The National Times - Weitere Beratungen zwischen USA und Iran nach Trauerfeier für Chamenei geplant

Weitere Beratungen zwischen USA und Iran nach Trauerfeier für Chamenei geplant


Weitere Beratungen zwischen USA und Iran nach Trauerfeier für Chamenei geplant
Weitere Beratungen zwischen USA und Iran nach Trauerfeier für Chamenei geplant / Foto: © AFP

Nach indirekten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran in Katar haben sich beide Seiten auf eine Fortsetzung der Beratungen verständigt. Ein Sprecher des katarischen Außenministeriums erklärte, diese sollten "in der näheren Zukunft" fortgeführt werden - allerdings erst nach den Trauerfeierlichkeiten für den getöteten Ayatollah Ali Chamenei im Iran. Teherans Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf rief seine Landsleute am Donnerstag zur Teilnahme an der Trauerfeier für Chamenei auf, um dessen Tod zu "rächen".

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Katarische und pakistanische Vermittler hätten in Doha getrennte Treffen mit den Unterhändlern der USA und des Iran abgeschlossen, erklärten die beiden Vermittlerländer am Donnerstag. Es seien "positive Fortschritte" erzielt worden.

Die Teilnehmer hätten sich darauf geeinigt, bis Donnerstag "einen Kommunikationskanal einzurichten", erklärte Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi im Anschluss. Ihm zufolge sollen damit Verstöße gegen das zwischen den USA und dem Iran geschlossene Rahmenabkommen gemeldet und dokumentiert werden.

US-Präsident Donald Trump sagte am Mittwoch, es sehe so aus, als komme die "Denuklearisierung des Iran gut voran". Es habe "sehr gute" Treffen gegeben "und wir werden sehen".

Die Beratungen in Doha fanden vor dem Hintergrund erneuter Spannungen um die Straße von Hormus und das iranische Atomprogramm statt. Am Wochenende hatten sich die USA und der Iran gegenseitig militärisch attackiert und der jeweils anderen Seite Verstöße gegen die geltende Waffenruhe vorgeworfen.

Bei Verhandlungen in der Schweiz hatten sich Washington und Teheran Mitte Juni auf einen Fahrplan für ein Friedensabkommen in der Region geeinigt. Innerhalb von 60 Tagen soll ein detailliertes und dauerhaftes Abkommen zur Beendigung des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs ausgehandelt werden.

Zwar wurde nun vereinbart, die Beratungen bald fortzusetzen - allerdings erst nach den mehrtägigen Trauerfeierlichkeiten für Chamenei, die am Wochenende beginnen. Der iranische Chefunterhändler Ghalibaf rief seine Landsleute auf, zahlreich an der Trauerfeier teilzunehmen, um Chameneis Tod zu "rächen".

"Ich lade das gesamte iranische Volk ein (...), durch Eure Anwesenheit ein ruhmreiches Kapitel in der Geschichte des islamischen Iran zu schreiben", erklärte Ghalibaf. "Der Ruf der Nation nach Rache muss in den Ohren der ganzen Welt widerhallen", fuhr er fort.

Der Leichnam Chameneis wird am Samstag in der Mosalla von Teheran aufgebahrt. Der Komplex wurde für die großen Freitagsgebete, offizielle Gedenkfeiern und religiöse Versammlungen konzipiert.

Die Behörden rechnen allein in Teheran mit 15 bis 20 Millionen Teilnehmern bei der dreitägigen Trauerfeier in der iranischen Hauptstadt, durch die am Montag ein Trauerzug ziehen wird. Der Iran stehe "vor einem der prägendsten Momente seiner Geschichte", erklärte Ghalibaf.

Die Trauerfeier geht mit erheblichen Verkehrseinschränkungen einher. Ein großer Bereich der Innenstadt wird für den Autoverkehr gesperrt, kein Fahrzeug darf sich der Mosalla in einem Umkreis von einem Kilometer nähern. Der Luftraum über Teheran wird ab Freitag teilweise und am Montag vollständig gesperrt.

Die Trauerfeierlichkeiten werden sich über sechs Tage erstrecken, dabei gibt es auch einen Zwischenstopp im benachbarten Irak. Eigentlich waren sie bereits für den März geplant gewesen, wurden wegen des Krieges jedoch verschoben. Chamenei, der fast 37 Jahre im Iran herrschte, wird schließlich am 9. Juli in seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Landes beigesetzt.

Ab Freitag werden Staatenlenker und hochrangige Vertreter aus rund 30 Ländern in Teheran erwartet. Darunter sind der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew und Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif.

Zum Nachfolger von Chamenei wurde sein Sohn Modschtaba Chamenei ernannt. Seit seiner Ernennung ist Modschtaba jedoch noch nicht öffentlich in Erscheinung getreten.

S.Mitchell--TNT

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