The National Times - Merz verschiebt Telefonat mit Trump - Zusammenhang mit Aussage zu AfD-Sieg unklar

Merz verschiebt Telefonat mit Trump - Zusammenhang mit Aussage zu AfD-Sieg unklar


Merz verschiebt Telefonat mit Trump - Zusammenhang mit Aussage zu AfD-Sieg unklar
Merz verschiebt Telefonat mit Trump - Zusammenhang mit Aussage zu AfD-Sieg unklar / Foto: © POOL/AFP

Die Bundesregierung hat ein Telefonat zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und US-Präsident Donald Trump verschoben. Ob dies mit einer Äußerung Trumps zum AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt zu tun hat, blieb am Mittwoch offen.

Textgröße ändern:

In dem für Mittwoch geplanten Gespräch sollte es um den 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September in den USA gehen, wie Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin sagte. "Dieses Telefonat hat die deutsche Seite heute verschoben." Ein neuer Termin stehe noch nicht fest. Konkrete Gründe für die Verschiebung nannte Kornelius nicht.

Der Regierungssprecher wollte sich nicht dazu äußern, ob ein Zusammenhang mit Äußerungen Trumps über den AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt besteht. Kornelius verwies lediglich auf Äußerungen des Kanzlers in der Vergangenheit: Merz habe in "abstrakter Weise" schon häufig darauf hingewiesen, "dass Eingriffe oder Kommentierungen der deutschen innenpolitischen Situation besonders zu Wahlen" für ihn "nicht in Frage kommen".

Zwei Tage nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hatte Trump den Wahlerfolg der vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuften AfD als "wirklich großen Abend" begrüßt. Die AfD nannte er auf seiner Onlineplattform Truth Social zwar nicht ausdrücklich, schrieb aber: "Wow! Die populistische Partei in Deutschland hatte gerade einen wirklich großen Abend." Er fügte hinzu: "Sie sind auf dem Vormarsch".

In Anlehnung an seinen Maga-Slogan "Make America Great Again" fügte der US-Präsident das auf Deutschland umgemünzte Akronym "MGGA" hinzu, was offenbar "Make Germany Great Again" bedeuten soll (Macht Deutschland wieder großartig).

Kornelius verlas vor der Mitteilung zur Verschiebung des Telefonats eine Erklärung von Merz zum 25. Jahrestag der Anschläge vom 11. September. "Wir wussten, die Terrorangriffe von New York, Washington und Pennsylvania galten auch unserer Lebensweise, unserer Freiheit und unserer Demokratie", zitierte der Regierungssprecher den Kanzler. "Vor 25 Jahren konnten die Vereinigten Staaten deshalb auf die volle Solidarität Deutschlands und Europas zählen. Beim Nato-Gipfel von Ankara haben wir diese transatlantische Partnerschaft erneuert. Das war ein gemeinsamer Erfolg."

Deutschland stehe laut Merz auch heute bereit, "gemeinsam mit den Vereinigten Staaten für die Werte einzutreten, die uns ausmachen und verbinden", sagte Kornelius weiter. "Das ist Freiheit, Demokratie und Respekt."

A.Wood--TNT

Empfohlen

Erneut Gewalt bei regierungskritischen Protesten in Albanien

Bei erneuten regierungskritischen Protesten in Albaniens Hauptstadt Tirana haben sich Demonstranten und Sicherheitskräfte heftige Auseinandersetzungen geliefert. Protestierer warfen Steine auf das Bildungsministerium und attackierten die Sicherheitskräfte mit Feuerwerkskörpern, die Polizei setzte Wasserwerfer, Gummigeschosse und Tränengas ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Trump gibt vorzeitig Stimme für US-Kongresswahl ab

US-Präsident Donald Trump hat vor den Kongresswahlen vom 3. November vorzeitig seine Stimme abgegeben. Trump ging am Samstag in einem Wahllokal im Landkreis Palm Beach im Bundesstaat Florida nahe seiner Privatresidenz Mar-a-Lago wählen. Begleitet wurde der 80-Jährige dabei von seiner Ehefrau Melania. Der US-Präsident, dessen Republikanern bei den sogenannten Midterms eine empfindliche Niederlage droht, trug anschließend einen Aufkleber mit der Aufschrift "I voted" (Ich habe gewählt) am Revers seines Sakkos.

2000 Palästinenser aus ihren Häusern in Hebron vertrieben

Bei der Großoffensive der israelischen Armee im besetzten Westjordanland sind in der Stadt Hebron rund 2000 Palästinenser aus ihren Häusern vertrieben worden. "Ausgewählte Einheiten der Armee sind jetzt dort im Einsatz", sagte Verteidigungsminister Israel Katz am Samstag dem israelischen Sender Kan. Die 2000 betroffenen Palästinenser dürften nicht zurückkehren, "bevor wir nicht alle Probleme mit der Hamas in Hebron geregelt haben".

Fast 1000 Festnahmen bei landesweiten Protesten in Frankreich - Zwei Schwerverletzte

Bei den erneuten Massenprotesten in Frankreich sind fast 1000 Menschen festgenommen worden. Die Zahl werde voraussichtlich noch steigen, sagte Innenminister Laurent Nuñez am Samstagabend vor Journalisten. Die genehmigten Protestzüge seien zunächst "gut verlaufen". Die Einsatzkräfte der Polizei seien später allerdings "mit einem extrem erhöhten Maß an Gewalt" von "Militanten der extremen Linken" konfrontiert gewesen.

Textgröße ändern: