bei Kanada-Besuch Außenministerin und Verteidigungsminister

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) setzt am Freitag seine Nordamerika-Reise mit politischen Gesprächen in Ottawa fort. Zunächst trifft er dort seine kanadische Amtskollegin Anita Anand. Für 11.25 Uhr Ortszeit (17.25 Uhr MESZ) ist eine gemeinsame Begegnung mit der Presse vorgesehen. Wadephul war bereits am Donnerstag von New York nach Ottawa geflogen. In New York hatte er die UN-Generaldebatte verfolgt.

Textgröße ändern: