The National Times - Iran-Abkommen: Wadephul pocht auf freie Schiffspassage durch Straße von Hormus

Iran-Abkommen: Wadephul pocht auf freie Schiffspassage durch Straße von Hormus


Iran-Abkommen: Wadephul pocht auf freie Schiffspassage durch Straße von Hormus
Iran-Abkommen: Wadephul pocht auf freie Schiffspassage durch Straße von Hormus / Foto: © AFP

Nach dem Treffen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) auf eine freie Schiffspassage durch die Straße von Hormus gepocht. "Jetzt kommt es darauf an, eine tragfähige Lösung zur sicheren, freien Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erreichen", schrieb Wadephul am Dienstag im Onlinedienst X mit Blick auf die laufenden Verhandlungen über eine dauerhafte Friedenslösung zwischen den USA und dem Iran.

Textgröße ändern:

Auch die Frage des iranischen Atomprogramms müsse gelöst werden, schrieb Wadephul. Von dem Programm dürfe "keine Gefahr mehr ausgehen". Die nun laufenden Verhandlungen seien "ein wichtiger Schritt" und eröffneten "eine Chance für Diplomatie in einer weiter fragilen Lage".

Laut US-Präsident Donald Trump werden die Verhandlungen mit dem Iran am Dienstag in Katar fortgesetzt. Teheran habe um das Treffen gebeten, schrieb Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. "Es findet morgen in Doha statt", fügte er hinzu. Dem Sender CNN zufolge ist Trumps Sonderberater Steve Witkoff auf dem Weg nach Katar. Der Iran hatte zuvor bestritten, dass neue Gespräche geplant seien.

Zur Lage der Beziehung zu Washington erklärte Wadephul auf X: "Die transatlantische Partnerschaft ist unverzichtbar." Dies habe sein Gespräch mit Rubio am Montag gezeigt. Bezogen auf die am 4. Juli anstehenden Feierlichkeiten zum 250. Unabhängigkeitstag der USA unterstrich Wadephul, das Jubiläum sei für Deutschland Anlass, "daran zu erinnern, was unsere Länder verbindet: Freiheit und Demokratie".

"Unsere freiheitliche Art zu leben wird massiv herausgefordert", erklärte Wadephul weiter. Der Außenminister schrieb von "Multi-Krisen" auf "beiden Seiten des Atlantik", die "unsere Sicherheit bedrohen und eine Stabilität der Weltwirtschaft gefährden".

In unsicheren Zeiten seien starke Partnerschaften "besonders wichtig". Er sei "dankbar für den guten und konstruktiven Austausch" mit seinem US-Kollegen. Mit Blick auf den bevorstehenden Nato-Gipfel in der Türkei erklärte Wadephul: "Gemeinsam werden wir auch weiterhin als Nato-Verbündete und darüber hinaus zusammenstehen."

Wadephul hatte Rubio am Montag in Washington getroffen. Im Anschluss hatte er vor Journalisten gesagt, im Ukraine-Krieg unterstützten die USA "nach wie vor" die Regierung in Kiew. Insbesondere US-Präsident Donald Trump habe "viel versucht", um Friedensverhandlungen in Gang zu bringen. Der russische Präsident Wladimir Putin fehle allerdings weiterhin bei den Verhandlungen und solle sich "gut überlegen, was er als nächsten Schritt tut".

S.O'brien--TNT

Empfohlen

Palästinensische Autonomiebehörde protestiert gegen US-Einreiseverbot für Abbas

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat das von den USA gegen Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verhängte Einreiseverbot kurz vor der UN-Vollversammlung in New York als "unbegründet" bezeichnet. Es lehne die Entscheidung Washingtons ab, da diese sich gegen "die Bemühungen um den Wiederaufbau des Vertrauens und die Entwicklung der palästinensisch-amerikanischen Beziehungen" richte, erklärte das Außenministerium der Palästinenserbehörde am Donnerstag.

AfD-Verteidigungspolitiker kritisiert eigene Partei in Ukraine-Politik

Der AfD-Verteidigungspolitiker Rüdiger Lucassen geht in der Ukraine-Politik auf Distanz zu seiner eigenen Partei. Es gebe "in großen Teilen meiner Partei und Fraktion eine große Affinität zu Russland", sagte Lucassen der "Welt" (Freitagsausgabe), Diese Affinität habe er selbst auch früher gehabt. "Aber eins ist Fakt: Die Russische Föderation und Putin sind in die Ukraine einmarschiert und haben einen Angriffskrieg begonnen."

Carney begrüßt Vorschlag für "assoziierte" Mitgliedschaft in der EU

Der kanadische Premierminister Mark Carney hat positiv auf den Vorschlag einer "assoziierten" Mitgliedschaft in der EU reagiert. "Kanada begrüßt dieses Bestreben", sagte Carney bei einer Rede vor dem EU-Parlament in Straßburg am Donnerstag. Die Beziehung zwischen Kanada und der EU könne nicht nur an Handel und Wohlstand gemessen werden: "Wir sind verbunden durch eine Wahlverwandtschaft, bewusst gewählt, immer wieder erneuert und deswegen umso stärker", betonte Carney.

Bevölkerung: Jede dritte Familie in Deutschland hat Einwanderungsgeschichte

Jede dritte Familie in Deutschland hat mittlerweile eine Einwanderungsgeschichte. Seit 2005 stieg der Anteil von 17 Prozent auf 31 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Zugleich sorgte die Zuwanderung der vergangenen Jahre dafür, dass sich der Anteil der Familien in der Gesamtbevölkerung nach jahrelangem Rückgang stabilisierte.

Textgröße ändern: