The National Times - Frankreichs nächster Präsident wird am 2. Mai gewählt

Frankreichs nächster Präsident wird am 2. Mai gewählt


Frankreichs nächster Präsident wird am 2. Mai gewählt
Frankreichs nächster Präsident wird am 2. Mai gewählt / Foto: © AFP/Archiv

Die Nachfolgerin oder der Nachfolger von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird am 2. Mai 2027 feststehen. Die französische Regierung legte die Daten für die nächste Präsidentschaftswahl in ihrer Kabinettssitzung fest, wie Regierungssprecherin Maud Bregeon am Mittwoch mitteilte. Die erste Runde der Präsidentschaftswahl findet demnach am 18. April statt, die Stichwahl am 2. Mai.

Textgröße ändern:

Dies bedeutet, dass am 1. Mai, an dem üblicherweise politische Kundgebungen stattfinden, der Wahlkampf bereits offiziell beendet ist und es keine Wahlaufrufe mehr geben darf. In einem Teil des Landes sind am 2. Mai noch Frühlingsferien.

In Umfragen liegt derzeit der Rechtspopulist Jordan Bardella, Chef des Rassemblement National (RN), in der ersten Runde mit 35 bis 37 Prozent vorn. Noch ist allerdings offen, ob Bardella überhaupt antreten wird. Das hängt davon ab, ob ein Berufungsgericht RN-Fraktionschefin Marine Le Pen am kommenden Dienstag wegen Veruntreuung von EU-Geldern erneut zum Entzug des passiven Wahlrechts verurteilt. Le Pen liegt in Umfragen derzeit mit 32 Prozent hinter Bardella.

Beide potenziellen RN-Kandidaten vertreten einen scharf ausländerfeindlichen und europaskeptischen Kurs. Bardella umwarb kürzlich allerdings Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und sprach von "ideologischen Übereinstimmungen".

Macrons Mandat endet am 14. Mai 2027. Er kann nach zwei Mandaten nicht direkt wieder antreten. Der 48-Jährige hat es vermieden, einen Kronprinzen an seiner Seite zu fördern. In seinem Lager wollen die beiden ehemaligen Premierminister Gabriel Attal und Edouard Philippe antreten. Philippe käme derzeit auf 19 bis 21 Prozent, wenn er der einzige Kandidat seines Lagers wäre, Attal auf 15 Prozent. Sollten beide an ihrer Kandidatur festhalten, käme Philippe auf 14 und Attal auf acht Prozent.

Philippe warnte davor, zwei Kandidaten aus dem Regierungslager ins Rennen zu schicken. "Zwischen November und Februar werden wir, mich eingeschlossen, das Risiko abwägen müssen", sagte er am Mittwoch dem Sender RTL. Es bestehe die Gefahr, dass in der Stichwahl am Ende Bardella oder Le Pen gegen den Linkspopulisten Jean-Luc Mélenchon antreten könnten, mahnte er.

Bei den rechtskonservativen Republikanern liegt Parteichef Bruno Retailleau in Umfragen zwischen acht und elf Prozent.

Der 74 Jahre alte Linkspopulist Mélenchon, der zum vierten Mal kandidiert, käme derzeit auf zwölf bis 15 Prozent. Im linken Lager sind außerdem der EU-Abgeordnete Raphaël Glucksmann, Sozialistenchef Olivier Faure und Ex-Präsident François Hollande als Kandidaten im Gespräch. Auch die Grünen-Chefin Marine Tondelier befindet sich bereits im Wahlkampf.

S.Cooper--TNT

Empfohlen

Palästinensische Autonomiebehörde protestiert gegen US-Einreiseverbot für Abbas

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat das von den USA gegen Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verhängte Einreiseverbot kurz vor der UN-Vollversammlung in New York als "unbegründet" bezeichnet. Es lehne die Entscheidung Washingtons ab, da diese sich gegen "die Bemühungen um den Wiederaufbau des Vertrauens und die Entwicklung der palästinensisch-amerikanischen Beziehungen" richte, erklärte das Außenministerium der Palästinenserbehörde am Donnerstag.

AfD-Verteidigungspolitiker kritisiert eigene Partei in Ukraine-Politik

Der AfD-Verteidigungspolitiker Rüdiger Lucassen geht in der Ukraine-Politik auf Distanz zu seiner eigenen Partei. Es gebe "in großen Teilen meiner Partei und Fraktion eine große Affinität zu Russland", sagte Lucassen der "Welt" (Freitagsausgabe), Diese Affinität habe er selbst auch früher gehabt. "Aber eins ist Fakt: Die Russische Föderation und Putin sind in die Ukraine einmarschiert und haben einen Angriffskrieg begonnen."

Carney begrüßt Vorschlag für "assoziierte" Mitgliedschaft in der EU

Der kanadische Premierminister Mark Carney hat positiv auf den Vorschlag einer "assoziierten" Mitgliedschaft in der EU reagiert. "Kanada begrüßt dieses Bestreben", sagte Carney bei einer Rede vor dem EU-Parlament in Straßburg am Donnerstag. Die Beziehung zwischen Kanada und der EU könne nicht nur an Handel und Wohlstand gemessen werden: "Wir sind verbunden durch eine Wahlverwandtschaft, bewusst gewählt, immer wieder erneuert und deswegen umso stärker", betonte Carney.

Bevölkerung: Jede dritte Familie in Deutschland hat Einwanderungsgeschichte

Jede dritte Familie in Deutschland hat mittlerweile eine Einwanderungsgeschichte. Seit 2005 stieg der Anteil von 17 Prozent auf 31 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Zugleich sorgte die Zuwanderung der vergangenen Jahre dafür, dass sich der Anteil der Familien in der Gesamtbevölkerung nach jahrelangem Rückgang stabilisierte.

Textgröße ändern: