The National Times - Mutmaßlicher Spionagefall um Hanning: Aserbaidschan protestiert bei Bundesregierung

Mutmaßlicher Spionagefall um Hanning: Aserbaidschan protestiert bei Bundesregierung


Mutmaßlicher Spionagefall um Hanning: Aserbaidschan protestiert bei Bundesregierung
Mutmaßlicher Spionagefall um Hanning: Aserbaidschan protestiert bei Bundesregierung / Foto: © AFP

Nach den Spionagevorwürfen gegen Ex-BND-Chef August Hanning hat Aserbaidschan lokalen Medienberichten zufolge bei der Bundesregierung dagegen protestiert, dass das Land mit dem Fall in Verbindung gebracht wird. Der Protest sei über nachrichtendienstliche und diplomatische Kanäle an das Bundeskanzleramt und das Auswärtige Amt übermittelt worden, berichtete die aserbaidschanische Nachrichtenagentur APA am Mittwoch. Der einstige Geheimdienstchef Hanning soll jahrelang vertrauliche Informationen ans Ausland weitergegeben haben.

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Hanning, der den Bundesnachrichtendienst (BND) von 1998 bis 2005 leitete, sitzt seit Mittwoch in Untersuchungshaft. Dem 80-Jährigen wird vorgeworfen, nach dem Ende seiner Amtszeit von seinem früheren Büroleiter geheime Erkenntnisse gekauft und teilweise weitergegeben zu haben. Konkret soll sein Ex-Mitarbeiter ihm mehr als 2000 als geheim eingestufte Dokumente verkauft haben.

Unter anderem soll er mithilfe des Materials eine Analyse für einen Mitarbeiter eines fremden Geheimdienstes verfasst haben - wobei unklar ist, ob diese ankam. Offiziell ist nicht bekannt, um welchen Geheimdienst es sich mutmaßlich handelte. Der "Spiegel" berichtete, es gebe den Verdacht, dass Hanning mit einem aserbaidschanischen Agenten in Verbindung gestanden habe. Der Bundesanwaltschaft zufolge hatte er jahrelang intensiven Austausch mit einem Geheimdienstmitarbeiter.

M.Davis--TNT

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