The National Times - UNHCR: 250.000 Binnenflüchtlinge im Jemen seit August

UNHCR: 250.000 Binnenflüchtlinge im Jemen seit August


UNHCR: 250.000 Binnenflüchtlinge im Jemen seit August
UNHCR: 250.000 Binnenflüchtlinge im Jemen seit August / Foto: © AFP

Seit dem erneuten Aufflammen der Kämpfe im Jemen sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 250.000 Menschen innerhalb des Landes vertrieben worden. Die Zahl beziehe sich auf den Zeitraum vom 1. August bis zum 17. Oktober, sagte der Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, Matthew Saltmarsh, am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Das UNHCR sei "zutiefst beunruhigt angesichts der sich verschärfenden Lage" der Binnenflüchtlinge.

Textgröße ändern:

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk verlangte derweil den unverzüglichen Zugang für Hilfslieferungen in die umkämpfte Stadt Tais. Die Blockade der einzigen Versorgungsroute in die drittgrößte Stadt des Jemen durch die pro-iranische Huthi-Miliz stelle eine große Gefahr für die Zivilbevölkerung dar, erklärte er. Humanitäre Hilfe müsse "umgehend" in die Stadt gelassen werde.

Auch UNHCR-Sprecher Saltmarsh zeigte sich besorgt über die Lage in der gleichnamigen Provinz im Osten des Landes. Seinen Angaben zufolge fanden in der Region der Großteil der Vertreibungen statt, zugleich seien dort auch die meisten Binnenflüchtlinge aus anderen Regionen aufgenommen worden.

Der Sprecher der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tarik Jasarevic, sagte, die "Intensivierung der Kämpfe, die massiven Vertreibungen und die Zunahme von Epidemien" übten zusätzlichen Druck auf ein "bereits überlastetes Gesundheitssystem" aus. Insbesondere die Region Tais befinde sich "in besonderer Gefahr", da den Krankenhäusern grundlegende Mittel zur Behandlung der Patienten fehlten. In den Flüchtlingslagern sei zudem ein starker Anstieg von Cholera-Erkrankungen verzeichnet worden.

Mit dem Beginn des US-israelischen Kriegs gegen den Iran Ende Februar ist auch der Konflikt zwischen den pro-iranischen Huthis und der jemenitischen Regierung wieder eskaliert. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition unterstützt die jemenitische Regierung im Kampf gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz.

T.Ward--TNT

Empfohlen

Rumänien: Parlament billigt Regierung von Pro-Europäer Niculescu

Nach Monaten des politischen Stillstands hat das rumänische Parlament die pro-europäische Regierung des parteilosen Diplomaten Luca Niculescu gebilligt. Der 55-jährige erhielt bei der Abstimmung in Bukarest am Dienstag 280 Stimmen, das waren deutlich mehr als die benötigten 233 Stimmen. Niculescu war Anfang des Monats von Präsident Nicusor Dan für das Amt Amt des Regierungschefs nominiert worden, nachdem das Parlament zuvor zwei andere Kandidaten abgelehnt und ein weiterer Kandidat seine Bewerbung zurückgezogen hatte.

Merz verkündet Investitionszusagen in Höhe von rund 230 Milliarden

Bei einem internationalen Gipfel mit Unternehmenschefs in Berlin sind laut Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) rund 230 Milliarden Euro an Investitionen zugesagt worden. Die Liste der Unternehmen, die Investitionen angekündigt hätten, sei "lang und umfangreich", sagte Merz zum Abschluss des Gipfels am Dienstag. Zusagen habe es etwa vom US-Internetriesen Amazon, dem US-Chiphersteller Nvidia, dem Energiekonzern RWE, der Schwarz-Gruppe, der US-Investmentgesellschaft Blackstone, dem US-Techkonzern Microsoft und dem Impfstoffhersteller Sanofi gegeben.

Umfrage in Bayern: Zustimmung für Aigner als mögliche Bundespräsidentin

Die als mögliche neue Bundespräsidentin gehandelte CSU-Politikerin Ilse Aigner genießt in Bayern mit Ausnahme der AfD parteiübergreifend Zustimmung. In einer am Dienstag vom Bayerischen Rundfunk veröffentlichten Umfrage nannten 59 Prozent aller Befragten Aigner eine gute Besetzung für die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier. 22 Prozent sehen das nicht so, fast jeder Fünfte in Bayern hat keine Meinung oder machte keine Angaben.

Ausschreitungen in Frankreich: Innenminister mit Manipulationsvorwurf konfrontiert

Drei Tage nach den massiven Gewaltausbrüchen in Frankreich ist Innenminister Laurent Nuñez mit dem Vorwurf konfrontiert, den Inlandsgeheimdienst manipuliert zu haben. Das investigative Nachrichtenportal "Mediapart" berichtet, dass das Innenministerium den Inlandsgeheimdienst angewiesen habe, die linkspopulistische Partei LFI für die Unruhen verantwortlich zu machen. Das Ministerium wies die Vorwürfe am Dienstag zurück. Die französischen Abgeordneten wollen unterdessen einen Untersuchungsausschuss zu den Gewaltexzessen einsetzen.

Textgröße ändern: