The National Times - Angriffe der Huthi-Miliz: Türkei und Pakistan entsenden Truppen nach Saudi-Arabien

Angriffe der Huthi-Miliz: Türkei und Pakistan entsenden Truppen nach Saudi-Arabien


Angriffe der Huthi-Miliz: Türkei und Pakistan entsenden Truppen nach Saudi-Arabien
Angriffe der Huthi-Miliz: Türkei und Pakistan entsenden Truppen nach Saudi-Arabien / Foto: © AFP

Aufgrund der anhaltenden Angriffe der pro-iranischen Huthis auf Saudi-Arabien haben die Türkei und Pakistan die Entsendung von Truppen zur Unterstützung des Königreichs bekannt gegeben. Sie hätten sich darauf geeinigt, unverzüglich mit der Umsetzung eines gegenseitigen Verteidigungsabkommens zu beginnen, erklärten die drei Länder nach einem Treffen in Riad am Montag. Derweil nahmen die Huthis erneut Ziele in Saudi-Arabien ins Visier, darunter den internationalen Flughafen der Hauptstadt.

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Die Vertreter der Türkei, Pakistans und Saudi-Arabiens waren zu einer Dringlichkeitssitzung in Riad zusammengekommen. Dabei verurteilten sie die jüngsten Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien, insbesondere auf die heiligen Städte Mekka und Medina, ohne die vom Iran unterstützten Huthis beim Namen zu nennen. In einer gemeinsamen Stellungnahme hieß es, die "vereinbarten Streitkräfte und militärischen Mittel" sollten "schnell im Königreich stationiert" werden. Daraus ging allerdings nicht hervor, welche Aufgaben die Truppen nach ihrer Ankunft in Saudi-Arabien übernehmen sollten.

Die mehrheitlich sunnitischen Staaten Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan hatten das Verteidigungsabkommen Anfang August vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs und dessen Folgen geschlossen. Im Falle eines Angriffs auf eines der drei Mitglieder sind die übrigen verpflichtet, diesem militärisch beizustehen.

Inmitten des eskalierenden Konflikts wurde Riad am Montagabend von lauten Explosionen erschüttert, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Schon früher am Tag hatte es in der saudiarabischen Hauptstadt Detonationen gegeben. "Ich habe gesehen, wie meine Fenster gezittert haben" berichtete ein Anwohner der AFP.

Die Huthis erklärten, sie hätten den internationalen Flughafen von Riad, eine Raffinerie des staatlichen Ölkonzerns Aramco sowie mehrere weitere Ziele in dem Königreich angegriffen. Huthi-Sprecher Jahja Saree erklärte, die Miliz habe den internationalen Flughafen von Riad mit Drohnen, ballistischen Raketen und Marschflugkörpern angegriffen. Außerdem hätten sie eine Aramco-Raffinerie in Rabigh sowie Militärstandorte und Flughäfen im Süden des Landes ins Visier genommen.

Zeitgleich meldete die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen die Zerstörung von Huthi-Stellungen in Hodeida an der Küste des Roten Meeres. Der Sprecher der Koalition, Turki al-Malki, erklärte am Montagabend im Onlinedienst X, die Seestreitkräfte hätten "Waffendepots sowie Einrichtungen zur Lagerung von mit Sprengfallen versehenen Booten und Seeminen zerstört". Zudem habe die Koalition einen "geplanten Angriff" auf Schifffahrtswege im südlichen Roten Meer vereitelt.

Zuvor hatten die Regierungstruppen im Jemen nach eigenen Angaben eine massive Angriffswelle gegen die Huthi-Miliz gestartet und dabei auch die Hauptstadt Sanaa ins Visier genommen. Die Armee habe mehr als 1100 Angriffe auf Stellungen der Miliz ausgeführt, teilte ein Armeesprecher am Montag mit.

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition beteiligte sich nach eigenen Angaben an der neuen Offensive gegen die Huthis. Dabei kamen deren Sprecher zufolge bei Angriffen am Morgen 100 Kampfflugzeuge zur Unterstützung der Bodentruppen zum Einsatz.

Nach den jüngsten Geländegewinnen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz hatte der von Saudi-Arabien unterstützte Präsidialrat des Jemen am Sonntag eine Offensive zur Rückeroberung aller Gebiete angekündigt. Die Staatsgewalt solle wieder auf das "gesamte Landesgebiet" ausgedehnt werden, erklärte der Präsidialratsvorsitzende Raschad al-Alimi.

Kurz vor Bekanntgabe der Offensive der Regierungstruppen hatten die Huthis die Kontrolle über eine wichtige Straße zwischen der von der Miliz belagerten Stadt Tais und der Interimshauptstadt Aden übernommen. Die Huthi-Miliz kontrolliert bereits seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Im September hatten die Huthis die Kontrolle über große Teile der westjemenitischen Küste übernommen.

N.Taylor--TNT

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