The National Times - USA greifen erstmals seit Wochen Ziele im Iran an

USA greifen erstmals seit Wochen Ziele im Iran an


USA greifen erstmals seit Wochen Ziele im Iran an
USA greifen erstmals seit Wochen Ziele im Iran an / Foto: © Iranian Army Media Office/AFP/Archiv

Erstmals seit einem Monat hat die US-Armee am Sonntag wieder Ziele im Iran angegriffen. Die Angriffe richteten sich gegen Raketenwerfer auf der iranischen Insel Larak in der Straße von Hormus, wie das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom mitteilte. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Angriffen auf Luftwaffenstützpunkte in Jordanien. Angesichts der neuen gegenseitigen Attacken schnellten die Ölpreise in die Höhe.

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Nach Angaben des US-Militärs sollten die Angriffe verhindern, dass der Iran weitere Seeminen in der Straße von Hormus deponiert. "US-Streitkräfte haben heute zwei iranische Abschussvorrichtungen auf der Insel Larak angegriffen", sagte ein Centcom-Sprecher. Die Revolutionsgarden seien dabei beobachtet worden, "wie sie sich darauf vorbereiteten, Raketen mit Seeminen in die Straße von Hormus abzufeuern". Der bis dato letzte US-Angriff auf Ziele im Iran war am 29. Juli erfolgt.

Die Revolutionsgarden teilten mit, bei den US-Angriffen habe es "Tote und Verletzte" gegeben. Als Antwort hätten sie die auch vom US-Militär in Jordanien genutzten Luftwaffenstützpunkte al-Asrak und King Hussein angegriffen. Dabei seien technische Infrastruktur, Wartungseinrichtungen sowie feindliche Kampfjet-Stellungen ins Visier genommen und "schwere Schäden" verursacht worden. Die jordanische Armee fing nach eigenen Angaben acht Raketen ab, die in den jordanischen Luftraum eingedrungen waren.

Seit dem Beginn des Iran-Krieges vor sechs Monaten hat Teheran die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus de facto blockiert. In der Folge schnellten weltweit die Ölpreise in die Höhe. Die Nachricht von den neuen Angriffen sorgte an den Ölmärkten für einen Preisanstieg. Ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent verzeichnete einen Preis von 90,31 Dollar und überschritt damit die symbolische Marke von 90 Dollar. Das US-Pendant West Texas Intermediate stieg auf 85,41 Dollar.

Die USA und Israel hatten ihre Angriffe auf den Iran am 28. Februar begonnen und am ersten Tag des Krieges den seit Jahrzehnten in Teheran herrschenden obersten Führer Ali Chamenei getötet. Der Iran schlug zurück, indem er US-Einrichtungen und US-Verbündete in der Golfregion angriff und dabei unter anderem Ziele in Kuwait, im Oman, in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Visier nahm.

Im April wurde ein Waffenstillstand vereinbart, im Juni ein Rahmenabkommen mit dem Ziel eines abschließenden Friedensabkommens geschlossen. Dennoch treten die unter anderem von den Vermittlerstaaten Pakistan und Katar vorangetriebenen diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Konfliktes und zur Regelung der Situation in der Straße von Hormus auf der Stelle.

Vor kurzem hatte US-Präsident Donald Trump daher angekündigt, einen beispiellosen "Wirtschaftskrieg" zu führen, um den Iran in die Knie zu zwingen; Finanzminister Scott Bessent drohte mit einer "wirtschaftlichen Erstickung" des Landes. Verschärfte Sekundärsanktionen sollen auch ausländische Geschäftspartner Teherans treffen.

Der Iran-Krieg ist in den USA äußerst unpopulär und könnte die Republikanische Partei bei der Kongresswahl im November viele Stimmen kosten. Der Senator der oppositionellen Demokratischen Partei, Jack Reed, warf Trump am Freitag vor, die USA hätten unter seiner Führung kein einziges Kriegsziel erreicht. Stattdessen habe der Präsident "unsere Position im Nahen Osten und in der Welt erheblich geschwächt", erklärte Reed.

Ein erklärtes Ziel war es, das iranische Atomwaffen- und Raketenprogramm unschädlich zu machen. Zuletzt lag der Fokus darauf, die Wiederöffnung und Sicherung der Straße von Hormus zu erreichen.

D.Kelly--TNT

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