The National Times - Gefangenenaustausch zwischen USA und Venezuela

Gefangenenaustausch zwischen USA und Venezuela


Gefangenenaustausch zwischen USA und Venezuela
Gefangenenaustausch zwischen USA und Venezuela / Foto: © AFP/Archiv

Bei einem Gefangenenaustausch zwischen den USA und Venezuela sind sieben US-Bürger gegen zwei venezolanische Staatsbürger freigelassen worden. Die sieben US-Bürger würden nun "nach jahrelanger unrechtmäßiger Inhaftierung nach Hause" gebracht, teilte US-Präsident Joe Biden am Samstag (Ortszeit) in einer Erklärung des Weißen Hauses in Washington mit. Washington und Caracas gaben den Austausch in zwei fast zeitgleichen Erklärungen bekannt.

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Fünf der sieben freigelassenen US-Bürger waren Führungskräfte des Ölkonzerns Citgo. Sie waren 2017 während einer Geschäftsreise in dem südamerikanischen Land festgenommen und der Korruption beschuldigt worden. Die beiden anderen US-Bürger wurden separat verhaftet.

Caracas nannte die Namen der Freigelassenen nicht, aber ein hochrangiger US-Regierungsvertreter identifizierte sie als Neffen der Ehefrau von Präsident Nicolas Maduro. Die beiden Männer waren in Haiti verhaftet und dann nach New York gebracht worden, wo sie wegen Drogenvergehen zu 18 Jahren Haft verurteilt wurden.

Die Freilassung der beiden Männer, die aufgrund ihrer Beziehung zu Nicolas Maduros Frau manchmal als 'Narco-Neffen' bezeichnet würden, sei für die Freilassung dieser Amerikaner "von entscheidender Bedeutung" gewesen, erklärte der US-Regierungsvertreter gegenüber Journalisten.

Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern gelten seit Jahren als angespannt. Die USA gehören zu den rund 60 Ländern, die sich weigerten, Maduro nach den umstrittenen Wahlen von 2018 als rechtmäßig gewählten Präsidenten anzuerkennen.

Doch zuletzt hatte es hinter den Kulissen verstärkt diplomatische Bemühungen mit dem lateinamerikanischen Land gegeben - auch wegen des Drucks auf die weltweite Energieversorgung infolge des russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Angesichts der Energiekrise hat Venezuelas sozialistischer Staatschef Nicolás Maduro sein Land als globalen Lieferanten von Erdöl und Erdgas ins Spiel gebracht.

Erdöl ist für Venezuela eine enorm wichtige Einnahmequelle. Die USA haben das Land nach Maduros Wiederwahl 2018 mit einer Reihe von Sanktionen belegt. Eine 2019 verhängte Strafmaßnahme untersagt es Venezuela, auf dem US-Markt mit Rohöl zu handeln. Im Mai kündigte die Regierung angesichts der wegen des Ukraine-Kriegs steigenden Energiepreise allerdings an, einige der Sanktionen zu lockern.

T.Ward--TNT

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