The National Times - Schwedens Wahlsiegerin Andersson scheitert erneut mit Regierungsbildung

Schwedens Wahlsiegerin Andersson scheitert erneut mit Regierungsbildung


Schwedens Wahlsiegerin Andersson scheitert erneut mit Regierungsbildung
Schwedens Wahlsiegerin Andersson scheitert erneut mit Regierungsbildung / Foto: © AFP

Nach dem Wahlsieg ihres Mitte-links-Blocks ist die schwedische Sozialdemokratin Magdalena Andersson auch im zweiten Anlauf mit einer Regierungsbildung gescheitert. In den Gesprächen mit Grünen, Linken und Zentrumspartei seien zwar Fortschritte erzielt worden, "aber gleichzeitig sind die notwendigen Voraussetzungen für die Bildung einer Regierung nicht gegeben", sagte Andersson am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

Textgröße ändern:

Sie habe daher den Parlamentspräsidenten Andreas Norlen darüber informiert, dass sie zwar bereit für die Wahl zur Ministerpräsidentin sei, bei einer solchen Abstimmung im Parlament aber wahrscheinlich scheitern werden, sagte die 59-Jährige.

Parlamentspräsident Norlen sagte, er werde Andersson dennoch dem Parlament als Kandidatin vorschlagen und für Donnerstag eine Abstimmung ansetzen. "Von Anfang an waren Magdalena Andersson und ich uns einig, dass der Auftrag mit einer Ministerpräsidentenwahl abgeschlossen wird, unabhängig davon, wie die Sondierungsgespräche verlaufen wären", sagte er.

Der von Andersson angeführte oppositionelle Mitte-links-Block hatte die Parlamentswahl am 13. September knapp gewonnen. Bereits in einem ersten Anlauf war es der Sozialdemokratin jedoch nicht gelungen, die vier Parteien des Blocks - Sozialdemokraten, Grüne, Linke und Zentrumspartei - für die Bildung einer Regierung zusammenzubringen.

Ein Streitpunkt sind Ministerposten für die Linkspartei: Während die Partei diese zur Bedingung für ihre Regierungsbeteiligung macht, stellt das für die Zentrumspartei eine "rote Linie" dar.

Statt nach dem ersten Scheitern wie erwartet den amtierenden konservativen Regierungschef Ulf Kristersson mit der Regierungsbildung zu beauftragen, hatte Parlamentspräsident Norlen die Sozialdemokratin Andersson Anfang Oktober mit einer Wiederaufnahme der Sondierungsgespräche betraut.

Die Sozialdemokraten, Grünen, Linkspartei und Zentrumspartei kommen im neuen Parlament zusammen auf 176 Sitze. Auf Kristerssons bisheriges Bündnis inklusive der Schwedendemokraten entfallen 173 Sitze.

Der Parlamentspräsident hat vier Versuche, einen Kandidaten oder eine Kandidatin für das Amt des Regierungschefs zur Abstimmung im Parlament vorzuschlagen. Scheitert der vierte Versuch, muss eine Neuwahl angesetzt werden.

N.Roberts--TNT

Empfohlen

Wadephul bekräftigt Unterstützung für Ukraine und betont Geschlossenheit der Europäer

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat der Ukraine eine weitere Unterstützung in ihrem Verteidigungskampf gegen Russland zugesichert und die Geschlossenheit der europäischen Verbündeten hervorgehoben. "Wir sind geeinter als zu Beginn des Krieges", sagte Wadephul am Dienstag bei einem Sicherheitsforum in Warschau. "Wir verfügen über mehr Kapazitäten als zu Beginn des Krieges. Und wir wissen, was vor uns liegt."

Ungarisches Parlament beschließt Änderung von umstrittenem LGBTQ-Gesetz

Gut fünf Jahre nach seiner Verabschiedung sind die entscheidenden Passagen des sogenannten Anti-LGBTQ-Gesetzes in Ungarn wieder abgeschafft worden. Das Parlament in Budapest stimmte am Dienstag für einen entsprechenden Entwurf der Regierung. Es ist die erste bedeutende Abkehr von den in der Regierungszeit des rechtsnationalistischen Ministerpräsidenten Viktor Orban beschlossenen Maßnahmen gegen die LGBTQ-Gemeinschaft seit dem Amtsantritt seines pro-europäischen Nachfolgers Peter Magyar im Mai.

Schülerproteste in Frankreich: Neuer Aktionstag mit Demonstrationen

Von der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg unterstützt haben Schülerinnen und Schüler in Frankreich an einem neuen Protesttag am Dienstag zahlreiche Schulen landesweit blockiert. Rund 200 Oberschulen blieben nach Angaben der Regierung landesweit geschlossen. Offizielle Zahlen zu Blockadeaktionen gab es nicht. Für den Nachmittag sind zahlreiche Demonstrationen geplant. In Onlinediensten kursierte ein Aufruf zu einer nichtgenehmigten Demonstration vor dem Amtssitz von Premierminister Sébastien Lecornu.

Wadephul sichert Ukraine vor Sicherheitsforum in Warschau Unterstützung zu

Vor Beginn eines internationalen Sicherheitsforums in Warschau hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) der Ukraine eine verlässliche Unterstützung zugesichert. Angesichts der massiven russischen Luftangriffe brauche das Land diese "dringender denn je", betonte der CDU-Politiker am Dienstag vor seiner Abreise in die polnische Hauptstadt, wo er mit seinen Kollegen aus Polen, Großbritannien und Norwegen beim Warsaw Security Forum (WSF) zusammenkommt. "Wir sind verlässliche Unterstützer der Ukraine und stärken unsere gemeinsame Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit in der Nato", sagte Wadephul.

Textgröße ändern: