The National Times - Spritpreise steigen wegen Iran-Kriegs wieder - Bundesrat lehnt Preisdeckel ab

Spritpreise steigen wegen Iran-Kriegs wieder - Bundesrat lehnt Preisdeckel ab


Spritpreise steigen wegen Iran-Kriegs wieder - Bundesrat lehnt Preisdeckel ab

Das Wiederaufflammen des Iran-Kriegs hat die Preise an den Tankstellen in Deutschland wieder steigen lassen - die Mineralölkonzerne gaben die gestiegenen Ölpreise offenbar unmittelbar an die Verbraucher weiter. Der ADAC sprach am Freitag von einem "deutlichen Sprung nach oben". Diesel und Benzin lägen nun wieder über der Marke von zwei Euro pro Liter.

Textgröße ändern:

Am Donnerstag kostete ein Liter E10 im Tagesdurchschnitt den Angaben nach 2,060 Euro. Ein Liter Diesel kostete 2,012 Euro. "Der Preisabstand zwischen den beiden Kraftstoffen hat sich zudem spürbar verringert", erklärte der ADAC.

Das letzte Mal, dass beide Kraftstoffsorten gleichzeitig über zwei Euro lagen, war demnach am 6. Mai. Damals hatte ein Liter Super E10 im Schnitt 2,002 Euro gekostet, Diesel 2,056 Euro. Es galt allerdings noch der Tankrabatt, der den Preis um fast 17 Cent pro Liter reduzierte.

Die Spritpreise waren in den vergangenen Wochen mit der vorläufigen Waffenruhe am Persischen Golf wieder deutlich gesunken. Einen starken Anstieg an den Zapfsäulen in Deutschland gab es dann Anfang Juli mit Auslaufen des Tankrabatts. In der Nacht zum Mittwoch aber begannen die USA wieder mit massiven Angriffen auf den Iran. Die Streitkräfte Teherans griffen daraufhin wieder US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain an. Der Ölpreis stieg daraufhin.

Das Saarland und Mecklenburg-Vorpommern scheiterten derweil am Freitag im Bundesrat mit ihrem Vorschlag, flexible Höchstpreise für Benzin, Diesel und Heizöl staatlich festzulegen. Im Plenum der Länderkammer fand dieses sogenannte Luxemburger Modell keine Mehrheit.

V.Bennett--TNT

Empfohlen

Bundesverwaltungsgericht verhandelt über Arbeitsbelastung von Schulleiter

Vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig geht es am Donnerstag (11.30 Uhr) um die Arbeitszeit von Lehrkräften. Es klagt der frühere Leiter einer Grundschule in Niedersachsen. Er gibt an, dass er deutlich mehr gearbeitet habe als die für Beamte geltende Durchschnittszeit von 40 Stunden pro Woche. Dafür fordert er einen finanziellen Ausgleich. (Az. 2 C 19.25)

Frankreichs Präsident Macron trifft libanesischen Präsidenten und jordanischen König

Der französische Präsident Emmanuel Macron empfängt am Donnerstag (ab 08.30 Uhr) seinen libanesischen Amtskollegen Joseph Aoun und den jordanischen König Abdullah II. Nach Einzelgesprächen wollen die drei Staatschefs gemeinsam eine hochrangige Tagung von Militärexperten eröffnen, bei der es um die Unterstützung der libanesischen Streitkräfte geht, wie das französische Präsidialamt mitteilte.

Kanadas Premier Carney hält Rede im EU-Parlament

Vor dem Hintergrund einer stärkeren Annäherung zwischen Kanada und der EU hält der kanadische Premierminister Mark Carney am Donnerstag eine Rede im EU-Parlament in Straßburg (11.30 Uhr MESZ). Es wird erwartet, dass Carney den Abgeordneten seine Idee einer "einzigartigen Allianz" zwischen seinem Land und der Europäischen Union erläutert.

Nach Kopf-an-Kopf-Rennen: Ergebnis der Parlamentswahl in Schweden wird erwartet

Vier Tage nach der Parlamentswahl in Schweden soll das mit Spannung erwartete offizielle Ergebnis des Urnengangs bekanntgegeben werden. In bisherigen Auszählungen hatte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen einem möglichen linksgerichteten Bündnis bisheriger Oppositionsparteien und der konservativen Regierungskoalition von Ministerpräsident Ulf Kristersson gegeben. Grund für das lange Warten auf das Endergebnis waren nach Angaben der Wahlkommission unter anderem zunächst nicht ausgezählte Stimmen der im Ausland lebenden Schweden sowie von Briefwählern.

Textgröße ändern: