The National Times - Neue vierspurige Straßenbrücke zwischen China und Nordkorea eröffnet

Neue vierspurige Straßenbrücke zwischen China und Nordkorea eröffnet


Neue vierspurige Straßenbrücke zwischen China und Nordkorea eröffnet
Neue vierspurige Straßenbrücke zwischen China und Nordkorea eröffnet / Foto: © AFP

China und Nordkorea haben eine neue Straßenverbindung: Zwölf Jahre nach ihrer Fertigstellung ist am Donnerstag eine vierspurige Grenzbrücke über den Fluss Yalu freigegeben worden. Das Bauwerk symbolisiere Pekings Freundschaft mit Pjöngjang, sagte der chinesische Ministerpräsident Li Qiang, der per Videozuschaltung an der feierlichen Zeremonie teilnahm. China ist der wichtigste Handelspartner Nordkoreas und unterstützt das weitgehend isolierte Land wirtschaftlich und diplomatisch.

Textgröße ändern:

Die Brücke war bereits 2014 fertiggestellt worden. Nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap verzögerte sich ihre Eröffnung wegen fehlender Anschlussstraßen und Zollanlagen auf nordkoreanischer Seite. Das Land hatte zudem während der Corona-Pandemie seine Grenzen geschlossen, erst im März hatten China und Nordkorea nach sechs Jahren den Zugverkehr wieder aufgenommen.

Chinas Ministerpräsident Li sagte laut der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua, durch die Brücke würden die Beziehungen der beiden Länder "in eine neue Phase eintreten", und ein "neues Kapitel" werde eröffnet. Dank der "gemeinsamen Anstrengungen beider Seiten", werde die Eröffnung der Brücke "nicht nur die wirtschaftlichen und Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern deutlich steigern, sondern darüber hinaus den Austausch zwischen den Menschen sowie die Zuneigung zwischen den Völkern".

Lastwagen mit den Flaggen beider Länder fuhren nach der Eröffnung in beide Richtungen über die gut drei Kilometer lange Brücke. Sie führt von der chinesischen Grenzstadt Dandong, wo sich am Eröffnungstag hunderte Schaulustige versammelten, über den Fluss Yalu nach Nordkorea.

"Das ist großartig", sagte eine Frau in Dandong, die ihren Namen nicht nennen wollte. "Das wird sicherlich gut für das Geschäft hier sein." In der Grenzstadt gibt es zahlreiche Geschäfte und Restaurants.

Die Neue Yalu-Brücke ergänzt die ältere Brücke der Chinesisch-Koreanischen Freundschaft, die flussabwärts ebenfalls den Yalu überspannt. Diese Bahn- und Straßenbrücke sei jedoch "extrem schmal", sagte Lim Eul-chul von der Kyungnam-Universität AFP. Schwere Lasten wie Industriemaschinen, Roh- und Baustoffe hätten wegen Sicherheitsbedenken nur mit "äußerster Vorsicht" über sie transportiert werden können. Vor gut einem Monat hatte Nordkorea zudem seine erste Straßenbrücke nach Russland eröffnet.

P.Barry--TNT

Empfohlen

Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinden steigen auf neuen Höchststand

Die Gewerbesteuereinnahmen in Deutschland haben einen neuen Höchststand erreicht. Die Städte und Gemeinden erzielten im vergangenen Jahr rund 76,4 Milliarden Euro an Einnahmen aus der Gewerbesteuer, das waren rund 1,1 Milliarden Euro oder 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Damit stiegen die Gewerbesteuereinnahmen bereits das fünfte Jahr in Folge.

Ilse Aigner: Tumorerkrankungen haben CSU-Politikerin gelassener gemacht

Frühere Tumorerkrankungen haben die CSU-Politikerin Ilse Aigner nach eigener Aussage entspannter für den Politikbetrieb gemacht. "Deswegen erklärt sich vielleicht, dass ich heute manches etwas gelassener sehe, weil ich weiß, was wirklich wichtig ist und was nicht - wie im politischen Betrieb die Aufgeregtheiten, die man manchmal erlebt oder produziert", sagte Aigner nach Angaben vom Donnerstag in einem Podcast der Zeitungen "Münchner Merkur" und "tz".

Klingbeil verteidigt Finanzpolitik: Nötig für "Zukunftsfähigkeit" Deutschlands

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat den finanzpolitischen Kurs der Bundesregierung als nötig für die "Zukunftsfähigkeit" Deutschlands verteidigt. "Wir machen beides: Wir investieren und konsolidieren", sagte er am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Der Internationale Währungsfonds (IWF) habe Deutschland zu mehr Investitionen aufgerufen, und die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sei in der Verantwortung, "das aufzuholen, was über viele Jahrzehnte in Deutschland verschlafen wurde".

SPD-Chef Klingbeil bekräftigt Kritik an Angriffen auf Bas

SPD-Chef Lars Klingbeil hat seine Kritik an verbalen Angriffen auf seine zurückgetretene Ko-Parteichefin Bärbel Bas bekräftigt. "Das sind Dinge, die einmal gesagt werden mussten, weil sie das politische Klima auch belastet haben in den letzten Wochen", sagte Klingbeil am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Dinge seien "jetzt gesagt worden", nun gehe es darum, dass die Regierung weiter ihrer Arbeit nachgehe: "Wir wollen das Land voranbringen."

Textgröße ändern: