The National Times - Hackerangriff in Berlin: Offenbar keine sensiblen Daten erbeutet

Hackerangriff in Berlin: Offenbar keine sensiblen Daten erbeutet


Hackerangriff in Berlin: Offenbar keine sensiblen Daten erbeutet
Hackerangriff in Berlin: Offenbar keine sensiblen Daten erbeutet / Foto: © AFP/Archiv

Bei dem Hackerangriff auf Berliner Landesbehörden sind offenbar keine sensiblen Daten erbeutet worden. "Das ist der jetzige Kenntnisstand", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Mittwoch vor Journalisten. Breifwahlunterlagen für die anstehende Abgeordnetenhauswahl können inzwischen wieder online beantragt werden. Einen Tag lang war das wegen der Cyberattacke nicht möglich, wie Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sagte.

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Die IT-Systeme, die für die Wahlen am 20. September gebraucht würden, seien nach dem aktuellen Kenntnisstand nicht betroffen. Probleme gibt es aber noch beim Wohngeld: Wie Wegner ausführte, kann dieses derzeit noch nicht wieder beantragt oder ausgezählt werden.

Die beiden betroffenen Senatsverwaltungen waren aus Sicherheitsgründen seit Freitag vom Landesnetz isoliert worden. Noch sind sie noch nicht wieder im Internet erreichbar. Wegner zufolge kann das noch einige Tage dauern, auch wenn "mit Hochdruck" daran gearbeitet werde. Es handelt sich um die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und diejenige für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz.

Berlins Chief Digital Officer Florian Hauer sprach von einem "erheblichen Hackerangriff", der aber frühzeitig entdeckt worden sei. "Es gibt einen Eindringling im Netz oder es gab ihn zumindest", sagte er. Nun gehe es darum, "diese Gefahr einzudämmen und zu isolieren".

Wegen der Attacke tagt in Berlin ein Notfallstab unter Führung des Landesbevollmächtigten für Informationssicherheit, Olaf Kroll-Peters. Es handelt sich um einen sogenannten "IKT-Vorfall". Das ist ein Angriff, der die Sicherheit der Netzwerk- und Informationssysteme beeinträchtigen und Folgen für die Verfügbarkeit, Authentizität oder Vertraulichkeit von Daten oder Dienstleistungen haben kann.

Das Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft ermitteln und sind den Angaben zufolge mit den Sicherheitsbehörden des Bundes in "engem Austausch", darunter dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Genauere Informationen etwa zu Tatverdächtigen gibt es noch nicht. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollten die Behörden keine Einzelheiten nennen.

G.Waters--TNT

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