The National Times - Trump setzt Iran-Angriffe nach seiner vorherigen Eskalationsdrohung vorerst aus

Trump setzt Iran-Angriffe nach seiner vorherigen Eskalationsdrohung vorerst aus


Trump setzt Iran-Angriffe nach seiner vorherigen Eskalationsdrohung vorerst aus
Trump setzt Iran-Angriffe nach seiner vorherigen Eskalationsdrohung vorerst aus / Foto: © AFP

Im Iran-Krieg sind neue Angriffe der USA zunächst ausgeblieben. US-Präsident Donald Trump erklärte am Samstag, er habe einen geplanten Angriff auf Bitten des Iran und anderer Staaten abgesagt, da sich eine neue Vereinbarung abzeichne. Teheran nannte diese Darstellung am Sonntag "nichts als eine neue Lüge" und beharrte auf der Schließung der Straße von Hormus.

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Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, die USA seien bereit gewesen, den Iran mit "einem Ausmaß an militärischem Terror, Stärke und Kraft" anzugreifen, "wie es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gesehen wurde". Doch habe er aufgrund der "Bitte" des Iran und anderer Staaten "zugestimmt, (...) den Angriff abzusagen". Israel schließe sich dieser Zusage an.

Voraussetzung für einen weiteren Verzicht auf Angriffe sei ein rasches Abkommen mit Teheran, warnte Trump. Dieses müsse eine "sofortige, vollständige und komplette Öffnung der Straße von Hormus" sowie ein "Ende von Irans atomarer Bedrohung" umfassen. "Macht euch an die Arbeit, alle, und bringt es zu Ende", forderte der US-Präsident.

Iranische Militärvertreter wiesen Trumps Darstellung zurück. "Unsere Streitkräfte befinden sich in höchster Alarmbereitschaft und sind auf jede Eventualität vorbereitet", zitierte die Nachrichtenagentur Mehr die Militärs. Auch bei der Straße von Hormus blieb Teheran hart: "Solange die USA ihre feindseligen Handlungen fortsetzen, wird die Straße von Hormus geschlossen bleiben", schrieb die Agentur Fars unter Berufung auf Kreise rund um das iranische Atomverhandlungsteam.

Der Iran hat die Straße von Hormus seit Kriegsbeginn weitgehend blockiert. Teheran verlangt von Schiffen Genehmigungen und Gebühren für die Durchfahrt durch die Meerenge. Die USA blockieren im Gegenzug iranische Häfen. Durch die Straße von Hormus wurden bis zum Beginn des Iran-Kriegs im Februar rund 20 Prozent der weltweit geförderten Menge an Erdöl und Flüssiggas transportiert.

Trump telefonierte am Wochenende mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Dabei unterstrich bin Salman nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur SPA "die Notwendigkeit, dem Dialog Vorrang zu geben und auf eine Waffenruhe hinzuarbeiten". Irans Außenminister Abbas Araghtschi sprach unterdessen nach iranischen Angaben mit seinen Amtskollegen in Saudi-Arabien und der Türkei sowie mit der pakistanischen Armeeführung.

Vor dem vorläufigen Angriffsstopp hatte Trump eine Drohkulisse aufgebaut. "Wir werden ihn ganz hart angehen", hatte Trump am Freitag über den Iran gesagt. Das "Wall Street Journal" berichtete, der Präsident habe einen neuen Angriff angeordnet. Dem Sender CBS News zufolge waren mögliche Angriffe der USA und Israels auf iranische Ölraffinerien und Kraftwerke geplant, Trump habe dafür aber noch kein grünes Licht gegeben.

Das iranische Militär hatte seinerseits die Verbündeten Washingtons gewarnt, jedes Land, das "dem verbrecherischen und aggressiven Amerika" als "Schutzschild" diene, werde "von den Flammen des Krieges erfasst". US-Vertretungen in Amman, Jerusalem und Bagdad hatten US-Bürger aufgerufen, eine Ausreise zu erwägen oder sich darauf vorzubereiten.

Zwischen Freitag und Sonntag wurden dann aber keine neuen gegenseitigen Angriffe gemeldet. Am Samstag traf jedoch ein "unbekanntes Geschoss" einen Tanker vor der Küste des Oman. Bereits am Mittwoch hatte eine Drohne in einem ägyptischen Hafen einen von einem US-Unternehmen betriebenes Gastanker getroffen. Wer für die Angriffe verantwortlich war, blieb unklar.

Der Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Ein im Juni geschlossenes Rahmenabkommen für einen dauerhaften Frieden scheiterte. Mitte Juli nahmen die USA ihre Angriffe wieder auf.

F.Morgan--TNT

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