The National Times - Protest von Friedensaktivisten vor Rüstungskonzern in Kassel eskaliert

Protest von Friedensaktivisten vor Rüstungskonzern in Kassel eskaliert


Protest von Friedensaktivisten vor Rüstungskonzern in Kassel eskaliert
Protest von Friedensaktivisten vor Rüstungskonzern in Kassel eskaliert / Foto: © AFP/Archiv

In Kassel ist am Freitag eine Demonstration von Friedensaktivisten vor einem Rüstungskonzern eskaliert. Polizisten seien am frühen Morgen von Protesteilnehmern mit Gegenständen beworfen worden, teilten die Beamten mit. Acht Polizisten seien leicht verletzt worden. Die Stimmung vor dem Unternehmen Krauss-Maffei-Wegmann bezeichneten sie als "aggressiv". Es kam zum Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken.

Textgröße ändern:

Etwa 240 Aktivisten waren vor dem Unternehmen versammelt. 200 davon protestierten mit Plakaten gegen die Rüstungsindustrie, 40 weitere saßen auf der Straße vor dem Gelände und blockierten den Verkehr in Richtung Innenstadt. Einzelne Teilnehmer hätten versucht, ein Tor des Unternehmens zu überklettern und eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Den Mitarbeitern des Konzerns sei der Zugang zum Betriebsgelände durch die Polizei ermöglicht worden.

Beamte seien mit Teilen einer Baustellenabsperrung beworfen worden. Ein Aktivist habe einem Polizisten den Einsatzhelm vom Kopf gerissen und über das Tor geworfen. Zwei Menschen wurden festgenommen. Sie müssen sich nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und eines Verstoßes gegen das Vermummungsverbot verantworten.

Die Straße, an der sich das Gelände befindet, wurde zeitweise gesperrt. Anschließend bildete sich ein Protestzug, der durch die Innenstadt zog. Ob es auch unter den Demonstranten Verletzte gab, war zunächst unklar.

Nach Angaben der Aktivisten der Initiative "Rheinmetall entwaffnen" wurden seit dem frühen Morgen zwei Werkstore von Krauss-Maffei-Wegmann blockiert. Mehrere hundert Menschen hätten daran teilgenommen. Die Aktivisten warfen der Polizei vor, mit "massivem Pfefferspray- und Schlagstockeinsatz" auf die Sitzblockade reagiert zu haben. Die Aktivisten hatten zunächst von einem festgenommenen Menschen berichtet.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Chinas Präsident Xi zu Staatsbesuch in den USA eingetroffen

Chinas Staatschef Xi Jinping ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch in den USA eingetroffen. Xis Flugzeug landete am Mittwoch gegen 23.40 Uhr MESZ auf dem Militärflughafen Joint Base Andrews südöstlich von Washington, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP feststellte. US-Präsident Donald Trump wartete am Flughafen, um Xi als Zeichen der besonderen Ehrerbietung persönlich zu empfangen. Dass der US-Präsident einen ausländischen Staats- oder Regierungschef persönlich am Flughafen empfängt, ist äußerst selten.

USA laden Putin zum G20-Gipfel ein - Russland lehnt Kampfpause in der Ukraine ab

Die USA haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum G20-Gipfel in Miami im Dezember eingeladen. "Wir hoffen, dass er die Einladung annimmt", sagte US-Außenminister Marco Rubio am Mittwoch am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Der russische Außenminister Sergej Lawrow wies nach einem Treffen mit Rubio indes Forderungen nach einer Kampfpause gegen die Ukraine zurück.

Russland will Angriffe auf die Ukraine nicht unterbrechen

Russland will seine Angriffe auf die Ukraine vorerst nicht einstellen. "Wir werden in unserer speziellen Militäroperation keine Pause einlegen", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York. Er nutzte dabei den Begriff, mit dem Russland seinen Angriffskrieg umschreibt.

CDU-interne Kritik an Dominanz des Wirtschaftsflügels - Warnungen vor Niedergang

In der CDU gibt es nach schweren Niederlagen bei den Landtagswahlen heftige Kritik an der Dominanz des Wirtschaftsflügels. "Wenn wir in das rein wirtschaftsliberale Lager gehen, zerstört das die CDU", sagte das langjährige CDU-Bundesvorstandsmitglied Elmar Brok der "Süddeutschen Zeitung" vom Donnerstag. Der Wirtschaftsflügel spiele in der Bundestagsfraktion eine viel zu starke Rolle, kritisierte er.

Textgröße ändern: