The National Times - Selenskyj: USA liefern wieder Geheimdienstinformationen an die Ukraine

Selenskyj: USA liefern wieder Geheimdienstinformationen an die Ukraine


Selenskyj: USA liefern wieder Geheimdienstinformationen an die Ukraine

Nach mehrtägiger Unterbrechung liefern die USA nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wieder Geheimdienstinformationen an Kiew. "Es war blockiert für einige Zeit. Und dann wurde es von US-Seite wieder deblockiert", sagte Selenskyj in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit dem US-Fernsehsender NBC. Sein Land sei "dankbar" dafür.

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Selenskyj zufolge hatte die ukrainische Armee "drei Tage lang während ballistischer Raketenangriffe" Russlands keinen Zugriff auf US-Geheimdienstinformationen, was sein Land geschwächt habe. "Jetzt funktioniert es wieder."

Der ukrainische Präsident äußerte sich auch zur vorübergehenden Drosselung des für seine Truppen wichtigen Satelliten-Internetsystems Starlink von US-Techmilliardär Elon Musk. Dies sei offenbar die Folge einer "Botschaft der US-Regierung".

Nachdem US-Präsident Donald Trump die Ukraine in der vergangenen Woche unter anderem für ihre Angriffe auf russische Ölanlagen scharf kritisiert hatte, hatte Kiew eine Verlangsamung des Starlink-Systems von SpaceX beklagt. Die Drosselung stört den Einsatz von ukrainischen Drohnen und behindert die für Kiew entscheidende Luftverteidigung gegen den russischen Angriffskrieg.

Musk hatte vor wenigen Tagen ebenso wie Trump die Ablösung des ukrainischen Präsidenten gefordert. Selenskyj sagte NBC, er glaube, "es war eine Botschaft der US-Regierung, die Geschwindigkeit zu begrenzen. Und technisch hat SpaceX das getan."

Der ukrainische Präsident sagte zudem, es wäre ein "historischer Fehler", wenn die USA Russland offiziell unterstützen würden. "Wir wollen ihm vertrauen, und ich hoffe, dass er seine Entscheidungen ändern wird", sagte Selenskyj über den US-Präsidenten. "Denn ich denke, dass das alles Fehler sind und es uns nicht helfen wird. Und es wird den Vereinigten Staaten nicht helfen."

US-Finanzminister Scott Bessent nannte es derweil "sehr rücksichtslos" zu behaupten, die US-Regierung stecke hinter der Starlink-Drosselung. "Präsident Trump und Minister Rubio haben kategorisch erklärt, dass niemand in der Trump-Regierung das getan hat", sagte Bessent am Sonntag dem Sender NBC.

US-Präsident Trump hatte im Ukraine-Krieg zuletzt mehrere Entscheidungen zugunsten Russlands getroffen, die von Selenskyj, den europäischen Partnern Kiews und auch von mehreren Republikanern im Kongress scharf kritisiert wurden. Unter anderem legte Trump bereits beschlossene US-Sanktionen gegen Russland am Freitag - zwei Tage vor dem geplanten Inkrafttreten - per Dekret auf Eis. Die Kehrtwende bei den Sanktionen erfolgte nur eine Woche, nachdem er ein umstrittenes Abkommen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Lieferung von russischem Diesel geschlossen hatte.

Selenskyj sagte am Sonntag auch, dass er mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner gesprochen habe. Es hänge "viel" von der US-Position ab. "Es ist klar, dass es viele Dinge gibt, die für uns alle wichtig sind und dass dieser Krieg beendet werden muss." Die Ukraine sei bereit, "konstruktiv" und "ehrlich" zu arbeiten. Trump hatte Selenskyj vorgeworfen, nicht an einem raschen Ende des Kriegs interessiert zu sein. Für ihn sei der Umgang mit Präsident Putin leichter.

F.Morgan--TNT

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