The National Times - RN-Chef Bardella weist Vorwurf antisemitischer Textnachrichten zurück

RN-Chef Bardella weist Vorwurf antisemitischer Textnachrichten zurück


RN-Chef Bardella weist Vorwurf antisemitischer Textnachrichten zurück
RN-Chef Bardella weist Vorwurf antisemitischer Textnachrichten zurück / Foto: © AFP/Archiv

Der Chef von Frankreichs rechtspopulistischer Partei Rassemblement National (RN), Jordan Bardella, hat bestritten, vor mehr als zehn Jahren antisemitische Textbotschaften verfasst zu haben. Der 31-jährige Europaabgeordnete schrieb am Montag im Onlinedienst X, er weise "ausdrücklich" die Vorwürfe der Enthüllungsplattform "Mediapart" zurück. Außerdem habe er seinen Anwalt angewiesen, die "notwendigen Schritte" zu unternehmen.

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Bardella warf zudem einer "bestimmten aktivistischen Presse" vor, den Wahlkampf für die Präsidentschaftswahl 2027 "destabilisieren" zu wollen. RN-Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen hat angekündigt, Bardella zum Premierminister machen zu wollen, sollte sie die Wahl gewinnen.

Das für seine investigativen Recherchen bekannte Portal "Mediapart" hatte am Montag von Textnachrichten berichtet, die Bardella im Sommer 2013 geschrieben haben soll, als er 17 oder 18 Jahre alt war. Darin heißt es unter anderem, "der Jude" wolle "die anderen Völker beherrschen" und "auslöschen". Juden wollten außerdem "eine neue Weltordnung, dominiert von Israel, und natürlich mit Jerusalem als Hauptstadt". Bardella war im Jahr zuvor der RN-Vorgängerpartei Front National (FN) beigetreten.

Marine Le Pen nahm Bardella nun in Schutz. "Das kommt mir so verrückt vor, dass es nur eine Fälschung sein kann", sagte die frühere RN-Chefin. "Ich muss darüber nicht einmal mit Jordan Bardella sprechen. (...) Das ist Irrsinn." Sie gehe davon aus, dass es wegen des Berichts eine Verleumdungsklage geben werde, sagte Le Pen.

Der 2025 verstorbene Front-National-Gründer Jean-Marie Le Pen hatte immer wieder mit antisemitischen Äußerungen für Aufregung gesorgt. Seine Tochter Marine Le Pen unternahm große Anstrengungen, sich von diesem Erbe zu distanzieren und die Partei damit für breite Bevölkerungsschichten wählbar zu machen. Umfragen sehen die 58-Jährige für die erste Runde der Präsidentschaftswahl im April klar an der Spitze.

O.Nicholson--TNT

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