The National Times - Schiedsrichter aus Somalia wurde Einreise in USA aus Sicherheitsgründen verweigert

Schiedsrichter aus Somalia wurde Einreise in USA aus Sicherheitsgründen verweigert


Schiedsrichter aus Somalia wurde Einreise in USA aus Sicherheitsgründen verweigert
Schiedsrichter aus Somalia wurde Einreise in USA aus Sicherheitsgründen verweigert / Foto: © AFP/Archiv

Die USA haben das Einreiseverbot für den somalischen Schiedsrichter Omar Abdulkadir Artan zur Fußballweltmeisterschaft mit mutmaßlichen Terror-Verbindungen begründet. Ein Vertreter des US-Außenministeriums teilte der Nachrichtenagentur AFP am Dienstagabend (Ortszeit) mit, Artan stehe "in Verbindung mit mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen", weshalb ihm "die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert werden muss".

Textgröße ändern:

Die Grenzschutzbehörde erklärte ihrerseits, nach einer Routinekontrolle sei festgestellt worden, dass Artan "aufgrund von Bedenken hinsichtlich seiner Sicherheitsüberprüfung nicht einreiseberechtigt" gewesen sei. Somit sei ihm die Einreise verweigert worden, erklärte ein Sprecher der Zoll- und Grenzschutzbehörde am Dienstag.

Artan selbst zeigte sich nach der Entscheidung sehr enttäuscht und sprach von einem "geplatzten Traum". "Ich bin einfach nur ein Schiedsrichter, der versucht, seinen Traum zu verwirklichen – den größten Traum meines Lebens: bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein", sagte Artan in einem aus der Türkei geführten Telefoninterview mit der US-Zeitung "New York Times". "Ich hatte die richtigen Papiere und alles. Ich hatte das richtige Visum", betonte er.

Artan erklärte, er sei nach einer elfstündigen Befragung der Grenzbeamten mehrere Stunden lang in einer Zelle festgehalten worden und habe im Anschluss nach Istanbul zurückfliegen müssen.

Die somalische Regierung äußerte ihr "tiefes Bedauern" wegen Artans Ausschluss vom Turnier. "Artan verkörpert das Beste, was somalische Talente zu bieten haben", erklärte das Sportministerium.

Der Fußball-Weltverband (Fifa) hatte am Montag mitgeteilt, dass Artan, der als erster Schiedsrichter seines Landes WM-Spiele pfeifen sollte, bei dem Turnier nicht dabei sein werde, weil ihm die Einreise verweigert worden sei. Die Fifa habe keinen Einfluss auf die Einreise-Entscheidungen der WM-Gastgeber, hieß es weiter.

Artan hätte als erster Referee seines Landes bei einer WM zum Einsatz kommen sollen. Der 34-Jährige gehörte zu den insgesamt 52 Schiedsrichtern, die von der Fifa für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada nominiert wurden.

Somalia ist eines von mehreren Ländern, für das US-Präsident Donald Trump im Rahmen einer umfassenderen Verschärfung seiner Einwanderungspolitik Einreiseverbote erlassen hatte.

Die größte Fußballweltmeisterschaft der Welt beginnt - überschattet von politischen Spannungen - am Donnerstag. Die iranische Nationalmannschaft musste aufgrund des Kriegs zwischen den USA und dem Iran ihr Stützpunktlager aus den USA nach Mexiko verlegen.

T.Allen--TNT

Empfohlen

Russland-Geschäft von Nestlé und Auchan unter russische Verwaltung gestellt

Die Russland-Geschäfte des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé und der französischen Einzelhandelskette Auchan sind unter russische Verwaltung gestellt worden. Laut einem am Donnerstag veröffentlichten Dekret von Kreml-Chef Wladimir Putin wurden die Anteile an eine russische Gesellschaft namens L.E.V. Management übertragen. Betroffen ist demnach auch die Bauhauskette Leroy Merlin, die 2024 in Russland in Lemana Pro umbenannt worden war. Im Fall Nestlé betrifft das Dekret unter anderem die Vermögenswerte der Nestlé Deutschland AG in Russland.

Vor Abgeordnetenhauswahl in Berlin: Linke in Umfrage knapp vor CDU

Drei Tage vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin sieht eine Umfrage für das ZDF die oppositionelle Linkspartei knapp vor der regierenden CDU. Der am Donnerstag in Mainz veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen zufolge kommt die Linke von Spitzenkandidatin Elif Eralp auf 22 Prozent und verliert damit gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt. Auch die Christdemokraten von Spitzenkandidat Stefan Evers büßen einen Punkt ein und erreichen 20 Prozent.

Wahllokale im Fernen Osten geöffnet: Parlamentswahl in Russland hat begonnen

Im Fernen Osten Russlands hat am Freitag (ab 08.00 Ortszeit; Donnerstagabend 22.00 Uhr MESZ) die erste Parlamentswahl seit Beginn der großangelegten Offensive in der Ukraine vor mehr als viereinhalb Jahren begonnen. Die ersten Wahllokale öffneten auf der Halbinsel Kamtschatka und in Tschukotka, wie die russischen Nachrichtenagenturen RIA Nowosti und Tass berichteten.

Vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: SPD schiebt sich in Umfrage vor AfD

Drei Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in einer Umfrage für das ZDF die lange Zeit führende AfD überholt. Der am Donnerstag in Mainz veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen zufolge kommen die Sozialdemokraten auf 37 Prozent und damit auf drei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Die AfD von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm erreicht bei einem Minus von einem Punkt 36 Prozent.

Textgröße ändern: