The National Times - Zehn Tote und mehr als 20 Verletzte bei Bombenanschlag in Café in Damaskus

Zehn Tote und mehr als 20 Verletzte bei Bombenanschlag in Café in Damaskus


Zehn Tote und mehr als 20 Verletzte bei Bombenanschlag in Café in Damaskus
Zehn Tote und mehr als 20 Verletzte bei Bombenanschlag in Café in Damaskus / Foto: © AFP

Bei dem Bombenanschlag am Donnerstag in einem Café im Zentrum von Damaskus sind laut einer neuen Bilanz der Regierung zehn Menschen getötet worden. 21 weitere Menschen wurden verletzt, wie das syrische Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Zunächst bekannte sich weiterhin niemand zu der Tat. In einer vorherigen Zwischenbilanz hatte das Ministerium von neun Toten und 20 Verletzten berichtet.

Textgröße ändern:

In dem belebten Viertel im Zentrum der syrischen Hauptstadt war am Donnerstag nach der Bombenexplosion Panik ausgebrochen. Die Detonation ereignete sich in der Nähe des Justizpalastes.

Den Behörden zufolge wurde die Explosion durch einen am Tatort platzierten Sprengsatz verursacht. Die selbstgebaute Bombe war den Angaben zufolge ein Kilogramm schwer und enthielt Metallteile.

Der Gouverneur von Damaskus, Maher Eldibi, gab bekannt, dass eine Untersuchung eingeleitet worden sei. "Die Verantwortlichen für dieses Blutvergießen werden bestraft", sagte er. Der stellvertretende UN-Sondergesandte für Syrien, Claudio Cordone, erklärte im Onlinedienst X, die Täter "sollten vor Gericht gestellt werden".

Die Regierung unter Präsident Ahmed al-Scharaa ist bemüht, nach dem langen Bürgerkrieg die Sicherheit im Land wieder herzustellen. Dennoch hat es seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad durch islamistische Milizen im Dezember 2024 in Damaskus mehrere tödliche Anschläge gegeben.

Im Juni 2025 wurden bei einem Angriff auf eine Kirche 25 Menschen getötet. Zu dem Anschlag bekannte sich damals eine sunnitische islamistische Gruppe. Die syrischen Behörden machten die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verantwortlich. Im Mai wurde in der Altstadt von Damaskus ein Soldat durch eine Autobombe getötet.

K.M.Thompson--TNT

Empfohlen

Ranghohe Iraner und Gäste erweisen getötetem obersten Führer Chamenei letzte Ehre

Einen Tag vor Beginn der offiziellen Trauerfeierlichkeiten im Iran für Ayatollah Ali Chamenei haben Präsident Masud Peseschkian und andere ranghohe iranische Regierungsvertreter dem im Krieg getöteten obersten Führer des Landes die letzte Ehre erwiesen. Auch ausländische Gäste wie der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew und der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif besuchten die Mosalla von Teheran, einen weitläufigen Moschee-Komplex, in den der Sarg am Freitag gebracht worden war.

UNO ruft wegen "Katastrophe" in al-Obeid im Sudan "rote Alarmstufe" aus

Angesichts einer sich abzeichnenden "Katastrophe" in der Stadt al-Obeid im Sudan hat der UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk eine "rote Alarmstrufe" ausgerufen. "Die Zeichen aus El-Obeid sind klar und unmissverständlich: In Sudan entfaltet sich eine weitere menschenrechtliche Katastrophe", sagte Türk am Freitag in einer Dringlichkeitsdebatte vor dem UN-Menschenrechtsrat. Er rief die Staats- und Regierungschefs dazu auf, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um Gräueltaten zu verhindern.

85-jähriger Deutscher in Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörde ICE gestorben

Ein 85-jähriger Deutscher ist im Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörde ICE gestorben. Der Mann starb am 24. Juni in einem Krankenhaus der texanischen Stadt Harlingen, wie ICE am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Adrian Andreas F. war dort den Angaben zufolge seit November wegen möglicher Demenz, Wahrnehmungsstörungen, hohen Blutdrucks und Geschwüren behandelt worden. Zur Feststellung der Todesursache seien noch die Ergebnisse der Obduktion abzuwarten, erklärte die Behörde.

Litauen will Teil der atomaren Abschreckung der Nato gegenüber Russland werden

Litauens Präsident Gitanas Nauseda hat bei seinem Besuch in Berlin bekannt gegeben, dass sein Land Teil der atomaren Abschreckung der Nato gegenüber Russland werden möchte. Eine Verfassungsänderung solle die "bestehende Beschränkung über die mögliche Nutzung von Atomwaffen in Litauen" beseitigen, sagte Nauseda bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Estlands Regierungschef Kristen Michal und Lettlands Präsident Edgars Rinkevics am Freitag in Berlin.

Textgröße ändern: