The National Times - Furcht vor Eskalation im Iran-Krieg wächst - Trump droht mit Angriffen auf Brücken und Kraftwerke

Furcht vor Eskalation im Iran-Krieg wächst - Trump droht mit Angriffen auf Brücken und Kraftwerke


Furcht vor Eskalation im Iran-Krieg wächst - Trump droht mit Angriffen auf Brücken und Kraftwerke
Furcht vor Eskalation im Iran-Krieg wächst - Trump droht mit Angriffen auf Brücken und Kraftwerke / Foto: © US Central Command (CENTCOM)/AFP

Nach neuen US-Angriffen im Iran und Gegenangriffen Teherans wächst die Angst vor einer weiteren Eskalation in dem Krieg. US-Präsident Donald Trump drohte am Mittwoch mit Angriffen auf Brücken und Kraftwerke im Iran und zwar jedes Mal, wenn der Iran Schiffe in der Straße von Hormus attackiert. Zuvor hatte die US-Armee die elfte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen - darunter offenbar auch erstmals wieder die Hauptstadt Teheran. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen. Der Ölpreis stieg in der Folge stark an. Vermittler Pakistan warnte davor, Saudi-Arabien in den Krieg hineinzuziehen.

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Trump hatte am Dienstag neue massive Angriffe auf den Iran angekündigt. Die USA seien mit Teheran "noch lange nicht fertig", sagte er in Washington. Am Mittwoch drohte er erneut mit Angriffen auf die zivile iranische Infrastruktur des Iran. "Jedes Mal, wenn die Islamische Republik Iran in der Straße von Hormus auf ein Schiff schießt (...), werden die Vereinigten Staaten eine Brücke oder ein Kraftwerk bombardieren und zerstören", schrieb er in Online-Netzwerken.

Zuvor hatte die US-Armee in der Nacht zahlreiche Ziele im Iran angegriffen. Iranische Medien berichten unter anderem von Attacken auf die Insel Larak, die in der Nähe der strategisch wichtigen Straße von Hormus liegt. Das US-Regionalkommando Centcom erklärte dazu am Mittwoch im Onlinedienst X, die Attacken sollten die "iranischen Fähigkeiten schwächen, den Schiffsverkehr zu beeinträchtigen". Auch in der Hauptstadt Teheran wurde nach Angaben der Staatsmedien die Luftabwehr aktiviert. Die iranische Hauptstadt war seit Monaten nicht mehr attackiert worden.

Bei einem Treffen südostasiatischer Außenminister in Manila erklärte US-Außenminister Marco Rubio, der Iran dürfe die Kontrolle über die Meerenge nicht behalten. "Wenn wir im Nahen Osten einen Präzedenzfall schaffen, bei dem ein Nationalstaat entscheiden kann, eine internationale Wasserstraße zu kontrollieren, eine Maut zu erheben und Schiffe in die Luft zu jagen, falls nicht gezahlt wird, dann schaffen wir einen sehr gefährlichen Präzedenzfall, der sich in anderen Teilen der Welt wiederholt", sagte Rubio.

Weitere US-Luftangriffe gab es staatlichen iranischen Medien zufolge in der Hafenstadt Buschehr, in der sich das einzige iranische Atomkraftwerk befindet. Trump hatte kürzlich außerdem mit Angriffen auf einen Berg im Zentrum Irans gedroht, unter dem der Iran nach Einschätzung westlicher Geheimdienste eine versteckte Anreicherungsanlage für Nuklearmaterial errichtet. "Wir werden dieses Gebiet ziemlich bald und sehr hart angreifen", sagte Trump am Dienstag zu dem Pickaxe genannten Berg.

Teheran bestritt am Mittwoch, dass es entsprechende Einrichtungen in der Region gebe. "Washingtons Besessenheit" mit dem Berg sei nur ein "konstruierter Vorwand für Aggression, Zerstörung und Sabotage", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei. Falls es zu einer Attacke auf den Berg komme, würden "sämtliche Interessen Amerikas, seiner Verbündeten und Unterstützer" in der Region ins Visier genommen, hieß es in einer im staatlichen Fernsehsender Irib verbreiteten Erklärung der Armeeführung.

Mehrere Länder in der Region berichteten über iranische Luftangriffe. Die jordanische Armee erklärte, vier iranische Raketen und vier Drohnen abgeschossen zu haben. Zwei weitere Raketen seien in unbewohntem Gebiet niedergegangen. Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben. Luftalarm und Explosionen waren auch in der bahrainischen Hauptstadt Manama zu hören. Eine kurzzeitige Warnung vor iranischem Beschuss gab auch die saudiarabische Zivilschutzbehörde für die Stadt Dammam im Osten des Landes heraus.

Pakistan, das in dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran vermittelt, erklärte derweil, es sei "zutiefst besorgt" über Versuche der jemenitischen Huthi-Miliz, Saudi-Arabien weiter in den Krieg hineinzuziehen. Islamabad bekräftige "seine unerschütterliche Unterstützung" für das "befreundete Königreich Saudi-Arabien", erklärte das Außenministerium.

Die jemenitische Huthi-Miliz, die vom Iran unterstützt wird, hatte am Montag eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt. Die Huthis hatten bereits früher versucht, die Meerenge von Bab-al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres zu blockieren. Der saudiarabische Hafen Yanbu am Roten Meer ermöglicht es Saudi-Arabien, Öl zu exportieren, ohne die Meerenge von Hormus passieren zu müssen.

Die USA und der Iran hatten Mitte Juni ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das binnen 60 Tagen zu einem vollständigen Friedensabkommen führen sollte. Mitte Juli nahmen die USA die Angriffe aber wieder auf.

Dabei wird der Krieg für die USA immer teurer. Verteidigungsminister Pete Hegseth schätzte die bisherigen Kosten in einer Senatsanhörung am Dienstag auf 37,5 Milliarden Dollar (knapp 33 Milliarden Euro). Zugleich verteidigte er die beantragten zusätzlichen 67 Milliarden Dollar für das Pentagon. Das neue Geld sei "dringend" notwendig, um die Kosten für den Iran-Krieg bis Ende September zu decken.

Teuer wird der Krieg auch für die Verbraucher. So stieg der Ölpreis am Mittwoch erstmals seit fast sechs Wochen wieder über die Schwelle von 95 Dollar.

T.Ward--TNT

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