The National Times - Putin zeigt sich "offen für Dialog" über Sicherheit von Akw Saporischschja

Putin zeigt sich "offen für Dialog" über Sicherheit von Akw Saporischschja


Putin zeigt sich "offen für Dialog" über Sicherheit von Akw Saporischschja
Putin zeigt sich "offen für Dialog" über Sicherheit von Akw Saporischschja / Foto: © SPUTNIK/AFP

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich im Konflikt um das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja dialogbereit gezeigt. Er sei "offen für einen Dialog" mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über das Akw Saporischschja, sagte der Kreml-Chef am Dienstag bei einem im russischen Staatsfernsehen übertragenen Treffen mit IAEA-Chef Rafael Grossi in St. Petersburg. Das im Süden der Ukraine gelegene Akw wird seit März von russischen Truppen kontrolliert.

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"Wir werden gerne über alle Fragen von gemeinsamem Interesse sprechen oder solche, die Anlass zur Sorge geben, zum Beispiel über die Situation rund um das Atomkraftwerk Saporischschja", erklärte Putin.

Grossi bekräftigte vor dem Gespräch seine Forderung nach einer "Schutzzone" rund um das Akw. Es müsse alles getan werden, "um einen nuklearen Unfall zu vermeiden", hieß es in einer IAEA-Erklärung. Grossi betonte, die Lage werde angesichts der häufigen Angriffe "immer gefährlicher". "Wir können es uns nicht leisten, noch mehr Zeit zu verlieren", sagte Grossi. Es stehe viel "auf dem Spiel".

Seit mehreren Monaten beschuldigen sich Moskau und Kiew gegenseitig, für Angriffe um und auf das Atomkraftwerk verantwortlich zu sein. Das größte Akw Europas liegt nicht weit von der Front entfernt.

Vor wenigen Tagen hatte Putin das Atomkraftwerk per Dekret unter russische Verwaltung gestellt. Die IAEA verurteilte diesen Schritt und bezeichnete die Anlage als ukrainisch.

Unterdessen beschuldigte Kiew Moskau, einen weiteren hochrangigen Akw-Mitarbeiter entführt zu haben. Erst Anfang Oktober war der Direktor des Akw, Ihor Muraschow, von Russland festgenommen und über zwei Tage lang festgehalten worden, bevor er wieder freigelassen wurde. Am Montag nun hätten "russische Terroristen" den Vize-Generaldirektor für Personalwesen, Waleri Martynjuk, entführt. Er werde "an einem unbekannten Ort" festgehalten und womöglich misshandelt, teilte der staatliche ukrainische Akw-Betreiber Energoatom am Dienstag mit.

Energoatom zufolge versucht Russland, Informationen über die Personalakten der Angestellten des Kraftwerks zu erlangen, um die ukrainischen Mitarbeiter zu zwingen, so schnell wie möglich für den russischen Betreiber Rosatom zu arbeiten. Das ukrainische Staatsunternehmen forderte IAEA-Chef Grossi auf, sich bei dem Treffen mit Putin für Martynjuks Freilassung einzusetzen.

Nach IAEA-Angaben wird Grossi nach seinem Gespräch mit Putin "im Laufe dieser Woche" in Kiew auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu weiteren Gesprächen über das Akw zusammentreffen. Bereits in der vergangenen Woche waren Grossi und Selenskyj zu Gesprächen über die Einrichtung einer Schutzzone um das Akw zusammengekommen.

F.Lim--TNT

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