The National Times - Zehn Verletzte durch Raketeneinschläge im Zentrum Bagdads

Zehn Verletzte durch Raketeneinschläge im Zentrum Bagdads


Zehn Verletzte durch Raketeneinschläge im Zentrum Bagdads
Zehn Verletzte durch Raketeneinschläge im Zentrum Bagdads / Foto: © AFP

Die "Grüne Zone" in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist am Donnerstag von Raketen getroffen worden - zu dem Moment, als sich das Parlament zur Wahl eines neuen Staatschefs versammelt hatte. Die Raketen schlugen in der Zone der Hauptstadt ein, in der das Parlament, Botschaften und Regierungseinrichtungen liegen, wie ein AFP-Reporter berichtete.

Textgröße ändern:

Auch ein benachbartes Viertel wurde nach einer Erklärung der Sicherheitskräfte in Mitleidenschaft gezogen. Zehn Menschen wurden demnach verletzt, darunter Angehörige der Garde, die über die Sicherheit der Abgeordneten wacht. Zu den Angriffen bekannte sich zunächst niemand.

Seit der Parlamentswahl vom 10. Oktober 2021 konnten sich die führenden politischen Vertreter des Landes nicht auf einen Präsidenten und auf einen Regierungschef einigen. Im Hintergrund toben Machtkämpfe zwischen zwei pro-iranischen Fraktionen.

Das Präsidentenamt geht traditionell an einen Vertreter der kurdischen Minderheit. Das Parlament versuchte in diesem Jahr bereits drei Mal, einen Präsidenten zu wählen. Die Zwei-Drittel-Mehrheit wurde aber jeweils verfehlt.

Der bisherige Präsident Barham Saleh, der sich um eine Wiederwahl bewirbt, sieht sich mit einem Konkurrenten aus den eigenen Reihen konfrontiert - dem früheren Minister Abdel Latif Raschid. Der 78-Jährige konnte in einem ersten Durchgang zwar eine Mehrheit erzielen, verfehlte aber die nötigen 220 Stimmen. Nach der Wahl des Präsidenten kann dieser der größten parlamentarischen Gruppe einen Regierungschef vorschlagen.

Der einflussreiche Schiitenführer Moktada Sadr hat bereits Neuwahlen gefordert. Tausende folgten seinen Demonstrationsaufrufen. Ende August wurden mehr als 30 Anhänger des Schiitenführers bei Zusammenstößen mit der Armee und anderen Militäreinheiten getötet.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Pistorius trifft neuen ungarischen Verteidigungsminister in Budapest

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) reist am Freitag zu politischen Gesprächen nach Ungarn. Im Mittelpunkt des Besuchs in Budapest steht der Austausch mit seinem neuen ungarischen Amtskollegen Romulusz Ruszin-Szendi über die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich. Für 12.15 Uhr ist zunächst eine Kranzniederlegung am Denkmal des Unbekannten Soldaten auf dem Heldenplatz geplant, gegen 13.00 Uhr beginnen die Beratungen. Um 14.00 Uhr wollen beide Minister vor die Presse treten.

Wadephul trifft bei Kanada-Besuch Außenministerin und Verteidigungsminister

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) setzt am Freitag seine Nordamerika-Reise mit politischen Gesprächen in Ottawa fort. Zunächst trifft er dort seine kanadische Amtskollegin Anita Anand. Für 11.25 Uhr Ortszeit (17.25 Uhr MESZ) ist eine gemeinsame Begegnung mit der Presse vorgesehen. Wadephul war bereits am Donnerstag von New York nach Ottawa geflogen. In New York hatte er die UN-Generaldebatte verfolgt.

Berliner Linkspartei entscheidet bei Parteitag über Sondierungsgespräche

Nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin kommt die siegreiche Linkspartei am Freitag (17.00 Uhr) zu einem außerordentlichen Landesparteitag zusammen. Dieser soll nach Parteiangaben gegebenenfalls über die Aufnahme von Sondierungsgesprächen entscheiden. Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp kündigte nach dem Urnengang vom Sonntag Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit mit Grünen und SPD in der Bundeshauptstadt an.

Macron hält neue russische Mobilmachung für Ukraine-Krieg für "glaubwürdig"

Der französische Präsident Emmanuel Macron hält eine neue russische Mobilmachung für den Krieg in der Ukraine für "glaubwürdig". "Das heute glaubwürdige Szenario, das häufig geteilt wird, ist eines mit rund 300.000 Mann", sagte Macron am Donnerstagabend den französischen Sendern TF1 und France 2. Moskau sende ein Signal: "Wir sind bereit, noch größere Opfer zu bringen, um den gesamten Donbass einzunehmen", fügte Frankreichs Staatschef hinzu.

Textgröße ändern: