The National Times - Russland feuerte nach ukrainischen Angaben wieder 28 Raketen ab

Russland feuerte nach ukrainischen Angaben wieder 28 Raketen ab


Russland feuerte nach ukrainischen Angaben wieder 28 Raketen ab
Russland feuerte nach ukrainischen Angaben wieder 28 Raketen ab / Foto: © AFP

Russische Truppen haben nach Angaben der Ukraine am Dienstag insgesamt 28 Raketen auf das Land abgefeuert. Im Laufe des Tages seien "28 feindliche Raketen" abgefeuert worden, von denen 20 abgefangen werden konnten, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner Videoansprache am Dienstagabend. Zuvor hatte Selenskyj die G7-Staaten aufgefordert, sein Land beim Aufbau eines Luftabwehrsystems zu unterstützen. US-Präsident Biden sagte indes, der russische Präsident Wladimir Putin habe sich Ukraine-Krieg "verkalkuliert".

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Selenskyj sprach in seiner Videobotschaft auch von 15 Drohnen, "hauptsächlich iranische Angriffsdrohnen". Fast alle seien abgeschossen worden, sagte Selenskyj. Der ukrainische Generalstab berichtete indes von Luftangriffen, russischen Marschflugkörpern und Mehrfachraketenwerfern. Es habe Angriffe auf mehr als zwei Dutzend Städte und Dörfer im ganzen Land gegeben. In Lwiw im Westen trafen mindestens drei Raketen die Energieinfrastruktur, zahlreiche Haushalte waren ohne Strom, die Regierung rief die Bürger zum Stromsparen auf.

Nach einem Angriff auf die südukrainische Region Saporischschja am Dienstagabend wurden sieben Tote gemeldet. Sieben weitere Menschen seien bei den Angriffen auf die Städte Orichiw und Stepnohirsk verletzt worden, erklärte der stellvertretende Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kyrylo Tymoschenko.

Das russische Verteidigungsministerium bestätigte die erneuten Angriffe vom Dienstag und sprach von massiven Angriffe mit Langstrecken- und Hochpräzisionswaffen. Alle zugewiesenen Ziele seien getroffen worden, hieß es.

Am Dienstag gab die ukrainische Regierung auch die Freilassung von 32 ukrainischen Soldaten im Zuge eines weiteren Gefangenenaustausches mit Russland bekannt. Wie der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Andrij Jermak, im Onlinedienst Telegram mitteilte, wurde im Zuge der Vereinbarung zudem die Leiche eines Israelis übergeben, der auf Seiten der Ukraine gekämpft hatte.

In einer Videokonferenz mit den G7-Staaten forderte Selenskyj diese auf, sein Land beim Aufbau eines Luftabwehrsystems zu unterstützen. "Millionen Menschen werden der G7 dankbar sein für eine solche Hilfe", sagte Selenskyj.

Er warnte, Russlands Präsident Wladimir Putin könne die Situation noch weiter eskalieren. Putin sei "am Ende seiner Herrschaft angelangt", habe aber "noch die Möglichkeiten für weitere Eskalation". Dies sei "eine Gefahr für uns alle".

Die G7-Staaten sagten Selenskyj zu, die Ukraine "so lange wie nötig" finanziell, humanitär, militärisch, diplomatisch und rechtlich zu unterstützen. Wie der "Spiegel" meldete, übergab Deutschland ein erstes hochmodernes Luftverteidigungssystem an die Ukraine.

US-Präsident Joe Biden bescheinigte indes Präsident Wladimir Putin erhebliche Fehleinschätzungen im Ukraine-Krieg. Er halte Putin eigentlich für einen "rationalen Akteur", beim Angriffskrieg auf die Ukraine habe sich der Kreml-Chef aber "erheblich verkalkuliert", sagte Biden dem Fernsehsender CNN in einem Interview.

Putin habe vor allem den ukrainischen Widerstand gegen die russischen Besatzer unterschätzt, sagte Biden. "Er dachte, er würde mit offenen Armen empfangen werden", sagte Biden. "Ich denke, er hat sich einfach total verkalkuliert."

Am Montag hatte Russland in einer Serie massiver Raketenangriffe laut russischem Verteidigungsministerium insgesamt 83 Raketen abgefeuert, 41 davon konnten den Angaben zufolge von der ukrainischen Luftabwehr abgefangen werden. Dabei schlugen erstmals seit Monaten auch wieder Raketen in Kiew und im westukrainischen Lwiw ein. Mindestens 19 Menschen starben bei den Angriffen, 105 wurden verletzt. Russlands Präsident Wladimir Putin sprach von Vergeltungsangriffen nach einer Explosion auf der Krim-Brücke am Samstag.

M.A.Walters--TNT

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