The National Times - Emails sollen künftig viele Behörden-Formulare ersetzen

Emails sollen künftig viele Behörden-Formulare ersetzen


Emails sollen künftig viele Behörden-Formulare ersetzen
Emails sollen künftig viele Behörden-Formulare ersetzen / Foto: © AFP/Archiv

Bund und Länder haben sich am Donnerstag in Berlin auf ein umfassendes Programm zur Staatsmodernisierung verständigt. So soll Schriftverkehr mit Behörden im Regelfall künftig elektronisch statt mit handschriftlich unterschriebenen Formularen abgewickelt werden können. Auch sollen Antrags- und Anmeldeverfahren generell einfacher werden.

Textgröße ändern:

Die "Föderale Modernisierungsagenda" wurde im Rahmen der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin beschlossen. Sie enthält nach Angaben der Bundesregierung mehr als 200 konkrete Maßnahmen für schnellere Verfahren, Digitalisierung und Bürokratieabbau, die auf Bundes- oder Landesebene innerhalb festgelegter Fristen umgesetzt werden sollen. Auf diese Ziele hatten sich die Beteiligten im Grundsatz bereits 2023 verständigt.

Die bisher im Behördenverkehr oft verlangte Schriftform soll weitgehend durch ein einfaches elektronisches Dokument ersetzt werden, das per E-Mail verschickt wird. Die Behörden sollen darauf dann ebenfalls per E-Mail reagieren können. Ausdrucken, Unterschreiben und per Post versenden wäre dann meistens nicht mehr notwendig.

Bereits auf den Weg gebracht wurde von der Regierung, dass Kindergeld in immer mehr Fällen nicht mehr eigens beantragt werden muss, sondern automatisch von Amts wegen gezahlt wird. Auch die Bewilligung von Elterngeld soll durch einen behördeninternen Datenaustausch einfacher werden. Personalausweise und Reisepässe sollen digital ohne Behördentermine beantragt werden können. Auch der Wohnsitz soll in der Regel elektronisch angemeldet werden. Gleiches gilt für die An- und Abmeldung von Autos.

Eine Deutschland-App soll digitale Leistungen bündeln. Ab 2027 soll Bürgerinnen und Bürgern auf freiwilliger Basis eine digitale Brieftasche zur Verfügung stehen, Dort soll dann ein "digitaler Zwilling" des Personalausweises hinterlegt werden können, künftig auch weitere Dokumente wie Geburtsurkunde, Führerschein und weitere Unterlagen. Bereits möglich ist, den Fahrzeugschein elektronisch mitzuführen.

Weitere geplante Reformen betreffen die Justiz sowie das Bauwesen. Bestimmte Zahlungsansprüche sollen Bürgerinnen und Bürger vor Amtsgerichten in einem digitalen Gerichtsverfahren geltend machen können. Auch die Kommunikation mit Gerichten soll digitaler werden. Gleiches soll auch für Bauanträge und Gewerbeanmeldungen gelten. In vielen Fällen sollen Genehmigungen als erteilt gelten, wenn die zuständige Behörde darüber nicht innerhalb einer bestimmten Frist entschieden hat.

M.Wilson--TNT

Empfohlen

Oppositionelles Mitte-Links-Lager gewinnt Parlamentswahl in Schweden

Wahlsieg für die Opposition in Schweden: Bei der Parlamentswahl hat das Mitte-Links-Lager mit hauchdünnem Vorsprung einen Sieg errungen. Der Parteienblock um die sozialdemokratische Spitzenkandidatin Magdalena Andersson kam laut dem am Donnerstag veröffentlichen offiziellen Endergebnis auf 176 Sitze im Parlament. Auf das konservative Regierungsbündnis des bisherigen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson entfielen demnach laut 173 Sitze. Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten mussten erstmals seit ihrem Einzug ins Parlament im Jahr 2010 erhebliche Einbußen hinnehmen.

Erdogan will 2028 erneut antreten und setzt auf vorgezogene Wahl

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan will 2028 erneut kandidieren - und setzt zur Umgehung der Verfassung offenbar auf eine vorgezogene Präsidentenwahl. "Wenn 360 Abgeordnete einen Beschluss zum Ansetzen von Neuwahlen unterstützen, werden diese am 16. April 2028 stattfinden", sagte Erdogans Rechtsberater Mehmet Ucum am Donnerstag nach Angaben des Sender NTV und der Zeitung "Cumhuriyet".

Russland stehen verschärfte US-Sanktionen bevor - Kreml nennt Kongressvotum "feindselig"

Russland stehen deutlich verschärfte Sanktionen der USA bevor: Der Kongress in Washington hat nach langen Verhandlungen ein entsprechendes Maßnahmenpaket verabschiedet, das Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben mit seiner Unterschrift in Kraft setzen will. Nach dem Senat billigte am Mittwoch auch das Repräsentantenhaus unter anderem Strafmaßnahmen gegen Russlands Präsident Wladimir Putin. Vom Kreml hieß es, neue Sanktionen würden die Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg erschweren.

Oppositionelles Mitte-Links-Lager gewinnt Parlamentswahl in Schweden knapp

Bei der Parlamentswahl in Schweden hat das bislang oppositionelle Mitte-Links-Lager einen knappen Sieg errungen. Laut dem am Donnerstag veröffentlichten offiziellen Endergebnis kommt der von der sozialdemokratischen Spitzenkandidatin Magdalena Andersson angeführte Parteienblock auf 176 Parlamentssitze. Die konservative Regierungskoalition des bisherigen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson kommt demnach auf 173 Sitze. Kristersson kündigte seinen Rücktritt an.

Textgröße ändern: