The National Times - Proteste nach Wahlsieg von rechtem Hardliner bei Präsidentschaftswahl in Kolumbien

Proteste nach Wahlsieg von rechtem Hardliner bei Präsidentschaftswahl in Kolumbien


Proteste nach Wahlsieg von rechtem Hardliner bei Präsidentschaftswahl in Kolumbien
Proteste nach Wahlsieg von rechtem Hardliner bei Präsidentschaftswahl in Kolumbien / Foto: © AFP

Nach dem Wahlsieg des Rechtsaußen-Kandidaten Abelardo de la Espriella bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien ist es in dem südamerikanischen Land zu Protesten und Ausschreitungen gekommen. In Kolumbiens drittgrößter Stadt Cali setzten Demonstranten am Sonntagabend US-Fahnen in Brand und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, einige Protestierer warfen Steine.

Textgröße ändern:

In der Hauptstadt Bogotá gab es ebenfalls Proteste. Vor der Nationaluniversität demonstrierten hunderte Studenten.

Der von US-Präsident Donald Trump unterstützte De la Espriella hatte sich bei der Präsidentschaftsstichwahl am Sonntag äußerst knapp gegen den linken Senator Iván Cepeda durchgesetzt. Der Abstand betrug nur rund einen Prozentpunkt. Der 47-jährige Politik-Neuling hat unter anderem einen harten Kampf gegen bewaffnete Banden in dem Land angekündigt, außerdem will er die Wirtschaft deregulieren und den Staatsapparat massiv zusammenkürzen.

De la Espriella rief am Wahlabend den Beginn einer "neuen Ära" in dem von Gewalt erschütterten Land aus. Er versprach in seiner Siegesrede in der Stadt Barranquilla vor tausenden Anhängern zugleich, er wolle "Präsident für alle Kolumbianer" sein. Er werde Demokratie, Freiheit und die Verfassungsordnung schützen.

US-Außenminister Marco Rubio gratulierte dem Anwalt und Geschäftsmann, der auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, zu seinem Wahlsieg. Die Trump-Regierung freue sich, mit der künftigen kolumbianischen Regierung zusammenzuarbeiten, "um die regionale Sicherheitszusammenarbeit voranzubringen, die illegale Einwanderung in die USA zu beenden und unsere wirtschaftlichen Beziehungen zu stärken", schrieb er im Kurzbotschaftendienst X.

R.Hawkins--TNT

Empfohlen

Mindestens fünf Tote bei Angriffen im Jemen und in Saudi-Arabien

Im eskalierenden Konflikt zwischen Huthi-Rebellen, jemenitischen Regierungstruppen und Saudi-Arabien sind am Donnerstag mindestens fünf Menschen getötet worden. Der saudiarabische Zivilschutz erklärte, herabfallende Trümmerteile einer abgeschossenen Huthi-Drohne hätten in der Region Taif östlich von Mekka zum Tod eines Menschen geführt. Der von den Huthis betriebene Fernsehsender Almasirah sprach derweil von vier Toten - darunter drei Kindern - bei Angriffen jemenitischer Einheiten und der saudiarabischen Armee.

Staatsbesuch: Trump will Xi persönlich am Flughafen empfangen

Beim Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in den USA will US-Präsident Donald Trump dem Gast eine besondere Ehre zuteil werden lassen. Trump wolle Xi nächste Woche persönlich am Flughafen empfangen, sagte ein US-Regierungsmitarbeiter am Donnerstag.

AFP-Fotos scheinen Trump mit Darstellung von Abriss des Kennedy Centers zu zeigen

Plant US-Präsident Donald Trump den Abriss des renommierten Kulturzentrums Kennedy Center in Washington? Fotos der Nachrichtenagentur AFP scheinen dies zu belegen. Auf den Bildern des Fotografen Brendan Smialowski ist Trump durch das Fenster der Präsidentenmaschine Air Force One mit einem Ausdruck zu sehen, über dem in roten Buchstaben zu lesen ist "Kennedy Center Demolish" (etwa: Abriss des Kennedy Centers).

Oppositionelles Mitte-Links-Lager gewinnt Parlamentswahl in Schweden

Wahlsieg für die Opposition in Schweden: Bei der Parlamentswahl hat das Mitte-Links-Lager mit hauchdünnem Vorsprung einen Sieg errungen. Der Parteienblock um die sozialdemokratische Spitzenkandidatin Magdalena Andersson kam laut dem am Donnerstag veröffentlichen offiziellen Endergebnis auf 176 Sitze im Parlament. Auf das konservative Regierungsbündnis des bisherigen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson entfielen demnach laut 173 Sitze. Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten mussten erstmals seit ihrem Einzug ins Parlament im Jahr 2010 erhebliche Einbußen hinnehmen.

Textgröße ändern: