The National Times - US-Außenministerium wirft Kuba jahrzehntelange Spionage und Unterwanderung vor

US-Außenministerium wirft Kuba jahrzehntelange Spionage und Unterwanderung vor


US-Außenministerium wirft Kuba jahrzehntelange Spionage und Unterwanderung vor
US-Außenministerium wirft Kuba jahrzehntelange Spionage und Unterwanderung vor / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen haben die USA Kuba jahrzehntelange Spionage und Unterwanderung vorgeworfen. Kuba sei "in die höchsten Ebenen der US-Regierung eingedrungen", heißt es in einem am Montag vorgestellten Bericht des US-Außenministeriums. Die kubanische Regierung habe zudem "Generationen von US-Aktivisten rekrutiert und aufgebaut und eine beispiellose Welle linksterroristischer Anschläge auf amerikanischem Boden unterstützt".

Textgröße ändern:

Kuba führe einen "Zermürbungskrieg" gegen die USA, der das Ziel verfolge, die USA gegen sich selbst aufzubringen, heißt es in dem Dokument. Der Bericht, der wenig neue Fakten enthält, ist der jüngste Tiefpunkt in den angespannten Beziehungen zwischen den USA und dem kommunistischen Land seit der Amtsübernahme von US-Präsident Donald Trump.

Trump wirft Kuba Staatsterrorismus vor und hat mehrfach damit gedroht, den Inselstaat "einzunehmen". Washington hatte in den vergangenen Monaten den Druck auf den Karibikstaat verstärkt und dafür gesorgt, dass Venezuela im Januar seine Öllieferungen an Kuba einstellte. Dies verschärfte die Wirtschaftskrise in dem Inselstaat. Nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die US-Armee hatte Trump angedeutet, dass Kuba Ähnliches drohen könne.

Seit dem Kalten Krieg haben die USA und Kuba sich immer wieder gegenseitig der Spionage beschuldigt. Ein hochrangiger Mitarbeiter des US-Außenministeriums und ein früherer US-Botschafter gestanden kürzlich vor Gericht, für das kommunistische Land spioniert zu haben. Der US-Geheimdienst versuchte seinerseits häufig, kubanische Politiker gezielt zu töten, unter ihnen den langjährigen Präsidenten Fidel Castro.

Der damalige US-Präsident Barack Obama hatte 2015 eine Annäherung an Kuba eingeleitet. Dies machte Trump bereits nach seiner ersten Amtsübernahme 2017 umgehend rückgängig. US-Außenminister Marco Rubio, selbst Kind kubanischer Einwanderer, unterstützt die Verschärfung der Kuba-Politik.

Kuba steckt nicht zuletzt wegen der US-Sanktionen in seiner schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Der Karibikstaat leidet insbesondere unter Stromausfällen und Treibstoffmangel.

R.Evans--TNT

Empfohlen

US-Kongress stimmt für deutlich verschärfte Russland-Sanktionen

Nach langen Verhandlungen hat der US-Kongress deutlich verschärfte Sanktionen gegen Russland beschlossen. Nach dem Senat billigte am Mittwoch auch das Repräsentantenhaus das Sanktionspaket - das erste gegen Russland in der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump. Es sieht Strafmaßnahmen gegen Präsident Wladimir Putin vor und nimmt die sogenannte Schattenflotte ins Visier, mit deren Schiffen Moskau internationale Ölsanktionen umgeht. Zudem kann Trump hohe Strafzölle gegen Importe aus Russland und verbündeten Ländern verhängen.

Letztes TV-Duell vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Schwesig in Angriffslaune

Vier Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sind Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und ihr Herausforderer Leif-Erik Holm (AfD) noch einmal direkt aufeinander getroffen. Beim einstündigen TV-Duell im NDR-Fernsehen zeigte sich Schwesig am Mittwochabend in Angriffslaune. Holm hatte Mühe, den vielen Attacken etwas entgegen zu halten.

Berlin-Wahl: "Wahlarena" macht Differenzen zwischen SPD und Linke deutlich

In der "Wahlarena" des RBB haben sich wenige Tage vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin deutliche Differenzen zwischen den potenziellen Koalitionspartnern SPD und Linke gezeigt. Unter anderem bei den Themen Enteignungen und innere Sicherheit vertraten SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach und Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp teils gegensätzliche Positionen.

Niederlage für Trump: US-Notenbank Fed erhöht Leitzins erstmals seit 2023

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins erstmals seit gut drei Jahren erhöht - und Präsident Donald Trump damit eine Niederlage bereitet. Die Fed hob den maßgeblichen Zinssatz am Mittwoch um 0,25 Prozentpunkte an, er liegt nun in einer Spanne zwischen 3,75 bis 4,0 Prozent. Trump hatte immer wieder einen Zinsschnitt verlangt.

Textgröße ändern: