The National Times - Mehr als 110.000 Kanadier unterstützen Petition zur Ausweisung des US-Botschafters

Mehr als 110.000 Kanadier unterstützen Petition zur Ausweisung des US-Botschafters


Mehr als 110.000 Kanadier unterstützen Petition zur Ausweisung des US-Botschafters
Mehr als 110.000 Kanadier unterstützen Petition zur Ausweisung des US-Botschafters / Foto: © ANP/AFP/Archiv

In Kanada stößt eine Petition auf rege Zustimmung, wonach die Regierung US-Botschafter Pete Hoekstra zur unerwünschten Person erklären und ausweisen soll. Bislang unterzeichneten mehr als 116.000 Menschen das Bürgerbegehren, das noch bis zum 18. November läuft, hieß es am Donnerstag auf der Website des kanadischen Parlaments. Hoekstra ist ein unermüdlicher Verteidiger von US-Präsident Donald Trump, der wiederholt damnit gedroht hat, Kanada den USA einzuverleiben und das Nachbarland mit Zöllen zu überziehen.

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Der in den Niederlanden geboren Diplomat hat sich seit Beginn seiner Mission im April 2025 bei den Kanadiern unbeliebt gemacht. In einem Kommentar der Zeitung "Globe and Mail" hieß es im Mai, Hoekstra sei darauf aus, "die aggressive Grobheit seines Chefs weiterzugeben." Hoekstra würde nicht verstehen, warum die Kanadier so empört seien. "Der Botschafter scheint zu glauben, dass diese Nation ein Haufen unerklärlicher Unzufriedener ist, weil sie auf Präsident Donald Trumps Drohungen und Gerede so reagiert."

Hoekstra soll Berichten zufolge einen Vertreter der Provinz Ontario mit einer unflätigen Schimpftirade überzogen haben, weil in einer Anzeige der Provinzregierung zum Thema Zölle Ex-US-Präsident Ronald Reagan zu den Vorteilen freien Handels zitiert worden war. Trump selbst war über die Veröffentlichung so erbost, dass er alle Handelsgespräche aussetzte. Im vergangenen Juni sagte Hoekstra, die Überlegung einer Annexion Kanadas durch die USA wäre ein "großartiges Gesprächsthema" für Trump und den kanadischen Premier Mark Carney.

Hoekstra hatte schon während Trumps erster Amtszeit als US-Botschafter in den Niederlanden für Aufsehen gesorgt. 2015 musste er sich dafür entschuldigen, dass er wahrheitswidrig behauptet hatte, es gäbe in den Niederlanden wegen islamistischer Gewalt "No-Go-Zonen" und dass Muslime Politiker angezündet hätten.

W.Baxter--TNT

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