The National Times - Russland nimmt acht Verdächtige wegen Explosion auf Krim-Brücke fest

Russland nimmt acht Verdächtige wegen Explosion auf Krim-Brücke fest


Russland nimmt acht Verdächtige wegen Explosion auf Krim-Brücke fest
Russland nimmt acht Verdächtige wegen Explosion auf Krim-Brücke fest / Foto: © AFP

Nach der Bombenexplosion auf der Brücke vom russischen Festland zur von Russland annektierten Krim-Halbinsel hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB acht Verdächtige festgenommen. Es handele sich um fünf Russen sowie drei Bürger aus der Ukraine und Armenien, erklärte der FSB am Mittwoch nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen. Der Inlandsgeheimdienst teilte weiter mit, er habe zwei von Kiew geplante Anschläge auf russischem Territorium vereitelt.

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Am Samstag war die Krim-Brücke durch eine Bombenexplosion schwer beschädigt worden. Die Explosion tötete drei Menschen und löste einen Großbrand aus. Mittlerweile wurde der Verkehr auf der logistisch und symbolisch bedeutsamen Brücke teilweise wieder aufgenommen.

Der FSB machte in seiner Erklärung - so wie auch zuvor Präsident Wladimir Putin - den ukrainischen Militärgeheimdienst für den Anschlag auf die Brücke verantwortlich und sprach von einem "terroristischen Angriff". Ein Agent in Kiew habe den Transport des Sprengstoffs zu seinem Bestimmungsort koordiniert.

Der FSB zeichnete die Route des Sprengstoffs nach: Er war demnach in Paletten mit Plastikfolie mit einem Gesamtgewicht von 22.700 Kilogramm versteckt. Die Ladung habe auf einem Boot den ukrainischen Hafen Odessa in Richtung Bulgarien verlassen. Über den georgischen Hafen Poti seien sie dann über Land durch Armenien und schließlich nach Russland gelangt.

Ein Lastwagen mit georgischem Nummernschild passierte laut FSB am 4. Oktober mit dem versteckten Sprengstoff die russische Grenze. Am 6. Oktober, zwei Tage vor der Explosion auf der Krim-Brücke, habe das Fahrzeug die Region Krasnodar nahe der Krim erreicht.

Die Krim-Brücke ist von großer logistischer Bedeutung für Russland. So wird sie für den Transport von Militärausrüstung für russische Soldaten genutzt, die in der Ukraine kämpfen. Darüber hinaus war der Anschlag auf die Brücke von großer Symbolkraft, da Kreml-Chef Putin das Bauwerk 2018, vier Jahre nach der Annexion der Krim, persönlich eingeweiht hatte.

Russland reagierte am Montag mit massiven Raketenangriffen auf Kiew und andere ukrainische Städte, bei denen nach ukrainischen Behördenangaben mindestens 19 Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt wurden. Weitere Angriffe folgten am Dienstag.

Der FSB erklärte am Mittwoch laut russischen Nachrichtenagenturen, er habe zwei von Kiew geplante Angriffe auf russischem Territorium vereitelt: einen in der Nähe von Moskau und einen in Brjansk in der Nähe der Grenze zur Ukraine. Ein 1972 geborener Ukrainer sei festgenommen worden, weil er "Sabotage und terroristische Angriffe" mit tragbaren Raketenwerfern in der Region Moskau vorbereitet habe.

Der FSB führte aus, der Beschuldigte habe zwei Raketenwerfer vom Typ Igla in einem Versteck in einem Auto von Kiew über Estland nach Russland gebracht. Beschlagnahmte Kommunikationsmittel bestätigten, dass der Verdächtige Kontakt zu den ukrainischen Geheimdiensten gehabt habe.

Zudem nahm der FSB nach eigenen Angaben einen 1967 geborenen Ukrainer fest, der einen Sprengstoffanschlag in einem Logistik-Drehkreuz in Brjansk vorbereitet habe. Der Mann sei über Estland nach Russland eingereist und habe dort Bauteile für Sprengsätze an sich genommen, die der ukrainische Geheimdienst für ihn deponiert habe. Der Verdächtige habe außerdem Informationen über ein Lagerhaus eines Logistik-Unternehmens gesammelt, um dort eine "Hochleistungsexplosion" auszulösen.

Nach Angaben des FSB gaben beide Verdächtigen bereits die ihnen vorgeworfenen Handlungen zu. Sie arbeiteten mit den Ermittlern zusammen, hieß es weiter.

A.M.James--TNT

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