The National Times - Berlin und Paris erzielen Einigung zu deutscher Beteiligung an Panzerbauer KNDS

Berlin und Paris erzielen Einigung zu deutscher Beteiligung an Panzerbauer KNDS


Berlin und Paris erzielen Einigung zu deutscher Beteiligung an Panzerbauer KNDS
Berlin und Paris erzielen Einigung zu deutscher Beteiligung an Panzerbauer KNDS / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Deutschland und Frankreich haben eine Einigung zur Beteiligung des Bundes an dem deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS erzielt. Wie der Elysée-Palast am Montag in Paris mitteilte, machten beide Staaten mit dem Abkommen zur künftigen Strategie und Unternehmensführung bei KNDS einen "entscheidenden Schritt zur Stärkung ihrer gemeinsamen Souveränität" im Verteidigungsbereich. Regierungssprecher Stefan Kornelius bekräftigte in Berlin, die Bundesregierung strebe eine Beteiligung in Höhe von 40 Prozent der Anteile an KNDS an.

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Mit dem Einstieg in Höhe von 40 Prozent würde Deutschland mit Frankreich gleichziehen. Eine Beteiligung Deutschlands an KNDS werde den "langfristigen Einfluss auf ein für die europäische Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit strategisch bedeutendes Unternehmen sichern", fuhr der Sprecher von Kanzler Friedrich Merz (CDU) fort.

Der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie komme durch die anhaltende russische Bedrohung für Europa und den Angriffskrieg auf die Ukraine "eine zentrale Bedeutung zu", betonte Kornelius. Daher müssten die Kapazitäten der Verteidigungsindustrie ausgebaut werden. Der Zusammenarbeit mit Frankreich komme dabei "eine Schlüsselrolle" zu. Das Abkommen ebnet nach Angaben aus Paris zudem den Weg für einen künftigen möglichen Börsengang von KNDS.

KNDS stellt unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2 sowie Artilleriesysteme, Schützenpanzer und Munition her. Der Bund soll in dem Unternehmen nun die gleichen Rechte erhalten wie der französische Staat. Mit welcher Summe der Bund einsteigt, wurde am Montag nicht bekannt.

Die Entscheidung steht außerdem unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bundestages. Die Bundesregierung will laut Kornelius außerdem den Umfang der Beteiligung später wieder reduzieren - der Bund soll aber die gleichen Rechte im Unternehmen behalten wie Frankreich.

In Deutschland unterhält KNDS elf seiner weltweit 34 Standorte. Werke gibt es nach Unternehmensangaben in Hamburg, den nordrhein-westfälischen Städten Remscheid und Mühlheim an der Ruhr und im thüringischen Ebeleben. In Frankreich gibt es zehn KNDS-Standorte.

T.Bennett--TNT

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