The National Times - US-Armee greift erneut den Iran an - Revolutionsgarden stoppen Schiffe in Straße von Hormus

US-Armee greift erneut den Iran an - Revolutionsgarden stoppen Schiffe in Straße von Hormus


US-Armee greift erneut den Iran an - Revolutionsgarden stoppen Schiffe in Straße von Hormus
US-Armee greift erneut den Iran an - Revolutionsgarden stoppen Schiffe in Straße von Hormus / Foto: © AFP

Als Reaktion auf die zuletzt im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten haben die Vereinigten Staaten die neunte Nacht in Folge Angriffe auf die Islamische Republik ausgeführt. Das US-Militär erklärte am Sonntag (Ortszeit), mit den Angriffen auf Militäranlagen sollten iranische Attacken auf Schiffe in der Straße von Hormus verhindert werden. Außenminister Marco Rubio forderte andere Länder in diesem Zusammenhang zu mehr Unterstützung der USA auf. Die iranischen Revolutionsgarden stoppten laut Staatsmedien unter anderem zwei Schiffe im Bereich der Meerenge.

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US-Präsident Donald Trump sagte, der Iran sei "wieder sehr hart getroffen" worden. Die Angriffe seien "zu Ehren" der "wahrscheinlich drei großartigen Patrioten" erfolgt. Am Freitag waren bei iranischen Angriffen auf Ziele in Jordanien zwei US-Soldaten getötet worden. Ein dritter Militärangehöriger wurde zunächst vermisst. Am Sonntag erklärten die US-Streitkräfte, vor Ort seien sterbliche Überreste gefunden worden, die nun identifiziert werden sollten.

Das US-Regionalkommando Centcom erklärte, die jüngsten Angriffe im Iran hätten unter anderem Kommandozentren, Luftabwehr- und Küstenüberwachungsanlagen sowie Raketen- und Drohnenabschussstellungen gegolten. Damit solle die Fähigkeit des Iran weiter geschwächt werden, Handelsschiffe und zivile Seeleute in der Straße von Hormus anzugreifen. Die für den weltweiten Öl- und Flüssiggashandel wichtige Meerenge steht im Mittelpunkt der wieder aufgeflammten Kämpfe zwischen dem Iran und den USA.

US-Außenminister Rubio sagte, die Vereinigten Staaten würden "weiterhin tun, was nötig ist, um die weltweite Schifffahrt zu schützen". Andere Staaten müssten jedoch "durch Ausrüstung oder Finanzmittel" ihren Beitrag dazu leisten. "Zumindest einige Leute im Iran" wollten die Meerenge kontrollieren und somit als "Druckmittel gegenüber der Welt" einsetzen.

Die iranischen Revolutionsgarden, die ideologische Armee des Iran, stoppten laut Staatsmedien zwei Öltanker im Bereich der Straße von Hormus. Die beiden Schiffe hätten versucht, auf "nicht genehmigte" Weise über die Südroute in die Meerenge einzufahren beziehungsweise diese zu verlassen, erklärten die Revolutionsgarden laut der Nachrichtenagentur Tasnim. Die Schiffe seien "explodiert". Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) hatte zuvor erklärt, in der Straße von Hormus brenne ein Schiff. Die Brandursache sei vorerst unklar.

Die Revolutionsgarden erklärten zudem laut dem staatlichen Rundfunk, sie hätten in Akaba in Jordanien stationierte US-Militärflugzeuge mit ballistischen Raketen angegriffen. Einigen von ihnen hätten sie "schwere Schäden" zugefügt.

In Kuwait griffen die Garden nach eigenen Angaben Einrichtungen des US-Militärs an. Die kuwaitische Armee erklärte, sie habe "feindliche Drohnenangriffe infolge iranischer Aggression" abgewehrt. In Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst, wie das dortige Innenministerium mitteilte.

Desweiteren griffen die Revolutionsgarden laut staatlichen Medien "das feindliche Kommandozentrum für Spezialeinsätze in der Region Al-Tanf in Syrien" an. Bereits am Freitag hatten die Revolutionsgarden erklärt, dass sie den Stützpunkt Al-Tanf angegriffen hätten. Aus syrischen Militärkreisen wurde der Angriff dementiert. Die syrische Armee hatte im Februar nach dem Abzug der USA die Kontrolle über den Stützpunkt übernommen.

Wegen des anhaltenden Konflikts zwischen den USA und dem Iran stieg der Ölpreis für die Nordseesorte Brent zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Juni. Im Handel an den asiatischen Börsen wurde am Montag die Marke von 91 Dollar (79,60 Euro)überschritten.

Die USA und der Iran hatten sich bereits in den vergangenen Tagen heftig gegenseitig angegriffen. Am Samstag erklärte Teheran die im Juni mit Washington ausgehandelte Rahmenvereinbarung für hinfällig. Diese sollte ein endgültiges Friedensabkommen binnen 60 Tagen ermöglichen. Der Krieg hatte am 28. Februar mit Luftangriffen Israels und der USA auf den Iran begonnen. Seit Anfang April galt eine brüchige Waffenruhe.

N.Roberts--TNT

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