The National Times - Syrien verurteilt Israels Vorstöße im Süden des Landes

Syrien verurteilt Israels Vorstöße im Süden des Landes


Syrien verurteilt Israels Vorstöße im Süden des Landes
Syrien verurteilt Israels Vorstöße im Süden des Landes / Foto: © AFP

Die syrische Regierung hat israelische Militärvorstöße im Süden des Landes verurteilt. Das Außenministerium in Damaskus kritisierte in einer Erklärung am Montag die israelischen Vorstöße in den syrischen Provinzen Daraa und Kuneitra sowie den Artilleriebeschuss der Region und prangerte eine "eklatante Verletzung der syrischen Souveränität und territorialen Integrität" an.

Textgröße ändern:

Am Sonntag hatten die Spannungen im Dorf Abidin in der südlichen Provinz Daraa zugenommen, nachdem israelische Streitkräfte in das Gebiet nahe den von Israel besetzten Golanhöhen vorgerückt waren. Wütende Anwohner versuchten, die Straße mit Steinen zu blockieren. Syrische Staatsmedien meldeten, israelische Streitkräfte hätten mit Artilleriefeuer reagiert, woraufhin die Bewohner über Nacht in nahegelegene Dörfer geflohen seien.

Die israelische Armee hatte am Sonntag erklärt, am Samstag mehrere "bewaffnete Terroristen" in der "Sicherheitszone im Süden Syriens" getötet zu haben. Genauere Angaben wurden nicht gemacht. Israels Verteidigungsminister Israel Katz sagte kürzlich, sein Land wolle Soldaten auf unbestimmte Zeit in Syrien stationieren.

Nach dem Sturz des langjährigen syrischen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 hatte Israel Truppen in eine von den Vereinten Nationen überwachte Pufferzone im Süden Syriens geschickt, die sie weiterhin als "Sicherheitszone" besetzt hält. Israel hat erklärt, es strebe eine entmilitarisierte Zone im Süden des Landes an.

Nach Angaben der syrischen Organisation Sidschil, die israelische Militäreinsätze in Syrien beobachtet, haben die israelischen Streitkräfte fast 300 Einsätze in den Provinzen Daraa und Kuneitra in diesem Monat ausgeführt.

Israel hatte 1967 im Sechstagekrieg den Großteil der Golanhöhen von Syrien erobert und später die unter seiner Kontrolle stehenden Gebiete annektiert. Die Annexion wurde vom überwiegenden Teil der internationalen Gemeinschaft nicht anerkannt.

Seit dem Sturz Assads haben Israel und Syrien mehrere Runden direkter Gespräche geführt. Sie einigten sich darauf, einen Mechanismus zum Austausch von Geheimdienstinformationen einzurichten.

F.Lim--TNT

Empfohlen

Russland stehen verschärfte US-Sanktionen bevor - Kreml nennt Kongressvotum "feindselig"

Russland stehen deutlich verschärfte Sanktionen der USA bevor: Der Kongress in Washington hat nach langen Verhandlungen ein entsprechendes Maßnahmenpaket verabschiedet, das Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben mit seiner Unterschrift in Kraft setzen will. Nach dem Senat billigte am Mittwoch auch das Repräsentantenhaus unter anderem Strafmaßnahmen gegen Russlands Präsident Wladimir Putin. Vom Kreml hieß es, neue Sanktionen würden die Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg erschweren.

Oppositionelles Mitte-Links-Lager gewinnt Parlamentswahl in Schweden knapp

Bei der Parlamentswahl in Schweden hat das bislang oppositionelle Mitte-Links-Lager einen knappen Sieg errungen. Laut dem am Donnerstag veröffentlichten offiziellen Endergebnis kommt der von der sozialdemokratischen Spitzenkandidatin Magdalena Andersson angeführte Parteienblock auf 176 Parlamentssitze. Die konservative Regierungskoalition des bisherigen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson kommt demnach auf 173 Sitze. Kristersson kündigte seinen Rücktritt an.

SPD-Generalsekretär räumt Fehler bei Erklärung zu Zweitwohnungssteuer ein

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat als Abgeordneter zwei Wohnsitze - und einen Fehler bei seiner Steuererklärung eingeräumt. Er habe übersehen, dass die Zweitwohnungssteuer-Bescheide auf einer Schätzung beruhten und er zur "ordnungsgemäßen Festsetzung noch eine Erklärung hätte einreichen müssen", schrieb Klüssendorf am Donnerstag auf der Online-Plattform Instagram. Das habe er nicht getan, "das ist eindeutig mein Versäumnis".

Palästinensische Autonomiebehörde protestiert gegen US-Einreiseverbot für Abbas

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat das von den USA gegen Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verhängte Einreiseverbot kurz vor der UN-Vollversammlung in New York als "unbegründet" bezeichnet. Es lehne die Entscheidung Washingtons ab, da diese sich gegen "die Bemühungen um den Wiederaufbau des Vertrauens und die Entwicklung der palästinensisch-amerikanischen Beziehungen" richte, erklärte das Außenministerium der Palästinenserbehörde am Donnerstag.

Textgröße ändern: