The National Times - Peru und Mexiko nehmen diplomatische Beziehungen wieder auf

Peru und Mexiko nehmen diplomatische Beziehungen wieder auf


Peru und Mexiko nehmen diplomatische Beziehungen wieder auf
Peru und Mexiko nehmen diplomatische Beziehungen wieder auf / Foto: © AFP/Archiv

Nach monatelangem Streit um Asyl für die frühere peruanische Regierungschefin Betssy Chávez haben Mexiko und Peru ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen. Das teilten beide Seiten am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung mit. Chávez habe ausreisen dürfen und befinde sich auf dem Weg nach Mexiko, sagte die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum vor Journalisten.

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Sheinbaum sprach von einer Geste des "guten Willens" der neuen peruanischen Präsidentin Keiko Fujimori. Chávez, die sich in der mexikanischen Botschaft in Lima aufgehalten hatte, sei die sichere Ausreise an Bord einer mexikanischen Militärmaschine gewährt worden.

Mexiko hatte Chávez bereits im vergangenen Jahr Asyl gewährt und damit einen Streit zwischen beiden Ländern verschärft. Der früheren Regierungschefin wird in Peru Mittäterschaft am mutmaßlichen Putschversuch des ehemaligen Präsidenten Pedro Castillo im Jahr 2022 vorgeworfen. Der linksgerichtete Politiker hatte damals versucht, den Kongress aufzulösen und per Dekret zu regieren. Er wurde des Amts enthoben und zu elf Jahren Haft verurteilt.

Nach der Amtsenthebung verschlechterten sich die Beziehungen zwischen Peru und Mexiko bereits erheblich. Mexiko gewährte Castillos Frau und Kindern Asyl, Peru wies daraufhin den mexikanischen Botschafter aus. Als Mexiko im vergangenen Jahr auch Chávez Asyl gewährte, warf die damalige peruanische Regierung Mexiko Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes vor.

In Peru wurde seitdem gewählt. Seit Ende Juli ist die rechtsgerichtete Keiko Fujimori Präsidentin des südamerikanischen Landes. Sie ist die Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori, der Peru von 1990 bis 2000 mit harter Hand regierte. Auch Keiko Fujimori kündigte ein hartes Durchgreifen gegen Kriminalität an und verhängte umgehend nach Amtsantritt den Ausnahmezustand, das Militär übernahm die Kontrolle über Kriminalitätshochburgen in Peru.

Q.Marshall--TNT

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