The National Times - Russisches Gericht verurteilt Jabloko-Politiker Schlosberg zu elf Jahren Haft

Russisches Gericht verurteilt Jabloko-Politiker Schlosberg zu elf Jahren Haft


Russisches Gericht verurteilt Jabloko-Politiker Schlosberg zu elf Jahren Haft
Russisches Gericht verurteilt Jabloko-Politiker Schlosberg zu elf Jahren Haft / Foto: © AFP/Archiv

Ein russisches Gericht hat einen hochrangigen Politiker der von der bevorstehenden Parlamentswahl ausgeschlossenen Anti-Kriegs-Partei Jabloko zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilt. Das Gericht im nordwestrussischen Pskow befand den Jabloko-Politiker Lew Schlosberg am Montag wegen "Diskreditierung der Armee" für schuldig und verhängte gegen ihn eine Freiheitsstrafe von elf Jahren und einem Monat. Jabloko sprach von einer "Tragödie des Zerfalls der zeitgenössischen russischen Justiz".

Textgröße ändern:

Der frühere Abgeordnete Schlosberg prangert Moskaus Vorgehen in der Ukraine bereits seit dem Jahr 2014 an. Im vergangenen Jahr war er wegen "Verunglimpfung" der russischen Armee festgenommen worden.

Ebenfalls am Montag befasst sich der Oberste Gerichtshof des Landes in Moskau mit einer Berufung von Jabloko-Chef Nikolaj Rybakow gegen den Ausschluss von dem für September geplanten Urnengang. Russlands Oberster Gerichtshof hatte eine Woche zuvor dem Antrag einer kremlnahen nationalistischen Gruppierung zum Ausschluss der Jabloko-Partei von der Parlamentswahl stattgegeben.

Jabloko (Russisch für Apfel) war 1993 von einer Gruppe pro-westlicher Politiker gegründet worden. Die Parteiführung hatte die anstehenden Wahlen zuletzt als "Referendum" gegen das militärische Vorgehen in der Ukraine dargestellt. Seit 2003 wurde in Russland jede Parlamentswahl von der Regierungspartei Geeintes Russland gewonnen, die Staatschef Wladimir Putin unterstützt.

M.A.Walters--TNT

Empfohlen

Thüringer BSW steht zu Koalition - weitere Konfrontation mit Parteispitze

Das BSW in Thüringen hat sich zur gemeinsamen Koalition mit CDU und SPD bekannt und sich damit klar gegen die Bundesspitze der Partei gestellt. Bei einer Fraktionssitzung in Erfurt stimmten die Landtagsabgeordneten des BSW am Montag einstimmig für eine Fortsetzung der Regierung unter Ministerpräsident Mario Voigt (CDU). BSW-Landeschefin Katja Wolf verbat sich auch an die Adresse des Bundesvorstands gerichtet "ferngesteuerte politische Kampagnen" und sprach von nervigen Debatten.

US-Senator der Demokraten verurteilt Trumps Kritik an Manövern mit Südkorea

Der ranghöchste US-Senator der Demokraten im Streitkräfteausschuss hat die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump verurteilt, die Beteiligung der US-Armee an jährlichen gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea zu verringern. "Dies ist eine weitere wahnwitzige, planlose Entscheidung von Präsident Trump und seiner chaotischen Regierung", erklärte der Senator Jack Reed am Montag. "China und Russland beobachten, wie leicht der Präsident Amerikas Verbündete im Stich lässt", fügte Reed hinzu.

SPD-Vorschlag zu Hitzeschutz erhält breite Unterstützung - Kanzler zögert noch

Für ihren Vorstoß zu einer Verfassungsänderung zugunsten des Hitzeschutzes erhält die SPD Unterstützung von Umweltverbänden, Sozialverbänden und Gewerkschaften. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wollte sich hingegen noch nicht festlegen, ob er die Forderung des Koalitionspartners unterstützt. Die Regierung werde nun zunächst intern über den Vorstoß der SPD-geführten Ministerien beraten, sagte Vizeregierungssprecher Sebastian Hille am Montag in Berlin.

Streit mit Bundesspitze: Thüringer BSW steht zu Regierungskoalition

Das BSW in Thüringen hält an der gemeinsamen Koalition mit CDU und SPD fest und geht damit auf weitere Konfrontation mit der BSW-Bundesspitze. Bei einer Fraktionssitzung in Erfurt stimmten die Landtagsabgeordneten des BSW am Montag einstimmig für eine Fortsetzung der Regierung unter Ministerpräsident Mario Voigt (CDU), wie ein Fraktionssprecher sagte. Insgesamt waren 13 der 15 Abgeordneten anwesend.

Textgröße ändern: