The National Times - Ukraine: Regierungschef rät gefährdeten Menschen in Städten vor dem Winter zum Umzug

Ukraine: Regierungschef rät gefährdeten Menschen in Städten vor dem Winter zum Umzug


Ukraine: Regierungschef rät gefährdeten Menschen in Städten vor dem Winter zum Umzug
Ukraine: Regierungschef rät gefährdeten Menschen in Städten vor dem Winter zum Umzug / Foto: © UKRAINIAN PRESIDENTIAL PRESS SER/AFP/Archiv

Der ukrainische Regierungschef Serhij Korezky hat besonders gefährdeten Menschen in ukrainischen Großstädten vor dem Einbruch des Winters zum Umzug geraten. Er rufe zwar nicht zum Verlassen der Städte auf, es lohne sich jedoch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Behinderungen "für den Winterzeitraum einen alternativen Aufenthaltsort zu finden", sagte Korezky in einem am Sonntagabend ausgestrahlten Interview mit dem ukrainischen Fernsehsender TSN. Dabei verwies er auf Angehörige und soziale Dienste als Unterkunftsmöglichkeit.

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Der ukrainische Regierungschef verwies auf eine Entlastung der Einsatzkräfte in ukrainischen Städten. "Wenn ein Mensch zum Beispiel im 16. Stock wohnt und etwa der Strom ausfällt, warum sollten wir uns in diesem Moment, wenn sich die Spezialisten des staatlichen Katastrophenschutzes auf die Beseitigung der Folgen konzentrieren müssen, um Menschen kümmern, die besondere Aufmerksamkeit benötigen", fragte er im Interview mit TSN.

Er habe die Angelegenheit bereits mit dem Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko besprochen, erklärte Korezky. "Warum kümmern sich nicht speziell deren Angehörige oder die sozialen Dienste der Stadt um diese Menschen", fragte er. "Man kann dies im Vorfeld, noch vor dem Winter, organisieren."

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew war es insbesondere im vergangenen Winter zu tagelangen Strom- und Heizungsausfällen infolge russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes gekommen. Bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius mussten viele Bewohner in der Kälte ausharren. Im bevorstehenden Winter befürchtet Kiew erneut systematische russische Angriffe auf seine Energieinfrastruktur.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt vorgeschlagen, dass die Ukraine und Russland keine Energieanlagen im jeweils anderen Land mehr angreifen. Die Ukraine nimmt als Reaktion auf die massiven russischen Raketen- und Drohnenangriffe seit Monaten Raffinerien und Öldepots in Russland ins Visier.

C.Stevenson--TNT

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