The National Times - Krisendiplomatie zur Ukraine in New York - Rede Selenskyjs bei UN-Generaldebatte

Krisendiplomatie zur Ukraine in New York - Rede Selenskyjs bei UN-Generaldebatte


Krisendiplomatie zur Ukraine in New York - Rede Selenskyjs bei UN-Generaldebatte
Krisendiplomatie zur Ukraine in New York - Rede Selenskyjs bei UN-Generaldebatte / Foto: © AFP

Am Rande der UN-Generaldebatte in New York wird am Mittwoch die Krisendiplomatie zur Ukraine fortgesetzt. Unter anderem stand ein Treffen zwischen dem US-Außenminister Marco Rubio und dessen russischem Kollegen Sergej Lawrow an, bei dem über Auswege aus der Gewaltspirale beraten werden sollte. Bei der UN-Generaldebatte war die Rede des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf dem Programm. Aus der Ukraine wurden neue Angriffe auf Energieinfrastruktur mit mindestens zwei Toten gemeldet.

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Selenskyj hatte am Dienstag am Rande der Debatte US-Präsident Donald Trump getroffen. Das Gespräch bezeichnete er im Onlinedienst X später als "positiv und produktiv". Sowohl die USA als auch die Ukraine wollten, "dass dieser sinnlose russische Krieg vor dem Winter endet". Er habe mit Trump über "Deeskalationsmaßnahmen gesprochen, die den Weg für die Diplomatie ebnen könnten", fügte Selenskyj hinzu.

Vor Journalisten sagte der ukrainische Staatschef, sein Land sei bereit, die Angriffe auf Russlands Energieinfrastruktur zu beenden - vorausgesetzt, Moskau beende seinerseits die Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur. Zugleich betonte Selenskyj, er kenne die Haltung Moskaus zu dieser Frage nicht. Er äußerte die Hoffnung, dass die USA einen Weg finden würden, die russische Seite "zu irgendeiner Form von Verhandlungen zu bewegen".

Die USA versuchen seit Trumps Wiedereinzug ins Weiße Haus, ein Ende des seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zu erreichen. Bisherige Gesprächsrunden unter Beteiligung von Unterhändlern der USA, Russlands und der Ukraine brachten keinen Durchbruch.

Die Ukraine meldete am Mittwoch erneut russische Angriffe mit mindestens zwei Toten in der Hauptstadt Kiew sowie im Gebiet der südlichen Hafenstadt Odessa. Ein 42-Jähriger sei nach einem Drohnenangriff auf eine Tankstelle in Kiew im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, sieben weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der Bürgermeister der Hauptstadt, Vitali Klitschko, mit. Nach Explosionen in der Nacht und am Morgen war in mehreren Vierteln der Hauptstadt Rauch zu sehen. Auch das Eisenbahnnetz wurde attackiert - der Chef der Bahngesellschaft rief Bahnreisende ein Kiew zu "höchster Vorsicht" auf.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, bei den jüngsten Angriffen auf die Region Kiew seien ein Lager und ein Unternehmen getroffen worden, die mit der Herstellung von Drohnen in Zusammenhang stünden.

Im Süden der Ukraine wurde nach Angaben der Behörden bei einem Angriff auf ein Frachtschiff der ukrainische Kapitän getötet. Das Schiff sei unter der Flagge von Antigua und Barbuda gefahren, erklärte der Gouverneur der Region Odessa, Oleh Kiper, im Onlinedienst Telegram. Die Hafenbehörde schrieb den Angriff auf das Schiff Russland zu und sprach von einer "neuen terroristischen Tat Russlands gegen die zivile Schifffahrt".

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau transportierte das angegriffene Schiff "Fracht mit militärischem Verwendungszweck" in den Hafen von Odessa.

Laut Gouverneur Kiper wurde auch zivile Infrastruktur attackiert. Dadurch seien Brände in Lagern für Medikamente und Nahrungsmittel ausgelöst worden.

Russland greift die Ukraine seit Februar 2022 fast täglich mit Drohnen und Raketen an. Die Ukraine reagiert mit Angriffen auf russisches Gebiet. Beide Seiten verstärkten ihre Angriffe in den vergangenen Monaten. Die verstärkten russischen Angriffe brachten die ukrainischen Exporte über das Schwarze Meer nahezu zum Erliegen.

Seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine im Februar 2022 wurden im Schwarzen Meer nach türkischen Angaben mindestens 226 zivile Schiffe und Handelsschiffe getroffen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte am Dienstag vor der UNO Angriffe auf Handelsschiffe in dem Gewässer als "inakzeptabel", unabhängig davon, wer dafür verantwortlich sei. Anrainer des Schwarzen Meeres sind unter anderen die Türkei, Russland und die Ukraine.

F.Lim--TNT

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