The National Times - Argentiniens Präsident Milei bekräftigt Attacken gegen Brasiliens Staatschef Lula

Argentiniens Präsident Milei bekräftigt Attacken gegen Brasiliens Staatschef Lula


Argentiniens Präsident Milei bekräftigt Attacken gegen Brasiliens Staatschef Lula
Argentiniens Präsident Milei bekräftigt Attacken gegen Brasiliens Staatschef Lula / Foto: © AFP

Argentiniens ultrarechter Präsident Javier Milei hat seine Attacken gegen Brasiliens linken Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva bekräftigt. "Er ist ein Dieb, ein Korrupter, er wurde als Dieb und Korrupter verurteilt", sagte Milei am Sonntag dem argentinischen Sender LN+. "Er saß in Haft, und deswegen stimmt auch das mit dem Sträfling." Lula sei außerdem wegen eines "bürokratischen Fehlers im Verfahren" aus der Haft entlassen worden, "nicht weil er unschuldig war".

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Der für die Beleidigung politischer Gegner bekannte Milei hatte vor etwas über einer Woche mit Attacken gegen den Präsidenten des Nachbarlandes für einen diplomatischen Eklat gesorgt. Bei der Kür des rechtsgerichteten brasilianischen Senators Flávio Bolsonaro - Sohn von Ex-Präsident Jair Bolsonaro - zum Präsidentschaftskandidaten hatte Milei Lula als "Dieb" und "Sträfling" bezeichnet.

Die brasilianische Regierung rief daraufhin ihren Botschafter in Buenos Aires zurück. Auch bestellte sie den argentinischen Botschafter ein.

Lula, der bereits von 2003 bis 2010 Präsident Brasiliens war, war 2017 wegen Korruptionsvorwürfen zu zunächst zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Das Verfahren war umstritten, der Linkspolitiker bezeichnete die Vorwürfe gegen ihn stets als politisch motivierten Versuch, ihn von einer weiteren Präsidentschaftskandidatur abzuhalten.

Lula wurde im November 2019 nach mehr als 18 Monaten Gefängnis freigelassen, seine Verurteilungen wurden später aufgehoben. Unter anderem wurde der Richter, der ihn verurteilt hatte, für befangen erklärt.

Bei der Präsidentschaftswahl 2022 setzte Lula sich dann gegen den ultrarechten Amtsinhaber Jair Bolsonaro durch. Dieser wurde im September vergangenen Jahres wegen eines Umsturzversuchs nach seiner Wahlniederlage gegen Lula zu gut 27 Jahren Gefängnis verurteilt.

Nun wird Bolsonaros Sohn Flávio den 80-jährigen Amtsinhaber Lula bei der Präsidentschaftswahl im Herbst herausfordern. Außerdem wird die Ehefrau von Ex-Präsident Bolsonaro, Michelle Bolsonaro, für den Senat kandidieren. Sie wurde am Sonntag als Kandidatin vorgestellt. Michelle Bolsonaro hatte sich kürzlich mit ihrem Stiefsohn Flávio zerstritten, dann aber dessen Entschuldigung angenommen.

B.Cooper--TNT

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