The National Times - MAD: Hybride Bedrohungslage in Deutschland weiter verschärft

MAD: Hybride Bedrohungslage in Deutschland weiter verschärft


MAD: Hybride Bedrohungslage in Deutschland weiter verschärft
MAD: Hybride Bedrohungslage in Deutschland weiter verschärft / Foto: © AFP/Archiv

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) sieht Deutschland in einem wachsenden Ausmaß von hybrider Kriegsführung betroffen. Die hybride Bedrohungslage habe sich "weiter verschärft", heißt es im Jahresbericht des Militärnachrichtendienstes, der am Montag veröffentlicht wurde. So sei es im vergangenen Jahr im Bereich der hybriden Kriegsführung wiederholt zu Sabotageverdachtsfällen gekommen, "die mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Russland initiiert worden sind". Zu hybrider Kriegsführung gehörten auch Einflussnahme und Desinformation.

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Auch das Bedrohungspotenzial durch den Einsatz sogenannter Wegwerfagenten habe "erheblich zugenommen", konstatierte der Bericht. Diese Menschen würden zur Ausführung einfacher Aufträge im Interesse ausländischer Geheimdienste "instrumentalisiert" und seien für diese austauschbar. Rekrutiert würden sie häufig über das Internet.

Der MAD verwies in dem Bericht auch auf die Rolle Chinas. Die Volksrepublik strebe einen globalen Machtanspruch an und verfolge daher einen "langfristigen Ansatz der nachrichtendienstlichen Informationsgewinnung", heißt es im Jahresbericht. Chinas Nachrichtendienste würden vor allem dazu eingesetzt, den "Forschungs- und Wissenschaftsvorsprung des Westens zu überwinden" oder den eigenen Vorsprung auszubauen. "Zumindest einige der Ausspähungen der militärischen Infrastruktur in Deutschland" seien auch auf chinesische Nachrichtendienste zurückzuführen, etwa Drohnenüberflüge und das Eindringen in Liegenschaften der Bundeswehr.

Zugleich konstatierte der MAD intern erneut mehr Verdachtsfälle von Extremisten in der Bundeswehr - vor allem von Rechtsextremisten: 2025 seien 519 Fallbearbeitungen im Phänomenbereich Rechtsextremismus neu aufgenommen worden, heißt es im Bericht. Das sei ein Anstieg um rund 26 Prozent.

Q.Marshall--TNT

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