The National Times - Mehr als 140 Tote bei neuen Kämpfen im Jemen

Mehr als 140 Tote bei neuen Kämpfen im Jemen


Mehr als 140 Tote bei neuen Kämpfen im Jemen
Mehr als 140 Tote bei neuen Kämpfen im Jemen / Foto: © AFP

Im Jemen sind bei neuen Gefechten zwischen Regierungstruppen und der Huthi-Miliz mehr als 140 Menschen getötet worden. Seit Samstag seien mindestens 84 Soldaten der Regierungsarmee getötet worden, die meisten von ihnen bei Raketenangriffen, hieß es am Sonntag aus Militärkreisen. Verschiedene Huthi-Quellen sprachen von 57 Toten auf Seiten der Miliz. Auch Zivilisten sollen den Kämpfen zum Opfer gefallen sein.

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Am Samstag hatte die Nachrichtenagentur AFP aus Kreisen von Medizinern und Militär erfahren, dass in der von Regierungskräften gehaltenen Stadt Tais sechs Zivilisten bei einem Raketenangriff auf einen Bus getötet wurden. Weitere sieben Menschen wurden demnach verletzt.

Die Huthis hatten am Donnerstag einen Vorstoß in Richtung der Küste an der Meerenge Bab al-Mandab am Roten Meer gestartet. Nach Angaben aus Militärkreisen versucht die Miliz, den bislang von Regierungstruppen gehaltenen Hafen Mocha nahe der Meerenge abzuschneiden und in Gebiete am Bab al-Mandab vorzudringen.

Bei Kämpfen nahmen die Huthis diesen Angaben zufolge Hügel nahe dem Roten Meer ein, von denen aus sie Schiffe angreifen können. Dabei wurden einer AFP-Zählung zufolge seit Donnerstag insgesamt mehr als 300 Menschen getötet.

Ein Militärvertreter der international anerkannten Regierung mit Sitz in Aden sagte, dass die Kämpfe in den frühen Stunden des Sonntagmorgens abgeflaut seien.

Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hatte seit 2015 die jemenitische Regierung im Kampf gegen die Huthis unterstützt. Seit einer von der UNO vermittelten Waffenruhe im Jahr 2022 waren die Kämpfe weitgehend zum Erliegen gekommen. Im vergangenen Juli zerbrach diese Waffenruhe jedoch, seither gab es zahlreiche Angriffe.

Der Bab al-Mandab zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsstraßen der Welt und verbindet das Rote Meer mit dem Indischen Ozean. Seit der Blockade der Straße von Hormus durch Teheran im Zuge des Iran-Kriegs hat der Bab al-Mandab zusätzlich an Bedeutung gewonnen.

Die Huthis kontrollieren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa sowie Gebiete an der Grenze zu den saudiarabischen Provinzen am Roten Meer. Die von Teheran unterstützte Miliz hatte Ende Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und griff seither nach eigenen Angaben saudiarabische Öltanker im Roten Meer sowie Ölanlagen in dem Königreich an. Die Miliz zog den Jemen damit in den Iran-Krieg hinein.

E.Reid--TNT

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