The National Times - UN-Bericht: Mehr als die Hälfte der Böden weltweit befindet sich in schlechtem Zustand

UN-Bericht: Mehr als die Hälfte der Böden weltweit befindet sich in schlechtem Zustand


UN-Bericht: Mehr als die Hälfte der Böden weltweit befindet sich in schlechtem Zustand
UN-Bericht: Mehr als die Hälfte der Böden weltweit befindet sich in schlechtem Zustand / Foto: © AFP/Archiv

Mehr als die Hälfte der Böden weltweit befindet sich nach UN-Angaben in einem schlechten Zustand. In rund einem Drittel der Fälle ist die Bodenqualität mäßig, nur in 14 Prozent ist sie gut oder sehr gut, wie es in einem Donnerstag veröffentlichten Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) heißt. Damit seien die weltweite Nahrungsmittelversorgung und die Artenvielfalt gefährdet.

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Die größte Bedrohung für die Böden gehe von der Erosion aus, konstatiert der Bericht. Weitere Probleme seien unter anderem Nährstoffmangel, Verschmutzung und Versalzung. Der Klimawandel drohe die meisten der Probleme zu verstärken.

Böden trügen zu 95 Prozent zur Nahrungsmittelproduktion der Menschheit bei, beherbergten zahlreiche Arten und seien der zweitgrößte Kohlenstoffspeicher des Planeten nach den Ozeanen, erläuterten die Autoren des Berichts. Dennoch "beschleunigt sich die Bodenverschlechterung weiter in alarmierendem Tempo", warnten sie. Böden dürften nicht übermäßig beansprucht werden, vielmehr müsse verantwortungsvoll mit ihnen umgegangen werden.

Der Bericht war der zweite der FAO zum Zustand der Böden in aller Welt. Die erste Untersuchung von 2015 hatte bereits ergeben, dass sich die meisten Böden in mäßigem, schlechtem oder sehr schlechtem Zustand befinden. Seitdem sei die Weltbevölkerung um 800 Millionen Menschen angewachsen, und eine Fläche von der Größe Frankreichs und Deutschlands sei für die landwirtschaftliche Nutzung erschlossen worden, erklärte die FAO.

Der Bericht wurde während der laufenden Konferenz COP17 der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator veröffentlicht. Diplomaten und Experten aus aller Welt beraten dort noch bis Freitag zu dem Thema. Bei der Vorgängerkonferenz vor zwei Jahren in Riad in Saudi-Arabien war kein Abkommen erzielt worden.

S.Clarke--TNT

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